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Nachricht vom 19.10.2021    

Alle Schulen in der Deichstadt sind mit Glasfaser erschlossen

Schnelle Breitbandanschlüsse sind nicht nur ein wichtiger Standort-, sondern auch ein Bildungsfaktor. Für den Landkreis Neuwied haben die Stadtwerke Neuwied (SWN) den Anschluss sämtlicher Schulen in der Stadt komplett abgeschlossen. Das ermöglicht Bandbreiten bis 1000 Mbit/s.

Ein wichtiger Baustein für den Glasfaserausbau und die Bildung in der Stadt, sagen SWN-Geschäftsführer Stefan Herschbach, Bürgermeister Peter Jung, OB Jan Einig und SWN-Geschäftsfeldleiter Philipp da Costa. Foto: SWN

Neuwied. „Mit der Digitalisierung steigen auch in den Schulen die Anforderungen: Das IT-gestützte Lernen zieht nach und nach in den Klassen ein. Die Anwendungen werden komplexer und gehen weit über die reine Textverarbeitung hinaus“, erklärt Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Jan Einig. „Längst vorbei sind die Zeiten, als eine Internetseite schon eine Besonderheit war. Und zunehmend werden Programme ausschließlich über das Internet bereitgestellt. Beim Homeschooling haben viele Eltern sicher gestöhnt, weil die Aufgaben mit langsamen Internetleitungen nur schwer zu erledigen waren.“

Die SWN arbeiten schon lange an einem flächendeckenden Ausbau des Glasfasernetzes für Neuwied. Eigentlich eine Aufgabe der Telekommunikationsunternehmen, sagt SWN-Chef Stefan Herschbach: „Wir wissen, dass das hohe Investitionen sind. Aber dort wurde zu lange - und auch heute noch - auf das langsame Kupferkabel gesetzt. Wir setzen komplett auf Glasfaser, aber als SWN können wir diese Lücke nicht von heute auf morgen schließen. Wir werden aber Zug um Zug die Straßen und vor allem die Häuser anbinden.“

Denn hier ist der Unterschied: Auch wenn die großen Breitbandanbieter das überregionale Kabelnetz ausbauen, dann fehlen die letzten 100 oder 200 Meter bis ans Haus: „Auch dort bremst Kupfer.“ Die einzigen, die in Neuwied Up- und Downloadgeschwindigkeiten von 250, 500 und mehr Mbit/s anbieten, sind die SWN. Ärgerlich für Herschbach: „Die Konkurrenz verkauft mit Drückerkolonnen ihr Produkt als Glasfaser. Eine Mogelpackung, wenn man es freundlich ausdrückt.“

Bis das Glasfasernetz in der Deichstadt enger gesponnen ist, wird es dauern. Der Auftrag des Landkreises war aber auch dafür ein wichtiger Baustein, erklärt Geschäftsfeldleiter Philipp da Costa: „Wir haben neben den geplanten 630.000 Euro für den Ausbau weitere 400.000 Euro für die Versorgung der Stadtteile mit Breitband in die Hand genommen.“ Diese Investitionen werden bei weitem nicht ausreichen: „Wenn wir bei Tiefbauarbeiten am Strom- oder Gasnetz unsere Leitungen mitverlegen können, dann spart das Kosten. Ist das nicht der Fall, kostet die Erschließung eines größeren Straßenzugs schnell einen sechsstelligen Betrag.“



Die größten Fortschritte wurden in den vergangenen Jahren in den Stadtteilen Gladbach, Block, Heimbach-Weis, Engers sowie in der Gemeinde Melsbach gemacht. Der Grund ist einfach, wie Herschbach erläutert: „Als wir deren Stromnetze 2016 übernommen haben, mussten wir Millionen in die marode Infrastruktur der Vorgänger investieren und haben die Gelegenheit genutzt, an vielen Stellen die Micropipes mitzuverlegen.“ Micropipes sind – einfach gesprochen – Leerrohre, in die die eigentliche Glasfaser in einem speziellen Verfahren „eingeblasen“ wird.

Komplett erschlossen sind jedoch jetzt schon die 30 Schulen in der Stadt. Zwei Jahre dauerte der Ausbau laut Da Costa: „Bis zu 1000 Mbit/s sind möglich.“ Besonders erfreulich: „Trotz der Pandemie und steigenden Baukosten blieben wir im gesteckten Zeit- und Kostenplan.“

Für OB Einig ist der Glasfaserausbau ein wichtiger Baustein für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt: „Die Anforderungen steigen. Firmen, die jetzt noch zögern, werden schon bald froh sein, dass die SWN in den Industriegebieten Glasfaser bis in den Betrieb ermöglichen. Das ist Infrastruktur- und Standortförderung.“ Bürgermeister Peter Jung ergänzt: „Dazu gehört auch Bildung auf bestem Niveau. Denn auch Arbeitnehmer schauen, ob ihre Kinder schulisch bestens versorgt sind. Mit der alten Tafel oder dem Taschenrechner ist es nicht getan. Und da können wir in Kürze mehr bieten.“ Jung ist zuversichtlich, dass bis Jahresende die noch notwendige Verkabelung in den Schulgebäuden abgeschlossen ist.





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