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Nachricht vom 18.09.2021    

Ausstellung eröffnet: Roentgen-Museum zeigt „Verwandlungsmöbel“

Elmar Hermann, Ani Schulze und Christoph Westermeier haben gemeinsam an der Düsseldorfer Kunstakademie studiert und stellen nun in Neuwied im Roentgen-Museum aus.

Fotos: Kreisverwaltung

Kreis Neuwied. Das Roentgen-Museum zeigt in einer neuen Ausstellung „Verwandlungsmöbel“. Mit Elmar Hermann, Ani Schulze und Christoph Westermeier präsentieren drei zeitgenössische Künstler, die ihr „Handwerk“ gemeinsam an der Akademie in Düsseldorf gelernt haben, Exponate, die einen direkten Bezug zum berühmten Namensgeber des Kreis-Museums haben. Die Künstler treten mit der Sammlung des Hauses in den Dialog und setzen sich mit dem gestalterischen Impuls Roentgens auseinander.

Sie haben sonst verschlossene und verdeckte Vitrinen geöffnet und Schätze aus dem Depot geholt, zum Beispiel einen schweren gusseisernen Kerzenleuchter aus der Sayner Hütte mit abgebrannten Kerzen. Auch „der Engerser“, das männliche Skelett aus einem Grab der Bronzezeit, darf sich einmal unverhüllt zeigen als Symbol der Vergänglichkeit von Zeit. „Wir wollen neue Perspektiven auf das Museum und auf seine Sammlungen zeigen, Räume öffnen und Vertrautes so aufbereiten, dass es zur Wieder-Entdeckung verlockt“, skizziert Künstler Elmar Hermann.

Die umfangreichen Archive zu Roentgens Schaffen in Neuwied werden künstlerisch untersucht und zeitgenössischen Kunstwerken gegenübergestellt. Zeitebenen vermischen sich, Antike und Gegenwart schaffen eine sich stetig transformierende Archäologie der Gegenwart.

Landrat Achim Hallerbach freute sich bei der Eröffnung nicht nur über die tolle Ausstellung an sich, sondern dass er, wie er es sagte, „endlich mal wieder einer seiner schönsten Pflichten als Landrat nachgehen“ und eine Ausstellung nicht nur virtuell, sondern zusammen mit Kunstliebhabern vor Ort eröffnen konnte.

Zur neuen Ausstellung wird es nach langer Durststrecke auch wieder begleitende Veranstaltungen geben. Die Ausstellung ist bis zum 10. Oktober zu sehen.



Elmar Hermann (*1978) studierte bildende Kunst und Linguistik in Mainz und Düsseldorf. Seit 2007 hatte Elmar Hermann zahlreiche Ausstellungen, Vorträge und Stipendien im In- und Ausland unter anderem im D21 Leipzig, Goethe-Institut St Petersburg, WIELS Brüssel, Arp Museum Rolandseck, KIT Düsseldorf, Goethe-Institut Mumbai, ISCP New York. Lehraufträge und Gastprofessuren unter anderem an Kunsthochschulen und Universitäten in Mainz, Düsseldorf, Leipzig und Koblenz.

Ani Schulze (*1982) studierte an den Kunstakademien in Karlsruhe und Düsseldorf, in Glasgow und an der Städelschule in Frankfurt. Ihre Arbeiten waren bereits in einer Reihe von Einzel- und Gruppenausstellungen und Screenings zu sehen, unter anderem im Salzburger Kunstverein, Kölnischen Kunstverein, I: Project Space in Beijing, Kunsthalle Schirn Frankfurt, Extra City Kunsthalle Antwerpen. Sie erhielt Stipendien vom Goethe-Institut China, Cité Internationale des Arts in Paris und der Innogy Stiftung. Ani Schulze lebt und arbeitet momentan in Braunschweig wegen eines Graduiertenstipendiums an der HBK Braunschweig.

Christoph Westermeier (*1984) studierte an der Kunstakademie Düsseldorf und bei „de Ateliers“ in Amsterdam. Er arbeitet mit Fotografie und Installationen. Seine Arbeiten waren in zahlreichen Ausstellungen zu sehen, unter anderem dem Museum für Gegenwartskunst Siegen, dem Kunstverein Düsseldorf und der Coalmine Winterthur. Er wurde mit unter anderem mit dem Peter Mertes Stipendium des Bonner Kunstvereins ausgezeichnet. Westermeier lebt und arbeitet in Düsseldorf.



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