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Nachricht vom 20.10.2021    

Gartenplanung 2022 – Die Planungssaison startet in der kühlen Jahreszeit

Schöne Frühlingsgärten werden im Winter gemacht. Oder besser gesagt, geplant. Denn wer im Folgejahr größere Gartenprojekte realisieren möchte, sollte dafür bereits in der kalten Jahreszeit die nötige Vorarbeit leisten. Immerhin benötigt ein neues Gartenkonzept neben reichlich Fantasie vorwiegend eines: viel Zeit.

Foto Quelle: Pixabay.com © planet_fox (CC0 Public Domain)

Im Garten ist das ganze Jahr über etwas zu tun. Dass Gartenarbeiten im Herbst etwa Hochkonjunktur feiern, wenn sich draußen eigentlich alles auf den Winterschlaf vorbereitet, ist kein Geheimnis. Obstgehölze und Gemüsepflanzen müssen abgeerntet, Sträucher und Bäume zurückgeschnitten und ein passender Winterschutz für empfindliche Gewächse angebracht werden. Doch was genau gibt es diesbezüglich im Winter zu tun?

Die Zeit der großen Garten-Entscheidungen
Im Winter ist es im Garten eher kahl und leer. Das mag optisch nicht viel hermachen, ist dafür aber umso praktischer, wenn man sich einen guten Überblick verschaffen will. Womöglich wird es mal wieder Zeit für eine Generalüberholung im heimischen Grün, weil Gartenelemente Verschleißerscheinungen zeigen oder einige Pflanzen abgestorben sind. Hierbei sollten Sie sich Gartenbesitzer stets folgende Fragen stellen:

● Welche Gartenbereiche bedürfen im nächsten Jahr besondere Aufmerksamkeit?
● Sollen eventuell neue Gartenbereiche angelegt werden und wenn ja, wo?
● Gibt es vielleicht kaputte Pflastersteine, die ausgetauscht werden müssen?
● Sind Gartenzäune und Wuchshilfen im Gartenbeet noch stabil?
● Welche Pflanzen sollen nächstes Jahr im Garten sprießen?
● Muss ich in den Gemüsebeeten eine besondere Fruchtfolge beachten?

Gerade dauerhaft im Garten befindliche Objekte leiden im Winter oftmals stark unter der nasskalten Witterung. Das gilt allen voran für Veranda-Elemente und Gartenmöbel. Beispielsweise könnte auf der Terrasse die Anbringung eines neuen Sonnenschutzes notwendig werden, falls alte Markisenfassungen verrostet oder die Markise stark verwittert ist. Wetterfeste Gartenmöbel oder Zäune benötigen unter Umständen einen neuen Anstrich. Und Pflastersteine sind eventuell durch extreme Kälte der vergangenen Winter abgeplatzt und müssen ersetzt werden.

In Sachen Gartenbepflanzung ist der Winter eine gute Zeit, um bestehende Pflanzkonzepte zu überdenken. Gewächse, die sich im vergangenen Jahr nicht ganz so gut geschlagen haben, erfordern womöglich robustere Alternativen. Vielleicht möchten Sie einen Gartenbereich auch komplett neu bepflanzen oder von Grund auf neugestalten. Hier ist der Winter vor allem für Großprojekte wie einen Gartenteich, Poolbereich oder eine Garteninsel mit Pavillon die beste Planungszeit. Denn das gut übersichtliche Gartenareal erlaubt es während der kalten Jahreszeit, den Platzbedarf für etwaige Neuanschaffungen besser zu visualisieren.

Ganz wichtig: Planungs-Skizze anfertigen
Wenn es um die wortwörtlichen Ausmaße eines neuen Gartenprojektes geht, sind über den Daumen gepeilte Schätzungen fehl am Platze. Nutzen Sie den Winter deshalb dazu, sorgfältige Projektskizzen anzufertigen. Messen Sie den Garten bis in den letzten Winkel aus und übertragen Sie die Maße im passenden Verhältnis in ihre Zeichnung. So lassen sich zahlreiche Materialkosten schon Monate vor der eigentlichen Realisierung zuverlässig berechnen.

Wer besonders kreativ ist, kann neben einfachen Skizzen auch detaillierte Zeichnungen vom eigenen Traumgarten anfertigen. Derartige Kreativarbeiten vertreiben im Winter nicht nur die Zeit, sondern können eine wertvolle Grundlage zur Ausarbeitung größerer Pflanzkonzepte sein.
Apropos Material: Es kann durchaus sinnvoll sein, Baumaterial und Gartenpflanzen bereits im Winter vorzubestellen. So gehen Sie sicher, dass ihre Materialien im Frühling, wenn das Geschäft im Baumarkt wieder floriert, nicht vergriffen sind.

