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Nachricht vom 14.04.2022    

Bad Honnef fordert Tempolimit 30

Mehr als 130 Städte und Gemeinden in Deutschland fordern in der Initiative "Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten" den Bund auf, den Kommunen die rechtlichen Voraussetzungen für eine leichtere Anordnung von Tempo 30 als Höchstgeschwindigkeit zu schaffen. Auch Bad Honnef unterstützt die Initiative.

Symbolbild: pixabay

Bad Honnef. Nachdem der Ausschuss für Umwelt, Mobilität, Klimaschutz und Wald am 10. Februar 2022 einen entsprechenden Beschluss gefasst hat, hat Bürgermeister Otto Neuhoff die Initiative um Aufnahme und um Mitzeichnung des Positionspapiers gebeten. Bislang gilt innerhalb von Ortschaften, dass Tempo 30 nur an Gefahrenstellen oder beispielsweise vor sozialen Einrichtungen wie Schulen, Alten- und Pflegeheimen oder Krankenhäusern eingerichtet werden darf.

Geschwindigkeitsreduzierung bisher nur in Ausnahmefällen
Bislang ist es für Kommunen nur in Ausnahmefällen möglich, auf einer Hauptverkehrsstraße die Geschwindigkeit von 50 auf 30 Stundenkilometer herabzusetzen, um etwa Emissionen zu reduzieren oder die Verkehrssicherheit für Radfahrer zu erhöhen. Selbst dann, wenn es die Bürger ausdrücklich wünschten und der Stadtrat dies beschließen wollte, könne die Stadt das Tempo 30 ohne die entsprechende Rechtsgrundlage nicht anordnen, erklärt Bürgermeister Otto Neuhoff und betont die Forderungen der Initiative: "Wir sehen Tempo 30 für den Kraftfahrzeugverkehr auch auf Hauptverkehrsstraßen als integrierten Bestandteil eines nachhaltigen gesamtstädtischen Mobilitätskonzepts und einer Strategie zur Aufwertung der öffentlichen Räume".




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Die Stadt Bad Honnef hat daher mit ihrem Beitritt in die Initiative den Bund aufgefordert, "umgehend die rechtlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Kommunen im Sinne der Resolution des Deutschen Bundestages vom 17. Januar 2020 ohne weitere Einschränkungen Tempo 30 als Höchstgeschwindigkeit innerorts dort anordnen können, wo sie es für notwendig hält".

Diese rechtlichen Voraussetzungen würden es der Stadt ermöglichen, gemeinsam mit der Politik Maßnahmen zur Aufwertung der öffentlichen Räume, zum Klimaschutz, zur weiteren Erhöhung der Sicherheit und der Attraktivität des Fuß- und Radverkehrs sowie zur Reduzierung von Emissionen durch Abgase und Lärm zu erarbeiten und umzusetzen.

Rückfragen zum Beitritt der Stadt Bad Honnef zur "Initiative Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten" sowie den Vorteilen für den Klimaschutz beantwortet Kathrin Schmidt, Klimaschutz- und Mobilitätsmanagerin der Stadt Bad Honnef, unter Telefon 02224 / 184-316 oder Kathrin.Schmidt@Bad-Honnef.de. (PM)


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