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Nachricht vom 15.11.2021    

SBN: Bereit für den Einsatz bei Schnee und Eis

Frostige Nächte kündigen den nahenden Winter an. Die Mitarbeiter der Servicebetriebe Neuwied (SBN) sind längst darauf vorbereitet: „Von November bis März müssen wir einsatzbereit sein“, erklärt Teamleiter Kai Poveleit.

Die Räumfahrzeuge werden frühzeitig für den Einsatz umgerüstet. Fotos: SBN

Neuwied. Über den Sommer wurden die Streueinheiten der Fahrzeuge gereinigt, gewartet und fällige Reparaturen erledigt, denn jeder Winter hinterlässt seine Spuren. Im Oktober kam auch der Nachschub für das Salzlager: „600 Tonnen Salz haben wir im Vorrat, die Hälfte brauchen wir, die andere ist ein Puffer“, so Poveleit. Nur in ganz extremen Wintern, zuletzt 2010/2011, kann es knapp werden.

Auf die Straßen kommt jedoch ein Gemisch: Salz plus Sole. „Die Sole ist nichts anderes als Wasser, das mit Salz angereichert ist. 4.000 Liter haben wir im Vorrat. Sie wird beim Streuen hinzugefügt, weil feuchtes Salz nicht vom Wind verweht wird und bei strengen Minustemperaturen auch besser wirkt.“ Die Anlage wird „gefüttert“ von zwei Silos mit je 100 Tonnen Salz.

Im November beginnt auch die Bereitschaft der 110 Mitarbeiter. Im Fuhrpark sind fünf große Streuer für die Straßen, dazu vier kleinere für Innenstadt, Geh- und Radwege. Gefahren wird in zwei Schichten, der Teamleiter muss dabei auch Lenk- und Ruhezeiten beachten. Hinzu kommen 14 einachsige Kehrmaschinen.

Doch der Winterdienst ist vor allem eines: viel Handarbeit. Allein 80 Mitarbeiter kümmern sich um Treppen, Bushaltestellen, Zebrastreifen, Fußwege oder beseitigen Gefahrenstellen an den 13 städtischen Schulen. Müssen sie auch die Bürgersteige freimachen? „Nein, das ist Sache der Anwohner. Fast immer“, betont der SBN-Mitarbeiter. Ein Blick in den Gebührenbescheid reicht: „Nur in den Reinigungsklassen IV bis VI sind die Gehwege mit drin. Und das sind nur wenige Straßen.“ Heißt also: Auf einer Breite von 1,50 Meter muss der Gehweg von Schnee und Eis befreit werden. „Gibt es keinen Gehweg, muss diese Schneise auf der Straße gemacht werden.“



Über den Deutschen Wetterdienst bekommen die Teams in der Hafenstraße die täglichen Daten. Dann wird geschaut, wie viele Fahrzeuge am nächsten Morgen in den Einsatz müssen, ob die Hälfte der Mannschaft reicht oder alle früh aus den Federn müssen. „Entscheidend für die Bereitschaft ist, ob verkehrswichtige Straßen betroffen sind, ob es Gefahrenstellen gibt und ein einmaliges oder mehrfaches Räumen erforderlich ist.“ Neben den Daten schaut ein „Sichter“ bei Temperaturen Richtung Null ab drei Uhr morgens nach der Lage. Ist auch nur ein Zentimeter Schnee gemeldet, heißt das: raus, räumen, streuen oder sogar vorstreuen.

Vor dem einsetzenden Berufsverkehr werden zunächst Hauptverkehrsstraßen, dann Sammelstraßen und schließlich Anwohnerstraßen befahren. Das ist für die Fahrer nicht ungefährlich: Sehr steile Straßen können sind ein Problem, die die ohnehin großen Fahrzeuge nicht risikolos befahren können. Den Anwohnern rät Poveleit, die Wettervorhersage zu beachten und das Auto in einer flacheren Straße abzustellen. Dabei, so seine Bitte, solle man darauf achten, an Kreuzungsecken und Einmündungen Abstand zu halten: „Das erleichtert das Streuen mit den großen Fahrzeugen und wir kommen schneller durch. Wir machen viel möglich, damit die Neuwieder sicher unterwegs sein können. Die Sicherheit der Mitarbeiter dürfen wir dabei nicht außer Acht lassen.“





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