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Nachricht vom 26.02.2022    

Mehrere hundert Menschen demonstrieren in Neuwied gegen Krieg in der Ukraine

Von Wolfgang Tischler

In vielen deutschen Städten gab es am heutigen Samstag (26. Februar) Demonstrationen gegen den russischen Angriff auf die Ukraine, so auch in Neuwied. Aufgerufen hatten das Bündnis 90/Die Grünen. Um 11 Uhr gab es eine rund einstündige Mahnwache in Neuwied auf dem Luisenplatz am Fahnenhügel.

Fotos von der Mahnwache von Josef Dehenn

Neuwied. Dem Aufruf der Grünen waren mehrere hundert Menschen gefolgt und brachten ihren Unmut gegen die russische Invasion in die Ukraine mit Plakaten und Bannern zum Ausdruck. Dem Aufruf waren Politiker unterschiedlicher Parteien, Eirene, Puls of Europe, Amnesty International und weitere Gruppierungen gefolgt.

Die Redner verurteilten den russischen Präsidenten Wladimir Putin, der in der Nacht zum 24. Februar den Militäreinsatz in der Ukraine genehmigt und befohlen hat. Damit habe er den Krieg zurück nach Europa gebracht. Putin hat mit den elementarsten Regeln der internationalen Ordnung gebrochen, hieß es übereinstimmend in den Reden. Die Gedanken waren bei den Menschen in der Ukraine und ihnen galt die volle Solidarität der Teilnehmer.

Gemeinsam sangen die Teilnehmer Lieder, unter anderem "Imagine" von John Lennon. Das Lied entstand während des Vietnamkrieges, im März 1971, hat sich zu einem ewigen Protestsong entwickelt, ist ein Aufruf für den Frieden und gilt als eine Hymne der Friedensbewegung.




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Oberbürgermeister Jan Einig (CDU) verurteilte den russischen Angriff der Ukraine scharf: „Wir fühlen uns nicht nur überrumpelt, sondern wir fühlen uns auch alle unsicher. Krieg ist das Allerletzte und überhaupt kein Mittel, um irgendetwas durchzusetzen.“ Einig forderte Putin auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und drückte das Mitgefühl der Stadt für alle Betroffenen des Krieges in der Ukraine aus. Flüchtlinge werden selbstverständlich von Neuwied aufgenommen werden und ihnen wird Schutz gewährt. Ähnlich äußerte sich auch die Landtagsabgeordnete Lana Horstmann (SPD) in ihrer Rede.

Die Polizei Neuwied teilte ergänzend mit, dass die Mahnwache sehr friedlich verlief und es aus polizeilicher Sicht keine Beanstandungen gab. (woti)






Lokales: Neuwied & Umgebung
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