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Nachricht vom 08.06.2022    

Bestleistungen und Medaillenflut für die LG Rhein-Wied am Pfingstwochenende

Das Pfingstwochenende nutzten viele Athleten der LG Rhein-Wied um ihre persönlichen Bestleistungen zu steigern. Um Medaillen ging es beim DJK Bundessportfest in Schwabach. Dort traten 26 Sportler der LG Rhein-Wied an. Zudem nahmen fünf Athleten in Regensburg an der Sparkassen-Gala teil.

Lennart Roos hat beim Borsig-Meeting in Gladbeck ein Ausrufezeichen gesetzt und sich auf der 400-Meter-Hürden-Distanz deutlich gesteigert. (Foto: Wolfgang Birkenstock)

Neuwied. Das DJK-Bundessportfest ist die "deutsche Meisterschaft der DJK-Vereine", an der sich sämtliche Altersklassen von der U14 bis hin zu den Männern und Frauen beteiligten. Mit 33 Medaillen, darunter 17 Titel, zählten die Sprinter, Springer und Werfer der DJK Andernach und des DJK Neuwieder LC zu den erfolgreichsten der beiden Wettkampftage in Schwabach.

Die besten Ausbeuten wies der starke U16-Nachwuchs vor: Samuel Lehnart (M14) gewann über 800 Meter, im Stabhochsprung und Weitsprung Gold sowie Bronze über 80 Meter Hürden und hatte damit genauso vier Einzelmedaillen wie Marc Seibel (M15, Gold im Stabhochsprung und Kugelstoß, Silber über 80 Meter Hürden und im Weitsprung), Lotta Götz (W14, Gold über 100 Meter, Bronze über 80 Meter Hürden, im Hoch- und Weitsprung), Lisa Sophie Lemke (W14, Gold über 80 Meter Hürden und im Speerwurf, Silber über 100 Meter und im Weitsprung) und Lena Eichhorn (W14, Gold über 800 Meter und im Weitsprung, Silber über 80 Meter Hürden, Bronze über 100 Meter).

Eichhorn, Lemke, Götz als Mitglieder der durch Johanna Karst komplettierten siegreichen weiblichen U16-Staffel über 4x100 Meter sowie Lehnart als Bestandteil der zweitplatzierten 10x200-Meter-Diözesen-Staffel, bei der die Rhein-Wieder gemeinsam mit Sprintern aus Ochtendung, Betzdorf und Herdorf im Rahmen der großen Abschluss-Entscheidung die Diözese Trier vertraten, stockten ihre Ausbeute noch weiter auf.

In Mittelfranken genossen die Athleten gerade am ersten Tag bei warmen Temperaturen und konstantem Rückenwind Bedingungen, die vor allem den Sprintern gefielen. Gerade über die kurzen Strecken purzelten die Bestleistungen reihenweise. Hannah Stampfl freute sich nicht nur über den Titel der U18-Jugend über 800 Meter, sondern auch über eine besondere Einladung von DJK-Leichtathletik-Bundesfachwirtin Isabella Rhine. Sie nominierte Stampfl für die FICEP/FISEC-Games in Klagenfurt im Juli. Dabei handelt es sich um die "DJK-Weltmeisterschaften" der Altersklasse U18.

Meetings in Regensburg, Gladbeck, Limburgerhof und Mönchengladbach
Fünf Rhein-Wieder mit schnellen Beinen meldeten für die Sparkassen-Gala in Regensburg, wo traditionell gerade auf den Sprintdistanzen vieles aufläuft, was Rang und Namen hat. Auch LG-Aushängeschild Sophia Junk war angetreten, musste den Nachwirkungen einer Corona-Infektion allerdings Tribut zollen.

"Aufgrund der guten Trainingszeiten und meines Körpergefühls habe ich mich entschieden, an den Start zu gehen. Leider wurde ich eines Besseren belehrt, da mir mein Körper gezeigt hat, dass er noch nicht bereit ist, an die maximale Leistungsfähigkeit zu gehen. Ich konnte definitiv nicht das zeigen, was ich mir die letzten Monate erarbeitet habe", resümierte sie ihre 100-Meter-Zeit von 11,59 Sekunden.



Die gleiche Strecke nahmen Roger Gurski (10,82 Sekunden), der auf das B-Finale verletzungsbedingt verzichtete, Jessica Roos (11,94 Sekunden im Vorlauf) und Lena Brunnhübner in Angriff. Brunnhübner qualifizierte sich mit 11,90 Sekunden für das B-Finale, in dem sie Rang sechs belegte (11,92). Mit einer Steigerung von elf Zentimetern gegenüber Weinheim vor einer Woche auf 5,73 Meter belegte Brunnhübner Rang zwei im Weitsprung mit nur drei Zentimetern Rückstand auf die österreichische Gewinnerin Annika Rhomberg. Viktoria Müllers Form- und Ergebnisentwicklung lässt für die nächsten Wochen ebenfalls noch etwas erwarten. Die Hürdensprinterin verbesserte im Endlauf ihre Jahresbestleistung auf 13,60 Sekunden, was bei starker Konkurrenz auf Platz vier endete.

Lennart Roos hat beim Borsig-Meeting in Gladbeck ein Ausrufezeichen gesetzt und sich auf der 400-Meter-Hürden-Distanz deutlich gesteigert. Die B-Norm für die deutsche Meisterschaft hatte er bislang um eine Hundertstelsekunde unterboten. Jetzt noch einmal knapp acht Zehntel gefunden und den Hausrekord auf 53,02 Sekunden gedrückt zu haben, steigert seine Aussichten, bei der DM-Entscheidung der Männer möglicherweise tatsächlich an den Start gehen zu können. Mit dieser Zeit war Roos in Gladbeck der Schnellste.

Einen zweiten Podestplatz erreichte Hendrik Reinhard mit seinen 49,93 Sekunden über die flachen 400 Meter. Pascal Kirstges stieg nach überstandener Krankheit mit 10,82 Sekunden über 100 Meter in die Saison ein. Zunächst qualifizierte er sich mit 10,90 Sekunden für das B-Finale, in dem Kirstges sich noch einmal steigerte und Platz zwei belegte. Lennert Kolberg leistete ihm Rhein-Wieder-Begleitung. 10,98 Sekunden im Vorlauf bedeuteten auch für ihn einen zweiten Einsatz im B-Finale, das am Ende nach 11,15 Sekunden auf Rang sechs endete.
Garanten für Spitzenplatzierungen waren die starken Mehrkämpferinnen in Limburgerhof. Drei erste Plätze, ein dritter sowie ein vierter Rang stellten die Rhein-Wieder sehr zufrieden.

Marie Böckmann führte mit 2661 Punkten das Feld im U18-Vierkampf an, Amelie Schmitt war die beste Siebenkämpferin der W14 (3272 Punkte) und Vivien Ließfeld behauptete sich als Nummer eins im Vierkampf der U20 (2636). Auf diese Leistungen aufbauend, ging sie in den Siebenkampf, an dessen Ende 3804 Zähler und Rang vier auf der Habenseite standen. Auch Celina Medinger (W15) stellte sich der zweitägigen Königsdisziplin und belegte den dritten Platz (3449 Punkte).

Auch beim Pfingssportfest in Mönchengladbach stand ein Rhein-Wieder in der Ergebnisliste an der Spitze: Jonas Dasbach gewann die 300 Meter Hürden der M15 in 49,49 Sekunden. Andreas Dasbach war über zwei Stadionrunden der Fünftschnellste (2:21,80 Minuten). (PM)



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