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Nachricht vom 16.01.2022    

Weiterhin Tauziehen um Gymnasium Nonnenwerth

Mit einem offenen Brief vom 13. Januar haben sich der Bürgermeister der Stadt Remagen und der erste Kreisbeigeordnete des Kreises Ahrweiler an die Rheinland-Pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig gewandt und um Unterstützung für das Gymnasium Nonnenwerth gebeten.

Foto: privat

Nonnenwerth. Die Eltern der gut 500 Schüler haben dieser Tage die Kündigung zum Ende des Schuljahres erhalten. Daraufhin haben sich der Bürgermeister von Remagen Björn Ingendahl und der Erste Kreisbeigeordnete des Kreises Ahrweiler, Horst Gies, mit einem offenen Brief an die Ministerin Hubig gewandt. Der Brief hat nachstehenden Wortlaut:

„Sehr geehrte Frau Dr. Hubig,
am gestrigen Tag erhielten die Schülerinnen und Schüler des privaten Gymnasiums Nonnenwerth vom Schulträger die Kündigung ihrer Schulverträge zum Ende des laufenden Schuljahres. Den angestellten Lehrern wurde bereits vor einigen Wochen gekündigt. Schon seit mehreren Monaten schwebt die vom Träger angekündigte Schulschließung wie ein Damoklesschwert über der Schule mit ihrer 170-jährigen Tradition auf der Insel Nonnenwerth.

Wir, der Erste Kreisbeigeordnete des Kreises Ahrweiler und der Bürgermeister der Stadt Remagen, wenden uns heute mit der dringenden Bitte an Sie, sich persönlich für den Erhalt des privaten Gymnasiums Nonnenwerth in Remagen einzusetzen. Von den über 500 Schülerinnen und Schülern, die das Gymnasium derzeit besuchen, kommen fast 400 aus Rheinland-Pfalz.
Eine tatsächliche Schließung der Schule würde zu einem herben Verlust in der Schullandschaft im nördlichen Rheinland-Pfalz führen. Hinzu kommt, dass durch die Flutkatastrophe im Ahrtal die ohnehin schwierige Schulsituation im Kreis Ahrweiler unnötig dadurch weiter verschärft würde, dass rund 150 Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis zusätzlich in flutbetroffenen Schulen untergebracht werden müssten.




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Als Ergebnis eines durch die Unterzeichner initiierten runden Tisches Ende November 2021 mit dem Schulträger sowie Vertretern der Eltern-, Schüler- und Lehrerschaft, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, dem Bistum Trier, der Städte Remagen und Bad Honnef sowie der Kreise Ahrweiler und Neuwied, sollten Verhandlungen über eine Übernahme der Trägerschaft durch den neu gegründeten Verein „Rettet Nonnenwerth“ geführt werden. Leider kommen diese Verhandlungen aus unterschiedlichen Gründen nicht in Schwung. Gleichzeitig läuft die Zeit davon, was auch durch die nun ausgesprochene Kündigung der Schulverträge mehr als deutlich wird.

Frau Ministerin, wir bitten Sie nachdrücklich, sich persönlich für die schnelle Aufnahme ernsthafter Verhandlungen zur Übernahme der Trägerschaft einzusetzen und diese durch Mitarbeiter aus Ihrem Haus und der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion sachlich und fachlich begleiten zu lassen.

Es geht um nicht mehr und nicht weniger als um die Zukunft von 500 jungen Menschen und ihrer Familien und eine 170-jährige erfolgreiche Schulgeschichte.“


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