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Nachricht vom 15.03.2022    

Schützentreffen im Zeichen der Krisenbewältigung

In der Außenwahrnehmung werden Schützenbruderschaften für gewöhnlich mit Feiern und Festen bei Wettbewerben auf Holzvögel und Schießscheiben in Verbindung gebracht. Christian Scheinost referierte beim Bruderschafts-Tag der historischen Deutschen Schützenbruderschaften im Landkreis Neuwied.

Die drei Schützenbezirke des Landkreises Neuwied: Diesjähriger Ausrichter Bezirk „Linz-Neuwied“ mit Jörg Weidenbach, Bezirksbundesmeister Uwe Walkenbach und die Bundesmeister Dieter Werner, Bezirk „Burg Altenwied“ und Klaus Wittlich Bezirk „Wied“ mit Bezirkspräses Christian Scheinost. Fotos: Thomas Herschbach

Hausen. Dass demgegenüber auch ein innerer Kern aus dem Beschützen von Werten und Bindungen wesensprägend für die Vereine der Zielgenauigkeit ist, zeigte kürzlich der Bruderschafts-Tag der historischen Deutschen Schützenbruderschaften im Landkreis Neuwied in Hausen/Wied.

Glaube, Sitte und Heimat haben sich die Bruderschaften auf ihre Fahnen geschrieben und so hatten sich in Gegenwart von MdB Erwin Rüddel und des 1. Kreisbeigeordneten Michael Mahlert rund 65 Schützenschwester und -brüder der drei Schützenbezirke des Landkreises zur inneren Einkehr im Dorfgemeinschaftshaus eingefunden. Die Wahl des Ortes schien ein Spiegelbild für die verbindend-zuversichtlichen Inhalte des Impulsreferats von Bezirkspräses Christian Scheinost gewesen zu sein: „Die Krise als Chance zur Bewältigung des Lebens“.

Da Veränderungen eines der schwierigsten Settings menschlichen Lebens darstellen würde, liege die Gefahr nahe, dass Betroffene damit nicht zurechtkämen und in eine Abwärtsspirale gerieten, aus der kein Entkommen drohe, analysierte der Bezirkspräses. Wichtig sei es, zu einer inneren Stabilität zu finden – hier gäben etwa der Glaube und menschliche Bindungen wie über Vereine Halt.



Gerade in Zeiten politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Umwälzungen, bedürfe es einer gesunden mentalen Widerstandskraft, die sich antrainieren lasse, so Scheinost, der dazu ermunterte, bei allem Übel „nicht den Kopf in den Sand zu stecken“. „Glauben Sie an das Gute, auch an das Gute, was in Ihnen steckt“, erteilte Pfarrer Scheinost Pessimismus und Phlegma eine Absage.

Ein solch positives Selbstbewusstsein des Einzelnen wirke wiederum beispielgebend auf andere und trage somit auch Gemeinschaften wie eine Schützenbruderschaft durch schwierige Zeiten. „Alles im Leben macht Sinn, gerade auch die schlechten Erfahrungen und eine Lösung gibt es immer“, gab Pfarrer Scheinost den versammelten Schützen als Losung mit auf den Weg hinaus in den strahlenden Sonnenschein vor dem Dorfgemeinschaftshaus.

Begonnen hatte der Bruderschafstag mit einem Friedensgebet vor allem für die Opfer und Betroffenen des Krieges gegen die Ukraine.





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