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Nachricht vom 28.01.2022    

Von Seelenpflastern und heilenden Händen: Das Team hinter Sophia Junk

Auf dem Papier ist die Leichtathletik - mit Ausnahme der Staffelwettbewerbe - eine Individualsportart. Und doch steckt hinter den erbrachten Leistungen ein ganzes Team, das gemeinsam an einem Strang zieht und Anteil an den Erfolgen hat.

Sophia Junk. Foto: privat

Neuwied. Sophia Junk feierte in der Saison 2021 einige herausragende Erfolge. Die Sprinterin der LG Rhein-Wied gewann bei der U23-EM Silber über 200 Meter, den Titel mit der 4x100-Meter-Staffel und triumphierte bei der U23-Heim-DM in Koblenz über 100 und 200 Meter. Die 22-Jährige stellt das Team vor, das ihr auch in der neuen Saison den Rücken stärkt. Diese beginnt für Sophia Junk am Samstag, 29. Januar 2022 bei einem internationalen Hallenmeeting in Sindelfingen.

Martin Schmitz (Heimtrainer): Martin hat zu 100 Prozent Anteil an dem Erfolg, den wir haben. Der Heimtrainer eines jeden Athleten steht genauso lange und bei dem schlechtesten Wetter auf der Bahn wie der Sportler. Martin ist immer dabei, er opfert die gleiche Zeit wie der Leistungssportler - wenn nicht sogar noch mehr. Ich erinnere mich an die Situation während des Corona-Lockdowns, als wir hier nicht trainieren konnten und er mich zweimal pro Woche nach Frankfurt gefahren hat. Umso schöner fand ich es, dass ich bei der U23-EM auch eine Medaille für den Trainer bekommen habe. Es ist nicht meine Medaille, es ist unsere Medaille. Wir haben am ersten Tag gemerkt, dass es zwischenmenschlich passt. Er hat immer den bestmöglichen Weg für mich gewählt, und dem Talent, das er in mir gesehen hat, eine Chance gegeben. Seine entspannte und ruhige Art, die sicherlich aus seiner Erfahrung und seinen vielen Erfolgen resultiert, überträgt sich auf den Athleten. Mir selbst kann es manchmal nicht schnell genug gehen. In dieser Hinsicht ergänzen wir uns sehr gut. Keine Situation würde Martin zur Weißglut bringen oder aus der Bahn werfen. Wir finden immer eine Lösung und er gibt mir die Zuversicht, dass wir alles hinbekommen. Immer wieder neue Trainingsansätze, um die Leistungen noch einmal zu optimieren, machen die Zusammenarbeit mit ihm aus. Egal was es ist, ich kann immer zu Martin gehen. Mit einem Rat von ihm, kann ich immer etwas anfangen. Meine Dankbarkeit kann ich überhaupt nicht in Worte fassen.

Gilani Lück (Physiotherapeut): Gilani ist bereits seit dem Jahr 2015 mein Sportphysiotherapeut. Aufgrund seiner aufgeweckten und lustigen Art sowie seiner Kompetenz fühle ich mich seit dem ersten Tag super wohl bei ihm. Therapeutisch befinde ich mich bei ihm in besten Händen. Teilweise kennt er meinen Körper inzwischen besser als ich selbst. Egal, ob ich ihn an Sonntagen oder Feiertagen anrufe - Gilani hat auf seiner Physiobank immer ein Plätzchen für mich frei und Ideen, wie er meinem Körper bei der Regeneration helfen kann, was ich sehr an ihm schätze. Die Vertrauensbasis, die sich aufgebaut hat, ist großartig.

Christoph Klein (Osteopath, Neuro-Athletiktrainer): Christoph hat der LG Rhein-Wied im Jahr 2019 seine Kompetenzen vorgestellt. Als ich gefragt wurde, ob ich mich mit ihm dem Bereich der Neuroathletik annehme, haben wir sein Konzept besprochen, und er stellte mir überhaupt erst einmal vor, was Neuroathletik überhaupt ist. Ich bin immer offen für neue Sachen. Inzwischen gehört er als fester Bestandteil zu meinem medizinischen Team, weil ich für mich entdeckt habe, dass seine osteopathischen Behandlungen in Kombination mit den physiotherapeutischen Behandlungen von Gilani Dysbalancen frühzeitig ausgleichen. Christoph ist unheimlich wissbegierig und fiebert mit dem Sportler mit.

