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Nachricht vom 23.12.2021    

Westerwaldwetter: Grüne Weihnachten

Von Wolfgang Tischler

Über Deutschland liegt derzeit eine Wettergrenze. Im Westerwald ist die Warmfront von Tief Per wetterbestimmend, ein Stück weiter östlich und nördlich dominiert arktische Kaltluft. Diese trennende Linie verschiebt sich ständig. Wie es aktuell aussieht, bleiben wir im Westerwald auf der warmen Seite.

Schnee ist nicht in Sicht. Foto: Helmi Tischler-Venter

Region. Diese Woche konnten wir die Wintersonnenwende feiern. Leider nur im kleinsten Kreis. Auf der Nordhalbkugel der Erde erreichte die Sonne den Winterpunkt am 21. Dezember um 16:59 Uhr MEZ. An diesem Tag hat die Sonne die geringste Mittagshöhe über dem Horizont.

Jetzt werden die Tage wieder gleichmäßig länger, oder?
Von gleichmäßig kann keine Rede sein. Es gibt ein Plus der Tageslänge bis zum 21. Juni 2022, aber die Hälfte dieses Mehr fallen auf die Monate Februar und März. So werden bis Jahresende die Tage nur ganze vier Minuten länger. Im Januar sind es immerhin 64 Minuten und im Februar 90 Minuten. Diese Kuriosität entsteht dadurch, dass die Erde in einer elliptischen Bahn um die Sonne läuft. Sie ist daher nicht immer gleich weit von ihr entfernt.

Was sagen die Bauernregeln zu unserem Weihnachtswetter?
Hier heißt es: „Wenn Christkindlein Regen weint, vier Wochen keine Sonne scheint.“ Oder: „Wenn es ums Christfest ist feucht und nass, so gibt es leere Speicher und Fass.“ Eine Kurzfassung; „Grüne Weihnacht, weiße Ostern.“

Das versprechen die Wetterfrösche für die Weihnachtsfeiertage
Im Laufe des heutigen Freitags (23. Dezember) wird es langsam wärmer und die Temperaturen steigen in den Plusbereich. Der Wind frischt in der Nacht zum Samstag auf und kann im Westerwald bereits böig werden. Vereinzelt fällt Sprühregen. Die Temperaturen bleiben im Plusbereich.




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An Heiligabend bleibt es stark bewölkt und es kann etwas Regen fallen. Die Höchsttemperatur geht auf bis zu zehn Grad am Rhein und bis zu fünf Grad in Bad Marienberg hoch. In der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag kommt Regen auf, die Niederschlagsmenge liegt bei zwei bis drei Litern auf den Quadratmeter. Tagsüber gibt es ebenfalls einzelne Schauer. Es wird etwas kühler.

Der zweite Weihnachtsfeiertag kommt auch bedeckt bis stark bewölkt daher. Es bleibt weitestgehend trocken. Der Wind kommt schwach aus südlichen Richtungen. Die Tagestemperaturen liegen im Westerwald zwischen fünf und sieben Grad. Für die Zeit bis zum Jahreswechsel sagen die aktuellen Wettermodelle weiter Plusgrade für den Westerwald voraus. Aber es ist nicht ausgeschlossen, dass sich die Wettergrenze verschiebt und es bei uns kalt wird. Lassen wir uns überraschen. (woti)


Mehr dazu:   Wetter  
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