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Nachricht vom 29.10.2021    

Keine Angst vor Kälte

Wenn die kühle Jahreszeit anbricht, ist das für die Tierpfleger im Zoo Neuwied vielfach mit Änderungen im Tagesablauf verbunden: Tiere, die aus warmen Regionen stammen, werden jetzt über Nacht in ihren Innengehegen untergebracht und müssen abends manchmal mühsam überredet werden, sich dorthin zu begeben.

Katzenbär. Fotos: Zoo Neuwied

Neuwied. Bei anderen Tieren werden isolierende Lamellenvorhänge vor den Stalltüren angebracht und wärmende Strohmatten aufgeschichtet.

„Zum Glück gibt es aber bei uns auch viele Tiere, die ihre eigenen Kälteschutzmaßnahmen haben“, sagt Maximilian Birkendorf, der als Kurator für einige dieser Tiere zuständig ist. „Die Katzenbären beispielsweise stammen aus der Himalayaregion und sind daher bestens an Minusgrade angepasst. Ihre Fußsohlen sind mit dichtem, filzartigem Fell bewachsen – das hält besser warm als jede Socke“, versichert er.

Auch die Schneeeule bekommt keine kalten Füße, denn ihre Füße besitzen eine dichte Befiederung. „Das verhindert nicht nur das Auskühlen der Füße, sondern sorgt außerdem auch dafür, dass der Vogel im Schnee nicht einsinkt, da es die Oberfläche der Füße vergrößert – wie ein Schneeschuh“, erklärt Birkendorf.

Aber nicht nur Tiere aus den Polarregionen oder dem Hochgebirge lässt der deutsche Winter „kalt“, auch unsere einheimischen Tiere haben erfolgreiche Strategien entwickelt, um Kälte, Schnee und einem veränderten Nahrungsangebot zu begegnen. „Die Wildkatze bekommt ein dickes Winterfell, und der Dachs frisst sich rechtzeitig einen Speckvorrat an, um dann in seiner Höhle den Winter größtenteils zu verschlafen“, erläutert Maximilian Birkendorf.



Wer die Dachse im Zoo Neuwied nochmal in Aktion sehen will, sollte sich also beeilen. Aber auch, wenn die Dachsbrüder Micha und Helmut demnächst ein paar Monate in Winterruhe sind, lohnt sich ein Besuch im größten Zoo in Rheinland-Pfalz: Durch drei große Tierhäuser, in denen sich rund 80 Tierarten bei ganzjährig trockenen, warmen Bedingungen beobachten lassen, brauchen die Besucher genauso wenig Angst vor ungemütlichem Wetter zu haben, wie die Tiere. (PM)


Mehr dazu:   Zoo Neuwied  
Lokales: Neuwied & Umgebung
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