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Nachricht vom 25.10.2021    

MAP: Streetworkprojekt soll fortgesetzt werden

Neuwieds Streetworkerin Janine Timm soll bleiben. Dessen waren sich die Mitglieder des Kreis-Sozialausschusses in ihrer jüngsten Sitzung einig, als sie eine sehr positive Zwischenbilanz des seit Juli 2019 laufenden Projektes zogen und sich einstimmig für eine weitere Beteiligung des Kreises an der Finanzierung aussprachen.

Der Sozialausschuss tagte. Foto: Kreisverwaltung

Neuwied. MAP - „Mobile Beratung von Menschen auf öffentlichen Plätzen“ heißt das Projekt des Caritasverbandes Rhein-Wied-Sieg, das von Jobcenter sowie Kreis und Stadt Neuwied finanziert wird, und in dessen Rahmen die Streetworkerin Menschen, die wohnungslos oder von Obdachlosigkeit bedroht sind, Unterstützung anbietet. Wie der 1. Kreisbeigeordnete Michael Mahlert und Sozialabteilungs-Leiterin Agnes Ulrich im Ausschuss ausführten, hat sie sich schnell bekannt gemacht und wird – dank regelmäßiger Ansprache und einer niedrigschwelligen, aber verbindlichen Erreichbarkeit von den Menschen akzeptiert.

Insbesondere während der Corona-Pandemie hat sich die Maßnahme als wichtige Unterstützung für die betroffenen Menschen bewährt, betont Agnes Ulrich: „Alle Kontakte konnten beibehalten werden. Es gab keine Unterbrechungen bei den existenzsichernden Maßnahmen, auch und die Leistungen zum Lebensunterhalt konnten trotz der vielfältigen Einschränkungen aufrechterhalten werden. Darüber hinaus sind Masken verteilt, und Schnelltest angeboten worden, über die Schutzimpfung wurde informiert“, berichtete sie.

Zwischen Juli 2020 bis Juni 2021 hat die Streetworkerin 71 Personen erreicht. Hierbei gab es einzelne anlassbezogene Kontakte, aber auch kontinuierliche Beratung durch die Mitarbeiterin des Caritasverbandes.

Neben MAP ging es im Ausschuss auch um die „Gemeindeschwestern plus“. Und auch hier stehen die Zeichen auf Fortsetzung. Wie Mahlert informierte, ist jedenfalls auch für 2022 vorgesehen, dass sich der Kreis an dem vom Land finanzierten Projekt beteiligt. Das Sozialministerium in Mainz hat ebenfalls seine Bereitschaft signalisiert.



Die Gemeindeschwesternplus bieten seit sechs Jahren Beratung und Unterstützung für hochbetagte Menschen, die noch nicht pflegebedürftig sind. Im Kreis Neuwied gibt es seitdem zwei Vollzeitstellen - eine am Pflegestützpunkt Linz, die andere in Neuwied. Das Beratungsangebot steht aufgrund dieser Struktur derzeit vier Verbandsgemeinden und der Stadt Neuwied zur Verfügung. „Auch die Verbandsgemeinden, die derzeit nicht Teil des Projektes sind, haben bereits ihr Interesse bekundet, für den Fall, dass es eine Ausweitung der Projektkommunen geben sollte“, berichtete der 1. Kreisbeigeordnete Michael Mahlert.

Abschließend ging es im Ausschuss über den Aufgabenvollzug und die aktuelle Arbeitssituation im Sachgebiet „Hilfe zur Pflege“. Diese wird pflegebedürftigen Personen gewährt, die ihre pflegerische Versorgung nicht aus eigenem Einkommen / Vermögen oder den Leistungen der Pflegeversicherung finanzieren können. Insgesamt stellten die Ausschussmitglieder eine positive Entwicklung in diesem diffizilen und arbeitsintensiven Arbeitsfeld fest. (PM)


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