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Nachricht vom 18.01.2022    

Die SGD Nord rät: Wasservögel besser nicht füttern

Viele haben es sicher einmal selbst gemacht: Das beliebte Enten füttern. Insbesondere Kinder suchen so den Kontakt zu den frei lebenden Tieren. Dass diese beliebte Freizeitbeschäftigung die Wasservögel auch krank machen kann, ist den Meisten allerdings nicht bekannt. Experten haben festgestellt, dass die Fütterung für die Wasservögel überflüssig und sogar gesundheitsgefährdend ist.

Wasservögel, wie diese Stockente, benötigen kein zusätzliches Futter. Foto: Wolfgang Tischler

Koblenz. Darauf weist die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord als zuständige Behörde für den Artenschutz des Landes hin.

Vor allem Wasservögel wie Stockenten, Höckerschwäne oder auch die Graugänse freuen sich über die nett gemeinte Futtergabe. Also warum die Zeit mit der aufwendigen Futtersuche verbringen, wenn es doch die kleinen Brotstücke gratis gibt?

Es gibt viele Gründe, Wasservögel nicht zu füttern: „Durch die Fütterung verändern die Tiere ihr Verhalten und verbringen mehr Zeit damit, sich auszuruhen, anstatt selbst auf Futtersuche zu gehen. Außerdem führt die artfremde, oft zu salzige oder zuckerreiche Ernährung zu gesundheitlichen Problemen“, sagt Wolfgang Treis, Präsident der SGD Nord.

Stockenten-Küken benötigen beispielsweise viel tierisches Eiweiß für ihr Gefieder und das Wachstum. Erhalten sie dieses nicht, kühlen sie sehr schnell aus und geraten so in Lebensgefahr. Viele Wasservögel leiden durch das falsche Futter auch unter einer gestörten Darmflora und Darmentzündungen. Übrig gebliebene Essensreste begünstigen zudem die Population von Ratten, die wiederum die Gelege und Jungvögel fressen. Dies sind nur einige gute Gründe, Wasservögel besser nicht zu füttern. Aufklärung hilft hier weiter! Auch Kinder lernen sehr schnell, wie sie wilden Tieren wirklich helfen können und was gut oder schlecht für sie ist. Und sollte der kleine Sprössling gar nicht locker lassen: Lieber einige Weizenkörner und Salat mitnehmen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.sgdnord.rlp.de.


Mehr dazu:   Naturschutz  
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