Markus Paquée (Mentalcoach): Unsere Zusammenarbeit hat Ende 2016 begonnen, als er eine Coaching-Ausbildung begonnen und mich als ,Versuchskaninchen' für ein paar praktische Übungen ausgesucht hat. In diesen Tests haben wir festgestellt, dass sich daraus eine feste Zusammenarbeit ergeben kann. Markus weiß als Mentaltrainer sehr viel von meinem Privatleben, ich vertraue ihm zu 100 Prozent. An meinem Erfolg hat er wahnsinnigen Anteil, weil er mir Strategien aufgezeigt hat, mit denen ich viel besser mit Aufregung, Anspannung, Motivation und Misserfolg im Leistungssport umgehen kann. Seit neuestem machen wir auch Hypnose, um den Fokus noch besser auf bestimmte Dinge richten zu können. Auch abgesehen vom Sport, hat er durch seine sehr offene und entspannende Art immer einen Rat für mich - auch fürs Privatleben. Er sieht, wenn bei mir etwas nicht läuft. Dann kann ich mich bei ihm ,auskotzen', und er versucht immer mit mir Lösungswege zu finden. Manchmal ist Markus für mich so etwas wie ein Seelenpflaster.

Patrick Briel (Sportmediziner und Orthopäde) und Sabine Anders (Physiotherapeutin): Die beiden gibt es glaube ich nur im Doppelpack. Zwischen der Praxis, in der Patrick arbeitet, und den Top-Athleten der LG Rhein-Wied besteht eine Kooperation. Es ist unglaublich, wie schnell man Patrick erreicht, wenn man ihn braucht. Die Gesundheit und das Wohlergehen der Sportler stehen bei ihm an erster Stelle. So glücklich er ist, wenn wir nicht zu ihm kommen müssen, weil wir dann nicht verletzt sind, so motiviert und engagiert ist er, wenn wir ihn brauchen. Er steckt sein komplettes Herzblut in die Behandlungen, um die Athleten so schnell wie möglich wieder auf die Bahn zu bringen. Die Therapie von Sabine hat mir in Kombination mit den Behandlungen von Patrick immer geholfen. Sabine hat Wunderhände. Ihre harmonische Ausstrahlung überträgt sich immer auf den Athleten. Beide sind meine Retter in der Not. Wenn ich verletzt bin, sind sie nicht mehr wegzudenken.



Achim Bersch und der Leichtathletik-Verband Rheinland (LVR): Der LVR ist seit Jahren ein Sponsor von mir und ein Landesverband, der sich für die Athleten einsetzt. Achim Bersch als LVR-Geschäftsführer ist der Frontmann, an dem ich schätze, dass er immer ein offenes Ohr hat und sich immer mit vollem Engagement dafür einsetzt, dass es den Athleten im Landesverband gut geht. Es ist gut zu wissen, einen Landesverband und einen Geschäftsführer zu haben, dem das Wohl der Sportler an erster Stelle steht.

Uli Knapp (Athletenmanager): Mein Heimtrainer Martin Schmitz hat im Jahr 2019 den Kontakt zu Uli geknüpft. Er organisiert Startplätze für Meetings und ist unter anderem für den Bereich der Antrittsprämien und Preisgelder zuständig. Heutzutage kommt man nur noch in Meetings rein, wenn man einen lizenzierten Manager hat. Ich schätze sein Engagement, mit mir einen passenden Wettkampfplan zu gestalten sowie seine Ruhe, Erfahrung und Flexibilität. Außerdem ist Uli ein wichtiger Ansprechpartner in Sachen Marketing und Sponsoringverträgen.

Ronald Stein (Bundestrainer) und Deutscher Leichtathletik-Verband: In Verbindung mit der DLV-Berufung in den Bundeskader habe ich viele neue Möglichkeiten bekommen. Dazu finanziert der Verband uns zum Beispiel Trainingslager und Kader-Maßnahmen. Zu Ronald Stein, meinem leitenden Sprint-Bundestrainer haben ich einen guten Kontakt. Er interessiert sich sehr für die Entwicklung der Athleten und steht in einem engen Austausch mit den Heimtrainern. Ganz besonders dankbar bin ich auch Thomas Kremer, dem Bundestrainer während meiner Jugendzeit. Explizit haben wir bei Thomas Kremer und Ronald Stein in Einklang mit den Biomechanikern das Staffel-Laufen gelernt. Nach den ganzen Erfolgen der vergangenen Jahre kann man sagen, dass das erfolgreich geklappt hat. Zum DLV gehört natürlich auch das medizinische Kompetenzteam, das mit uns um die Welt reist, um uns immer gesund und fit zu halten.

