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Nachricht vom 08.11.2021    

Amnesty International Neuwied positioniert sich gegen Todesstrafe

Mit einem Infostand bezog die Neuwieder Gruppe der Menschenrechtsorganisation Amnesty International in der Neuwieder Fußgängerzone gegen die Todesstrafe Stellung. Stellvertretend für die Staaten, die immer noch die Todesstrafe anwenden, wurde die frühere Sowjetrepublik Belarus (Weißrussland) kritisch betrachtet.

Von links: Beate Junglas-Krischer, Manfred Kirsch, Siegfried Kowallek, Inge Rockenfeller, Theresia Knieke und Rainer Temming. Foto: privat

Neuwied. Auf vorbereiteten Petitionslisten konnten sich die Passanten etwa gegen die Tötung des Kindermörders Viktar Serhil aussprechen. Kein Mensch und keine Justiz der Welt habe nämlich das Recht, über Leben oder Tod eines anderen Menschen zu entscheiden, sei dessen Schuld noch so groß, stellte Gruppenmitglied Manfred Kirsch unmissverständlich heraus.

Die Exekution eines Menschen sei generell ein Verbrechen gegen die Menschenrechte. Amnesty fordert im Fall Serhils ein Moratorium der Todesstrafe. Es droht aber mindestens drei Personen in Belarus die Hinrichtung. In einem weiteren Fall befürchtet dessen Familie, der zum Tode Verurteilte sei bereits hingerichtet worden.




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Am Infostand wurden fernerhin Unterschriften für die unverzügliche Freilassung von im Gefängnis misshandelten Mitgliedern der belarussischen Menschenrechtsorganisation Viasna gesammelt, die die regierungskritischen Proteste beobachtet und Menschenrechtsverletzungen dokumentiert. Auch die „Schlepperei" von Flüchtlingen aus Syrien und dem Irak durch die Regierung von Belarus beschäftigte die Amnesty-Aktivisten. (PM)



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