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Nachricht vom 04.03.2022    

Neuwieder Hospiz e.V. und Ambulantes Hospiz Neuwied feiern Geburtstag

Seit 25 Jahren besteht das Neuwieder Hospiz als eingetragener Verein und vor 23 Jahren nahm das Ambulante Hospiz seine Tätigkeit auf. Ziel: Persönliche Beratung und Betreuung von Sterbenskranken mit vielfältigen Angeboten durch mehr als 100 ehrenamtlich tätige Trauerbegleiterinnen.

Von links: Bildungsbeauftragte Heidi Hahnemann; Leiterin des Ambulanten Hopizes Anita Ludwig, Isabelle Fürstin zu Wied, Vereinsvorsitzender Hans-Peter Knossalla. Fotos: Jürgen Grab

Neuwied. Die Hospizbewegung mit ihren vielfältigen Angeboten nahm vor 25 Jahren in Neuwied konkrete Formen an, als sich ein eingetragener Verein unter der Bezeichnung "Neuwieder Hospiz" gründete. Sein Ziel sollte sein, schwerstkranken und sterbenden Menschen mit ihren körperlichen, psychischen, sozialen und spirituellen Bedürfnissen Hilfen und persönliche Begleitung anzubieten.

Wie der derzeitige Vorsitzende Hans-Peter Knossalla bei einer kürzlich anberaumten Medienkonferenz berichtete, erfolgte im August 1997 die Gründung des Vereins in Neuwied durch eine Gruppe von 20 engagierten Menschen aufgrund einer Initiative von Bruder Ulrich Schmitz von den Franziskanern, der sich unter anderen die Neuwieder Bürgerinnen und Bürger Rosemarie Klein, Elisabeth Adrian, Anne Peters-Rahn, Dr. Ingrid Stollhof und Caterina Schneider anschlossen, um mit dem Focus auf entsprechende Sterbe- und Trauerbegleitung sowohl die Schwerstkranken und Sterbenden, als auch die betreuenden Angehörigen zu unterstützen, wobei sich die Trauerbegleitung heute sowohl auf Erwachsene als auch auf Kinder erstreckt. Zwei Jahre später erfolgte die Gründung, unter der Firmierung des gemeinsamen Trägers der Sankt Elisabeth GmbH Waldbreitbach, des Ambulanten Hospiz Neuwied, das heute seinen Sitz in einem Gebäude in der Neuwieder Engerser Straße 55 hat und von der Marienhaus-Kliniken GmbH in Waldbreitbach getragen wird.

Die Hospiz-Leitung hat Anita Ludwig inne, während die Aus- und Weiterbildung der mehr als 100 aktiven Trauer-(Hospiz-)begleiter und -begleiterinnen von der Bildungsbeauftragten Heidi Hahnemann organisiert wird. In den Räumen der Engerser Straße und weiteren Räumlichkeiten auch im Kreis, sind vier hauptamtliche Hospizfachkräfte und eine Büroangestellte tätig, wobei sowohl die jeweilige Betreuung durch entsprechende Seminare vorbereitet als auch die jeweilige professionelle Tätigkeit durch stetige Supervision begleitet wird.

Wie Anita Ludwig und Heidi Hahnemann beim Gespräch mit Medienvertretern erläuterten, setzen sich die ehrenamtlich-tätigen Trauerbegleiter dafür ein, dass schwerkranke Menschen mit ihren körperlichen, psychischen, sozialen und spirituellen Bedürfnissen Hilfe und Begleitung finden und sterbende Menschen ihren letzten Weg mit größtmöglicher Lebensqualität und Autonomie gehen können. Zudem sollen Angehörige und Freunde beim Abschiednehmen und in ihrer Trauer begleitet und unterstützt werden.

Wichtig ist beiden Hospiz-Verantwortlichen und dem Vereinsvorsitzenden, die Idee der Hospizbewegung in der Öffentlichkeit entsprechend zu manifestieren, damit diese ihren entsprechenden Stellenwert in der Gesellschaft erhält. In einer ausführlichen Beschreibung heißt es unter anderem, dass die Hospiz- und Palliativfachkräfte die betroffenen Menschen und Familien persönlichkeitsgerecht und fachlich gut beraten und den Einsatz der zahlreichen ehrenamtlich tätigen Menschen der Situation entsprechend koordinieren sollen.



Wie Anita Ludwig weiter darlegte, ist es von großer Bedeutung, dass sterbende Menschen ihren letzten Weg mit größtmöglicher Lebensqualität und Autonomie gehen können. "Dabei soll ihre Würde ohne Ansehen ihrer Herkunft, Religion, sozialen Stellung und Nationalität respektiert und Angehörige und Freunde beim Abschiednehmen und in ihrer Trauer begleitet werden." Schließlich betonten die Einrichtungsleiterin Anita Ludwig und Vereinsvorsitzender Hans-Peter Knossalla, dass zwar die ehrenamtliche Tätigkeit zahlreicher, engagierter Männer und Frauen und die der professionellen Fachkräfte nicht hoch genug einzuschätzen sind und zudem von Kommunen und Krankenkassen unterstützt werden, dass aber die Arbeit des Ambulanten Hospizes unbedingt auch auf weitere Spenden angewiesen ist.

Dabei bedankt sich der Vereinsvorsitzende bei den zahlreichen Vereinen, Firmen und anderen Institutionen, die bereitwillig auch höhere Spendengelder zur Verfügung stellen. Ebenso sind weitere ehrenamtliche Helfer und Helferinnen herzlich willkommen, um das Team der Trauerbegleiter zu ergänzen und die Gruppe der Frauen und Männer aus dem Kreis Neuwied wirkungsvoll zu unterstützen. Haupt- wie ehrenamtlich tätige Menschen fühlen sich der Hospizidee verpflichtet und alle gemeinsam wollen daran mitarbeiten, in absehbarer Zeit ein stationäres Hospiz installieren zu können.

Isabelle Fürstin zu Wied ist "Schirmdame" des Ambulanten Hospizes in der Engser Straße und der Hospiz-Idee und den Worten der Vorkämpferin dieser richtungsweisenden Bewegung, Cicely Saunders, besonders verbunden. Die sagte einst, "dass all die Freunde und Freundinnen hospizlich-häuslicher Begleitung alles dafür tun wollen, dass die betroffenen Menschen nicht nur in Frieden sterben, sondern auch bis zuletzt im häuslichen Umfeld leben können".

"Das Ambulante Hospiz Neuwied und der Neuwieder Hospizverein haben es sich zur Aufgabe gemacht, einem zunehmenden Bedürfnis nach häuslicher Betreuung vor einem möglichen baldigen Tod nachzukommen und Ansätze und Lösungen zu finden, auf welche Weise Sterbenden ein entsprechender Wunsch erfüllt werden kann", betonte die Fürstin, wobei sie allen ehrenamtlich tätigen Trauerbegleitern und -begleiterinnen für ihre verantwortungsvolle Tätigkeit herzlich dankte. (jüg)



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