Sponsoren: Ab einem gewissen Punkt ist der Leistungssport teuer, und deshalb tragen auch meine Sponsoren, die ich in den vergangenen Jahren gewinnen konnte, einen Teil zu meinen Erfolgen bei. Man muss sich finanzieren können, braucht Equipment, ein Auto, mit dem man von A nach B fahren kann und Partner, die einen auf unterschiedliche Art und Weise unterstützen, um sorgenfrei dem Leistungssport nachgehen zu können. Puma stattet mich mit 1a Textilien und Schuhen aus. Das Verhältnis zu dieser Top-Marke ist sehr familiär. Das Autohaus Scherhag stellt mir seit dem Jahr 2018 wunderbare Autos zur Verfügung. Gerade als Minderjährige, als man noch auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen war, wusste ich diese Unterstützung schon sehr zu schätzen. Der LVR, der Landessportbund und die Sporthilfe Rheinland-Pfalz, mittlerweile Hauptsponsor, setzen das Wohlergehen des Sportlers an erste Stelle. Auch die Sporthilfe unterstützt mich nicht nur finanziell, sondern auch materiell sowie durch die Vermittlung von Kontakten. Eine genauso wichtige Rolle spielt der Olympiastützpunkt, dessen Netzwerk mir zugutekommt und der tolle Trainingsmöglichkeiten sowie sportmedizinische Untersuchungen bietet. In meinem Heimatverein LG Rhein-Wied fühle ich mich seit meinem Wechsel im Jahr 2015 super wohl. Der Verein arbeitet ständig an Weiterentwicklungen. Dort habe ich ein Top-Trainerteam sowie eine Top-Anlage. Auch die neue Leichtathletikhalle aus eigener Kraft ins Stadion gestellt zu haben, ist super. Viele Dienst- und Serviceleistungen werden im Hintergrund erledigt, was es dem Athleten einfacher macht. Die Stiftung Deutsche Sporthilfe ist einhergehend mit dem Bundeskader-Status des Deutschen Leichtathletik Verbands und unterstützt uns ebenfalls finanziell und materiell. Mit „neprosport“ steht mir ein Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln zur Seite, der mir kostenlos Produkte zur Verfügung stellt, die zum Beispiel eine bessere Regeneration ermöglichen.

Familie und Freunde: Der Leistungssport ist ein großer Zeitfresser. Ich habe mir das ausgesucht, und es macht mir unglaublich viel Spaß, den Leistungssport tagtäglich auszuüben. Das ist aber auch nicht immer so rosig, wie es nach außen scheint. Für den Leistungssport musste ich in jungen Jahren auf Vieles in meinem Privatleben verzichten. Mit 16 Jahren bin ich zu Hause ausgezogen, habe meinen Freundeskreis und die Familie zurückgelassen. Freunde und Familie muss man im Alltag - so hart es auch klingt – dazwischenquetschen. Man braucht einen strukturierenden Tagesablauf, um Treffen mit Familie und Freunden planen zu können. Hätte ich eine Familie und einen Freundeskreis, die gegenüber dem Leistungssport nicht so tolerant eingestellt wären, würde sich das alles schwierig gestalten. Bei mir finden es alle zu 100 Prozent super, was ich mache. Sie stehen dahinter, unterstützen mich immer, fiebern mit und fangen mich auf, wenn es einmal nicht so gut läuft.

Trainingsgruppe: Im Jahr 2015 habe ich bei der LG Rhein-Wied in einer ganz anderen Trainingsgruppe angefangen als die, der ich inzwischen angehöre. Im Gesamten sind wir eine junge, aufgeweckte Gruppe, in der es momentan super viel Spaß macht. Die anderen stehen immer hinter mir. Viele sind inzwischen Freunde geworden. Wir freuen uns füreinander und miteinander. Das ist viel wert.


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