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Nachricht vom 11.04.2022    

Neuwieder Feuerwehren üben im Brandcontainer: Vorbereitung auf Ernstfall

Wie Mario Piovesan (Kreisausbilder Atemschutz im Landkreis Neuwied) berichtet, hatten 174 Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren des Landkreises Neuwied am Wochenende die Möglichkeit, bei Temperaturen von bis zu 700 Grad im gasbefeuerten Brandübungscontainer zu trainieren. Dabei konnte sich über einen reibungslosen Ablauf gefreut werden.

Die Einsatzkräfte lernten die Anzeichen für die Gefahr einer Rauchgasdurchzündung. (Fotos: M. Lemgen)

Neuwied. Vor der praktischen Übung wurden die Teilnehmenden theoretisch geschult. Teilweise fand die Vorbereitung, wie beispielsweise in der VG Asbach, auch bereits in der Heimat statt. Die richtige Handhabung der Hohlstrahlrohre, das Vorgehen im Innenangriff sowie die Türöffnung zu einem Brandraum sind elementare Bestandteile der Ausbildung für den Atemschutzeinsatz. Die vorgehenden Trupps im Brandcontainer bestehen jeweils aus drei Einsatzkräften. Sie werden von einem Ausbilder begleitet.

Jeder Schritt wurde gründlich geübt
Dann ging es los. Das Atemschutzgerät wurde angelegt und die Schutzkleidung geschlossen.
Die Feuerwehrfrauen und -männer kontrollierten sich gegenseitig auf nicht abgedeckte Hautstellen. Im Innenangriff können diese schnell zu Verbrennungen oder Verbrühungen mit
dem heißen Wasserdampf führen. Zur Sicherheit standen an diesem Wochenende in Neuwied
Sanitätskräfte des Malteser Hilfsdienstes bereit. Anschließend wurde auf dem Dach des Containers der Lungenautomat an den Atemanschluss angeschlossen, damit die Feuerwehrleute die Luft aus ihren Atemschutzgeräten atmen konnten.

Carina Boller und Marc Sachs aus der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach berichteten über ihre Ausbildung: "Eine Treppe führte uns zu einem simulierten Kellerbrand. Am unteren Treppenabsatz fanden wir eine heiße Tür, die musste mit Rauchgaskühlung geöffnet
werden. Dies ist nur in Absprache und Teamarbeit möglich. Während eine Person die Tür
öffnet, muss eine weitere Person mehrere Wasserstöße in die Rauchschicht unter der Decke
geben. Sofort wird die Tür wieder geschlossen. Nach mehrfacher Wiederholung der Rauchgaskühlung sind wir in den Brandraum vorgegangen".



Für beide ist es der erste Durchgang im Brandcontainer nach ihrer Atemschutz-Ausbildung, eine spannende Erfahrung. Gemeinsam mit weiteren Kameraden aus der Verbandsgemeinde Bad Hönningen war Mara Winkens am Sonntag im Brandcontainer. "Im Inneren des Containers gibt es verschiedene Herausforderungen. Beim Öffnen der Klappe eines brennenden Motors schlugen kurzzeitig Flammen gegen den Körper. Hier lernt man der eigenen Schutzkleidung zu vertrauen. Anschließend mussten wir eine brennende Druckgasflasche kühlen und verschließen".

Abschließend wurde auch das Auge der Einsatzkräfte geschult. Bei einer unvollständigen Verbrennung bilden sich Pyrolysegase, diese sammeln sich unter der Decke. Für die Einsatzkräfte werden sogenannte Feuerzungen sichtbar, ein Anzeichen für die Gefahr einer Rauchgasdurchzündung. "Im Innenangriff erwartet unsere Einsatzkräfte zum Glück eher selten eine Rauchgasdurchzündung. Jedoch bieten wir mit der realitätsnahen Ausbildung im Brandcontainer die bestmögliche Vorbereitung auf den Ernstfall", so Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Holger Kurz. (PM)


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