Werbung

Nachricht vom 23.03.2022    

Roßbach und Höcky zeigen Skulpturen und Druckgrafiken

Druckgrafiken von Rainer Roßbach (Linz) und Skulpturen von Herbert Höcky (Remagen) sind seit Sonntag im Neuwieder Roentgen-Museum zu sehen. Landrat Achim Hallerbach eröffnete die neue Ausstellung mit einer – pandemiebedingt kleinen, aber erstmals seit langem wieder „live“ stattfindenden - Vernissage.

Landrat Achim Hallerbach (rechts) eröffnete die aktuelle Ausstellung im Roentgen-Museum Neuwied. Fotos: Kreisverwaltung

Neuwied. „Kunst und Kultur sind kein Luxusgut. Sie sind Grundwerte unserer Gesellschaft – vielleicht in Krisenzeiten mehr denn je“, stellte der Landrat dabei klar. Kunst sei eine eigenständige Form des Diskurses innerhalb der Gesellschaft und könne diese „als Ganzes erfreuen und bereichern“. Sie böten zudem Orte, in denen auch demokratisches Selbstverständnis gelebt und bestärkt werden, machte er deutlich.

Rainer Roßbach ist in Linz am Rhein aufgewachsen und lebt dort mit seiner Familie. Von 1978 bis 1984 studierte er freie Grafik/künstlerische Druckgrafik an der Bergischen Universität Wuppertal. Seit 1985 ist er freischaffend und zeigt seine Werke in Einzel- und Gruppenausstellungen. Seit vielen Jahren präsentiert er seine Druckgrafiken auch in der Jahreskunstausstellung mittelrheinischer Künstler im Roentgen-Museum.

Rainer Roßbach arbeitet mit Zeichen und Strukturen, die im zivilisatorischen Raum entstehen und sich wieder auflösen. Diese benennt er als »Typografie«. Seine Arbeit ist insofern Typografie, weil sie die Wandlung von Ordnungen untersucht. Das ungeordnete Chaos an „rohen Daten“ wird interpretiert, um sie in eine temporär geordnete Wirklichkeit zu transformieren.

Herbert Höcky aus Remagen studierte von 1967 bis 1973 an der Werkkunstschule Mannheim und war dort Meisterschüler bei Hans Nagel. 1972 erhielt er den Förderpreis der Stadt Ludwigshafen. Seit 1973 wirkt er als freischaffender Künstler und führt Einzelausstellungen durch beziehungsweise beteiligt sich an Gruppenausstellungen im In- und Ausland. Auch Herbert Höckys Werke waren bereits in den Jahreskunstausstellungen des Kreis-Museums zu sehen.



Die Arbeiten Herbert Höckys zeichnen sich durch konkrete Formen aus. Ihre Gestaltung bezieht sich auf mathematische Gegebenheiten, die in ihrer Anwendung sowohl auf strengen Regeln als auch auf dem Zufallsprinzip beruhen. Die Arbeiten bedienen sich dem Konzept der Wiederholung, der Schichtung und Überlagerung. Ein wesentliches Erkennungsmerkmal der Skulpturen Höckys entsteht durch den Einsatz weißer und grauer Farbe, um die Formen herauszuheben und eine Einheit zu bilden.

Die Ausstellung ist bis Sonntag, 17. April, im Roentgen-Museum Neuwied, Raiffeisenplatz 1a, zu sehen. Das Museum ist dienstags bis freitags von 11 bis 17 Uhr und am Wochenende von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 3 Euro, ermäßigt 2 Euro. Samstags ist der Eintritt frei. Es gelten die 3G-Regeln. (PM)


Mehr dazu:   Veranstaltungstipps  
Lokales: Neuwied & Umgebung

Jetzt Fan der NR-Kurier.de Lokalausgabe Neuwied auf Facebook werden!

Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
     


Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus der Kultur


Michaela Abresch verriet das Geheimnis von Dikholmen nicht

Dierdorf. Die Autorin erklärte, dass die Lesung durchaus etwas Besonderes sei, obwohl sie bereits zum fünften Mal in der ...

Michaela Abresch liest in der Alten Schule in Dierdorf

Dierdorf. Musikalisch begleitet wird Michaela Abresch bei ihrer Premierenlesung von Uwe Wagner, Hang-Percussion.

Der ...

Offene Ateliers mit 17 Stationen in der Kulturstadt Unkel

Unkel. In den vergangenen Jahren siedelten sich zahlreiche Kreative in Unkeler Ladenlokalen und Werkstätten an, von der Idee ...

Öffentliche Führung im Roentgen-Museum mit Museumsdirektorin Jennifer Stein

Neuwied. Aktuell zeigt das Roentgen-Museum Neuwied einen Überblick über die Kunstsammlung der Museums-Stiftung Krüger in ...

"An den Mond": Eine lyrische Reise in die unergründeten Geheimnisse des Firmaments

Neuwied. Die Faszination für den Nachthimmel und insbesondere den Mond ist so alt wie die Menschheit selbst. Mit ihrer Lesung ...

Buchtipp: „Das Böse in mir“ von Tina Hüsch & Ulrich Heidenreich

Bad Marienberg/Dierdorf. Wer sich auf die Künstler einlässt, erfährt, dass das Böse in den Menschen nicht zwangsläufig schlecht ...

Weitere Artikel


Forderung der "DSTG Rheinland-Pfalz": Schneller finanzieller Ausgleich bei Dienstfahrten

Region/Rheinland-Pfalz. Schon vor dem kriegsbedingten Anstieg der Kosten hätten diese jedoch schon nicht zur Deckung ausgereicht, ...

Waldbreitbach entscheidet über künftige Projekte

Waldbreitbach. „Unsere Mitmachkampagne 'Dein Waldbreitbach. Deine Ideen.' fand bisher große Aufmerksamkeit. Das haben wir ...

Ukraine-Hilfen: Steuerliche Erleichterungen bei Unterstützung der vom Krieg Betroffenen

Neuwied. Diese Sonderregelungen zielen unter anderem darauf ab, steuerliche Erleichterungen für Spenden und Spendenaktionen ...

Westerwälder Rezepte: Omas echte und falsche Markklößchen

Region. Für die Rinderbrühe werden entweder Rinderknochen mit Suppengemüse und Salz in reichlich Wasser gekocht, oder man ...

Wohnraum für Menschen mit geringem Einkommen schaffen

Neuwied. Seit dem Jahreswechsel haben sich, um dieses Anliegen wahrnehmbar in Neuwied zu etablieren, auf Initiative von Hildegard ...

Diakonie-Treff in Puderbach - Umzug in neue Räume

Puderbach. Nach einigen Wochen Renovierung und Umgestaltung konnten im Februar wieder alle Selbsthilfegruppen, die offenen ...

Werbung