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Nachricht vom 12.11.2021    

Gedenken zum 9. November an Tafel für Honnefer Synagoge

„Darüber spricht man nicht“, war das, was Klaus Bottenberg, geboren 1933, als Kind zu hören bekam, als es um ein brennendes Haus ging oder eine Mitschülerin, die mitten im Unterricht von den Nationalsozialisten abgeholt wurde und die nie wieder zurückkam.

Schüler des Städtischen Siebengebirgsgymnasiums gestalteten einen Wortbeitrag vor der Erinnerungstafel an die Honnefer Synagoge – Lehrerin Hasret Akman-Faßbender und Erster Beigeordneter Holger Heuser (rechts). Foto: Stadt Bad Honnef

Bad Honnef. Am 9. November 2021 schilderte Klaus Bottenberg seine Kindheitserlebnisse während der Veranstaltung zum Gedenken an die Novemberpogrome 1938 vor der Synagogentafel in Bad Honnef. Das brennende Haus im Jahr 1938, das er als Kind beobachtet hatte, war die Synagoge von Wuppertal-Barmen gewesen und die Feuerwehr löschte nicht den Brandherd, sondern verhinderte, dass das Feuer auf die Nachbarhäuser übergriff. Auch in Honnef wurde, als hier am 10. November 1938 die Synagoge bis auf die Grundmauern niederbrannte, kein Löschversuch am Gotteshaus selbst unternommen, sondern lediglich die Umgebung gesichert.

Ohne jede Habe waren Klaus Bottenberg und seine Familie im Zweiten Weltkrieg im Stadtteil Rhöndorf angekommen. Das Elternhaus hatte den Bombenteppich über seiner Geburtsstadt nicht überstanden. Klaus Bottenberg hatte sich angeboten, seine bewegende Geschichte vorzutragen, damit sie heutzutage von jüngeren Menschen gehört wird als Warnung und mit dem Auftrag, Meinungs-, Rede-, Presse- und Versammlungsfreiheit zu schützen.

Erster Beigeordneter Holger Heuser führte dieses Jahr durch die Veranstaltung an der Synagogentafel. Er sagte: „Verfolgung, Terror und Gewaltherrschaft sind keine Themen der Vergangenheit. Weil es bis heute wichtig ist, sich damit auseinanderzusetzen, haben wir uns hier versammelt. Ich finde es beeindruckend, viele unterschiedliche Gesichter – Alt und Jung – hier zu sehen sind. Danke, dass Sie hier sind.“

Schüler der Schulen Erzbischöfliche Gesamtschule Sankt Josef, Schule Schloss Hagerhof und Städtisches Siebengebirgsgymnasium trugen Texte, Gedichte, Zeitungsausschnitte von damals und Kommentare dazu vor. Alle Wortbeiträge zeigten, dass sich die Jugendlichen intensiv mit dem Thema Nationalsozialismus und Verfolgung auseinandergesetzt hatten. Das Querflötenensemble „Flutelicious“ der Musikschule mit Leiterin Antonia Schwager sorgte für den musikalischen Rahmen.




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