Winterzeit ist Aussaatzeit
Wer denkt, dass es mit Aussaat und Pflanzung im Garten erst ab Frühling losgeht, der irrt. Frühblüher wie Winterlinge, Krokusse und Traubenhyazinthen lassen es bereits vermuten, das grüne Leben regt sich im Freiland bereits zwischen Januar und Februar. Und auch im Gemüsegarten werden die ersten Pflänzchen schon im Winter vorgezogen. Zu den besonders frühen Gemüsesorten, die man schon während der Wintermonate vorziehen kann, gehören dabei:

● Blumenkohl
● Kohlrabi
● Kopfsalat
● Lauchzwiebeln
● Rote Beete
● Sellerie
● Wirsing
● Zwiebeln

Üblich ist eine Vorzucht dieser Gemüsesorten auf der warmen Fensterbank. Für die Zeit nach der Keimung sollten Sie dann ein Frühbeet im Garten anlegen. Spätestens hier zeigt sich, dass der Winter mitnichten eine Dauerpause für die Gartenarbeit bedeutet. Denn rund um die Pflanzenpflege im Frühbeet geht es dann meist schon ab Februar recht belebt zu.
Alternativ zum Vorziehen der Gemüsepflanzen kann man übrigens auch kleine Pflanzensetzlinge im Gemüsehandel, Gartenfachmarkt oder auf dem Wochenmarkt kaufen. Ein winterlicher Ausflug zu den örtlichen Pflanzenhändlern kann also lohnen und noch vor dem Frühling für eine erste leckere Gemüseernte sorgen.

Den Garten von morgen schon heute planen
Glaubt man den Umwelt- und Klimaberichten der letzten Jahre wird eines ganz deutlich: Die Natur ist im (Klima-)Wandel. Immer öfter hört man davon, dass einige heimische Gewächse den extremen Wetterlagen der Klimawandels nicht mehr standhalten, wohingegen sich bislang in Deutschland nichtansässige Pflanzen dank wärmeren Jahreszeiten deutlich wohler fühlen. Wer den Klimaveränderungen etwas Positives abgewinnen möchte, der könnte den kommenden Winter also nutzen, und sich gezielt Gedanken zu robusteren Pflanzen zu machen, die den Wetterextremen eifrig trotzen.

Und auch die Planung von klimafreundlicheren Gärten dürfte im Winter zunehmend mehr Menschen beschäftigen. Ein echter Trend ist etwa die sogenannte Permakultur als dauerhaftes Pflanzkonzept für den Garten. Hierbei geht es nicht nur um mehr Nachhaltigkeit in der Pflanzenkultur, sondern auch darum, individuelle Gestaltungsmethoden für jede Wohnsituation auszuarbeiten. Sei es nun ein Dachgarten, Balkongarten oder Wildgarten – in Sachen Permakultur gibt es für jeden Standort eine passende Lösung.

Ein weiteres zukunftsweisendes Gartenkonzept, dessen Planung sich dieser Tage so einige für die Wintermonate vorgenommen haben, ist der CO²-aktive Naturgarten. Was sich hoch wissenschaftlich anhört, ist im Grunde nichts anderes als die Umwandlung des Gartens in eine Grünanlage, die CO² effizienter absorbiert als andere Gartenformen. Für die Bepflanzung dieser Grünanlage muss man gar nicht mal in die große Trickkiste greifen. Viele luftreinigende Pflanzen wachsen nämlich bereits jetzt in zahlreichen Gärten. Allerdings könnte ihr Bestand hier und da eine deutliche Aufwertung vertragen. Die Rede ist von Grünpflanzen und Sukkulenten wie
● Farnen
● Hauswurz
● Mauerpfeffer
● Moosen,
● Waldreben
● Wildem Wein

Die CO²-Ausbeute der genannten Gewächse ist beeindruckend und kann bei Kultur auf größeren Stadtflächen ganze Innenstädte reinigen. Und auch die Qualität der Gartenluft kann vom gezielten Züchten der Pflanzen profitieren. Denn während sie CO² absorbieren, geben sie zeitgleich zusätzlichen Sauerstoff an die Luft ab. Bei guter Planung lässt sich so aus dem Privatgarten so im Handumdrehen ein persönlichen Luftkurort zaubern. (prm)

Autorin:
Lara Schulz



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