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Nachricht vom 07.10.2021    

Ergebnisse des dritten Kinder- und Jugendforums vorgestellt

Das dritte Kinder- und Jugendforum konnte nur in abgespeckter Form stattfinden, weil Corona bedingt bisher keine große Veranstaltung möglich war. Aber das Jugendamt der Stadt Bad Honnef hatte in den Schulen angefragt und Klassenverbände haben Ideen, was in Bad Honnef den Kindern und Jugendlichen fehlt und was sie sich wünschen, gesammelt.

Die Kinder und Lehrerinnen der Löwenburggrundschule vor ihrer Pinnwand, auf der ihre Wünsche gemalt und geschrieben stehen – links: Bürgermeister Otto Neuhoff. Foto: privat

Bad Honnef. Grundsätzlich war die Themenwahl und Präsentationsart frei zu gestalten. Die Kinder und Jugendlichen konnten Beiträge aus ihrer Lebenswelt beisteuern, Fragen und auch Ängste aufzeigen. Einige Vorschläge für Schule und Freizeit sind zusammengekommen und wurden im Ratssaal als Zeichnung oder Schriftstück an Pinnwände geheftet und sogar, digital verarbeitet, auf der großen Leinwand gezeigt.

Bürgermeister Otto Neuhoff begrüßte die Abordnungen der Schulen: „Die Stadt Bad Honnef hat aus den ersten beiden Foren viele Ideen aufgegriffen und erfolgreich umgesetzt. Der Spielplatz auf der Insel Grafenwerth ist unter anderem mit einem großen Turm mit Rutsche nach den Wünschen von Kindern gestaltet worden. Der Basketballplatz wird gerade angelegt. In dieser Runde sind Verkehrsthemen von großer Bedeutung. Die Forderungen nach mehr Komfort und Sicherheit für Radfahrende sowie Fußgängerinnen und Fußgänger werden beispielsweise mit der Umsetzung des Radverkehrskonzeptes konkret bedient. Demokratie erfordert, dass sich möglichst alle - also gerade auch Kinder- und Jugendliche - einbringen. Es gibt Wünsche, aber auch entgegengesetzte Wünsche. Um die Interessen zu vereinbaren, braucht es Geduld und Ausdauer für die demokratischen Prozesse. Das wird über das Kinder- und Jugendforum geübt.“

Die Pinnwände und Präsentationen waren im Ratssaal zur richtigen Zeit aufgestellt, denn am Abend tagte der Jugendhilfeausschuss. Die Mitglieder des Ausschusses hatten so Gelegenheit, sich die Arbeiten der Schülerinnen und Schüler anzusehen. Vorsitzende Dr. Gabriele Clooth-Hoffmeister war schon vorab dabei, um sich ein Bild zu machen und mit den Schülerinnen und Schülern oder Lehrerinnen und Lehrern zu sprechen. Auch Erster Beigeordneter Holger Heuser lobte die guten, fundierten Vorschläge.

Für die Schülerinnen und Schüler der St.-Martinus-Grundschule ist das Hauptthema die Verkehrssituation, die im Stadtteil Selhof, in dem die Schule liegt, mit den engen Straßen auch nicht ungefährlich ist. Die Kinder der ehemals vierten Klassen, jetzt fünfte Klassen, haben 27 zum Teil lange Briefe an die Stadt Bad Honnef gerichtet. Außerdem wünschen sie sich einen Abenteuerspielplatz im Wald und ein Technik- oder Forschermuseum im Gebäude der ehemaligen Konrad-Adenauer-Schule. Um den Wünschen Nachdruck zu verleihen, hatten die Schülerinnen und Schüler Aufsätze geschrieben und Collagen gebastelt.




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Die Löwenburg-Grundschule hat seit Jahren keine neuen Spielgeräte mehr für den Schulhof bekommen. Es fehlen Reckstangen oder eine Schaukel, auch damit der Sport nicht zu kurz kommt. Die Kinder haben viele schöne Zeichnungen von Spielplätzen und Aufsätze zum Kinder- und Jugendforum eingereicht.

Die Grundschulkinder der Theodor-Weinz-Schule wünschen sich saubere Spielplätze, ohne Hundehinterlassenschaften. Mehr Spielplätze und mehr Schaukeln, weil sie auf dem neu gestalteten Spiel-Schulhof so beliebt sind, sollten es sein. Aber auch große Themen beschäftigen die Kinder: Die Umweltverschmutzung wurde angesprochen. Die Schülerinnen und Schüler stellten dem Bürgermeister Fragen zur Situation des Waldes und zu den Auswirkungen durch den Borkenkäferbefall.

Die Jugendlichen von der Erzbischöflichen Gesamtschule Sankt Josef hatten vor allem den Verkehr im Blick: Mehr Busverbindungen, mehr und bessere Fahrradwege sollten eingerichtet werden.

Die Jugendlichen der Schule Schloss Hagerhof hatten sogar eine digitale Präsentation erarbeitet: Im Freizeit-, Verkehrs-, Umweltbereich, für Einkaufen und Bildung/Lernen haben sie Anregungen gesammelt. Zum Teil waren es sehr praktische Vorschläge, aber auch die gesellschaftlichen Themen beschäftigen die Schülerinnen und Schüler.

Ziel des Kinder- und Jugendforums ist es, die Teilhabe der jungen Menschen zu fördern und zu erreichen. Sie sollen erfahren, dass sie sich durchaus bei politischen Themen beteiligen und Einfluss nehmen können. Alle Beiträge, was sich Kinder in Bad Honnef-Tal und Bad Honnef-Aegidienberg wünschen, sind für die Entscheidungen der Politik und Verwaltung hilfreich. (PM)


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