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Nachricht vom 24.11.2021    

Stadtspitze Neuwied will Impfkampagne noch ausbauen

Die Neuwieder Stadtspitze macht sich bereits seit Sommer für Impfaktionen stark. So regte Bürgermeister Peter Jung verschiedene Aktionen zu einer Zeit an, als viele dachten, die Corona-Pandemie sei kein großes Thema mehr.

Symbolfoto

Neuwied. Mehr als 30 Impfaktionen an so unterschiedlichen Standorten wie Moscheen und Supermärkten hat die Neuwieder Verwaltung seit Ende Juni auf die Beine gestellt – mit zumeist großem Erfolg. Doch noch nie war die Zahl der Impfwilligen so groß wie am vergangenen Freitag. In Kooperation mit der Praxis Dr. Dockhorn und dem mobilen Impfteam des DRK wurden an den beiden Standorten im Gewerbegebiet Distelfeld und am städtischen Jugendzentrum Big House mehr als 900 Menschen geimpft. Für Oberbürgermeister Jan Einig und Bürgermeister Peter Jung ist das jedoch kein Grund in dem Bestreben nachzulassen, möglichst viele Neuwieder mit Impfschutz versehen zu können.

„Natürlich sind wir mit dem Erreichten zufrieden“, erklären Einig und Jung, berichten aber gleichzeitig davon, dass die Verwaltung weitere Impfaktionen im gesamten Stadtgebiet vorbereitet. Diese sollen durch mobile Impfteams wie auch durch den Impfbus des Landes abgedeckt werden. Bürgermeister Jung sprich aber auch schon von einer „größeren Lösung“ für die Deichstadt. Bei diesem von der Verwaltung unterstützten Projekt habe Dr. Dockhorn die Federführung. Jung zeigt sich in diesem Zusammenhang verwundert über das Land, dass nun alles auf die kommunale Ebene verlagern will. „Ich habe bereits im Oktober zentrale Standorte in der Stadt einrichten wollen“, betont er, „doch dieses Ansinnen hat das Ministerium mit der Begründung zurückgewiesen, Neuwied dürfe kein eigenes Impfzentrum aufbauen“.

Jung und sein Impfteam sehen sich mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert. So ist Impfstoff nicht in ausreichendem Maß vorhanden, zudem verunsichere die BioNTech-Moderna-Diskussion die Bevölkerung. Auch in der Zahl der beteiligten Ärzte sieht er ein Problem. „Mein Dank gilt den bislang mobile eingesetzten Ärzten und ihren Kollegen, die in ihren Praxen impfen. Doch sie können die Aktionen nicht allein bewerkstelligen, es müssen sich noch mehr Ärzte bereit erklären, uns zu unterstützen“, fordert der Bürgermeister. Je höher die Zahl an Medizinern, desto größer die Chance „große Aktionen“ zu fahren, meint Jung; beispielsweise ein Impf-Wochenende in den Fahrzeughallen der Stadtwerke.



Für die nächsten Tage sind aber zunächst weitere Impfaktionen geplant:
- Freitag, 26. November, 9 bis 17 Uhr, auf der Kirmeswiese (statt wie zunächst geplant an der Deichwelle); Parkmöglichkeiten auf der Kirmeswiese und an der Eishalle; Impfstoffe: Johnson & Johnson, Biontech;
- Freitag, 26. November, 14 bis 18 Uhr, Café Auszeit an der Marktkirche, und
- Samstag, 27. November, 9 bis13 Uhr, Café Auszeit an der Marktkirche, Impfstoff jeweils Biontech;
- Mittwoch, 1. Dezember, 16 bis 19 Uhr, Bootshaus an der Rheinbrücke, Impfstoff: Moderna (nicht für Kinder geeignet).

Die Angebote richten sich an Neuwieder Bürgerinnen und Bürger. Mitzubringen sind Ausweis, Impfpass, Krankenkassenkarte und bei Minderjährigen eine Einwilligungserklärung der Erziehungsberechtigten.


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