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Nachricht vom 18.11.2021    

Neuwied bewirbt sich um das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“

Die Stadt Neuwied verpflichtet sich, die Rechte und Interessen von Kindern und Jugendlichen vor Ort zu stärken. Oberbürgermeister Jan Einig hat dazu eine Vereinbarung zur verbindlichen Zusammenarbeit mit dem Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. unterzeichnet.

Logo des Vereins.

Neuwied. Im nächsten Schritt wird die Stadt einen Aktionsplan erstellen, um junge Menschen in Neuwied besser zu schützen, zu fördern und zu beteiligen. Für den Aktionsplan, der innerhalb eines Jahres unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen entwickelt wird, vergibt der Verein das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“. Das Siegel erkennt den Willen der Kommune zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention an. Es ist zudem Ausdruck einer Selbstverpflichtung der Stadt und Ansporn, die festgesteckten Ziele innerhalb von drei Jahren umzusetzen. Der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene Verein "Kinderfreundliche Kommunen e.V." begleitet den gesamten Prozess.

Neuwied ist die erste Kommune aus Rheinland-Pfalz, die dem Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ beitritt. „Unser großes Ziel ist es, eine umfassende kinder- und jugendpolitische Handlungsstrategie zu entwickeln“, sagte Oberbürgermeister Jan Einig und ergänzte: „Wir wollen damit Neuwieder Kinder und Jugendliche mit all ihren Rechten in den Mittelpunkt stellen. Mit frühzeitig einsetzenden Maßnahmen und Unterstützungssystemen wollen wir die junge Generation fördern und ihr so einen erfolgversprechenden Lebensweg ermöglichen. Sie soll rasch die Möglichkeit zur gesellschaftlichen Partizipation erhalten und durch eigene Erfahrungen erkennen, dass sich Engagement auszahlt.“

„Ich gratuliere der Stadt Neuwied und wünsche dem Vorhaben, kinderfreundliche Kommune zu werden, ein gutes Gelingen“, erklärte Familienministerin Katharina Binz. „Neuwied hat in der Kinder- und Jugendpolitik schon viel erreicht. Mit der Teilnahme an dem Programm ‚Kinderfreundliche Kommune‘ setzt Neuwied einen weiteren Meilenstein zur konsequenten Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention. Wenn Kinder über ihre Rechte Bescheid wissen, sie aktiv einfordern, diskutieren und mitgestalten, werden sie sich auch später als erwachsene Menschen für unsere Demokratie einsetzen können“, so Familienministerin Binz weiter.




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Anne Lütkes, Vorstandsvorsitzende des Vereins Kinderfreundliche Kommunen e.V. sagte: „Wir begrüßen, dass Neuwied Kinder stärker unterstützen und sich unserem Programm anschließen will. Der Jugendbeirat und die ‚Woche der Kinderrechte‘ sind bereits gute Ausgangspunkte für weitere Schritte zur strukturellen Verankerung der Kinder- und Jugendrechte. Wir freuen uns sehr darauf, Neuwied auf diesem Weg begleiten zu dürfen.“

Sonja Jensen aus dem Kinder- und Jugendbüro der Stadt Neuwied erklärte: „Wir wollen eine kinder- und jugendpolitische Handlungsstrategie entwickeln, die alle Ämter der Verwaltung und die freien Träger einbindet. Die Neuwieder Kinder und Jugendlichen sollen dabei mit all ihren Rechten in den Mittelpunkt gestellt werden. Uns geht es um gleiche und faire Bildungs- und Teilhabechancen für ein gutes Aufwachsen aller Kinder und Jugendlichen in Neuwied sowie die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei Belangen, die sie direkt betreffen sind bei dieser Strategie für uns das erklärte Ziel.“

Das Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ läuft vier Jahre und kann anschließend verlängert werden. Im ersten Jahr wird durch eine Bestandsaufnahme und durch Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen der Aktionsplan vorbereitet. Nach der Bestätigung des Aktionsplans durch den Stadtrat prüft der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. den Aktionsplan und vergibt das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ für die folgenden drei Jahre.

Das Vorhaben wurde 2012 in Deutschland ins Leben gerufen und basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der Child Friendly Cities Initiative. Diese setzt sich seit 1996 international dafür ein, die Kinderrechte auf kommunaler Ebene zu verwirklichen. Das Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. (PM)


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