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Nachricht vom 21.03.2022    

Der komplette Fuhrpark soll klimafreundlich werden

Der Kreis Neuwied und seine Abfallwirtschaft nehmen den Umwelt- und Klimaschutz ernst. Besonders interessiert sind sie an innovativen Technologien. Neben der Nutzung von Photovoltaik- und Solarthermieanlagen auf den Dächern der Abfallwirtschaft soll auch die Flotte des Tochterbetriebs auf klimaschonende Antriebe umgestellt werden.

Von links: Umwelt-Referatsleiterin Ina Heidelbach, Landrat Achim Hallerbach, die externe Klimaschutzmanagerin Tanja Reichling von der Transferstelle Bingen, Abfallwirtschafts-Vorstand Jörg Schwarz und Petra Knopp (Technische Leitung). Foto: privat

Kreis Neuwied. „Wir sind uns unserer Vorbildfunktion sehr bewusst und möchten als Vorreiter den Ausbau und die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien vorantreiben“, unterstreicht Landrat Achim Hallerbach. Er fügt an, dass dieses Umdenken dadurch auch in weitere Sektoren getragen werden soll.

Aktuell hat die Abfallwirtschaft bereits ein E-Servicefahrzeug angeschafft, in Kürze soll ein weiterer Diesel-Dienstwagen gegen ein E-Auto ausgetauscht werden. Mit ihren Fahrzeugen auf Abfallentsorgungsanlagen, Deponien und Wertstoffhöfen sowie in der Verwaltung und Logistik hat die Abfallwirtschaft aber einen Bestand, bei dem laut der externen Klimaschutzmanagerin Tanja Reichling „aufgrund der Größe noch enorme Potenziale zur CO₂-Einsparung zu erwarten sind“. Um diese zu erschließen, soll nun eine Machbarkeitsstudie erstellt werden. Der Kreis-Ausschuss für Klimaschutz, Energie und Ressourcenwirtschaft (kurz: KER) stimmte in seiner jüngsten Sitzung einer Verwaltungsvorlage geschlossen zu, die vorsieht, dass sich die als eigenständige Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) agierende Abfallwirtschaft und die Stabsstelle für Umwelt-/Klimaschutz bei der Kreisverwaltung den Eigenanteil in Höhe von circa 32.000 Euro teilen.




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Konkret soll für jedes Fahrzeug eine Substitutionsempfehlung unter technisch, ökologisch und ökonomischen Gesichtspunkten herausgearbeitet werden. Das Ziel ist langfristig, den kompletten Fuhrpark auf klimaschonende Antriebe umzustellen, um dadurch einen Beitrag zur Erreichung der regionalen und nationalen Klimaschutzziele zu leisten.

Die Erstellung der Studie wird vom Bundesamt für Güterverkehr nach der Richtlinie des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Für die Erstellung wurde das IfaS (Institut für angewandtes Stoffstrommanagement) vom Umwelt-Campus Birkenfeld beauftragt, welches ebenfalls kürzlich die „Roadmap“ als Fahrplan für sämtliche zukünftigen Klimaschutzaktivitäten im Landkreis Neuwied erstellt hat. Nach dem vorgegebenen Zeitrahmen ist die Fertigstellung der Studie für Mai 2022 geplant.


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