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Nachricht vom 18.09.2021    

Bahnlärm und Neubautrasse darf kein Nischenthema sein

Der Wahlkampf zur Bundestagswahl läuft auf vollen Touren und es werden viele Themen wie zum Beispiel Coronavirus, Wohnungsmangel, Hochwasserschutz, Afghanistan, Renten angesprochen, aber ein Thema wird in den Diskussionen kaum angesprochen und das ist die Verkehrswende und der Bahnlärm.

Bahnlärm ist kein Thema im Wahlkampf. Symbolfoto

Region. Die Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn e.V. hat eine Richtungsentscheidung von den Politikern dahingehend erwartet, dass Warentransporte größtenteils auf der Schiene oder Wasserstraße bewegt werden könnten - genau auf jenen Verkehrsinfrastrukturen, die in den letzten Jahrzehnten sträflich von der Politik vernachlässigt wurden.

Es ist schon absurd, dass gerade in Deutschland, das aufgrund seiner geografischen Lage als zentrales Drehkreuz für einen Großteil des europäischen Güterverkehrs von Rotterdam nach Genua in Italien dient und Investitionen in den Bahnfrachtverkehr zu den niedrigsten in ganz Europa gehören. So gibt Österreich dafür pro Kopf der Bevölkerung dreimal so viel aus wie Deutschland und die Schweiz sogar sechsmal mehr.

Im alpenquerenden Schienengüterverkehr hat die Schweiz die wichtige Strecke des St. Gotthard- und Ceneri-Basistunnel fertiggestellt, Österreich leistet seinen Anteil am Brenner-Basistunnel – aber Deutschland bekommt es seit Jahren nicht hin, das Nadelöhr „Mittelrheintal“ durch den Bau des Rheintal-Tunnelsystems von St. Augustin bei Bonn bis Mainz Bischofsheim zu bauen und somit das Nadelöhr für den internationalen Güterverkehr zu beseitigen.



Fernsehdebatten und die öffentlichen Auftritte von Bundespolitikern
Eine große Lücke bleibt und das ist eine weitere Reduzierung des Bahnlärms im Mittelrheintal, bei dem auch das Zukunftsprojekt „Rheintal-Tunnelsystem von St. Augustin bei Bonn bis Mainz-Bischofsheim“ in allen Reden zur Entlastung der von Lärm und Erschütterungen geplagten Menschen kaum oder gar nicht erwähnt wird. Die Menschen und die Tourismusbranche sollten gerade jetzt in der Vorwahlzeit die örtlichen Abgeordneten auf das Thema "Bahnlärm und Neubautrasse" ansprechen, damit das Thema nicht zu einem Nischenthema verkommt, sondern dass man der Lärmreduzierung und der Neubautrasse eine höhere Priorität einräumt“, sagte Willi Pusch.


Mehr dazu:   Auto & Verkehr  
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