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Nachricht vom 08.09.2021    

Tolle Bilanz für die LG Rhein-Wied: Elf Verbands- und sieben Landestitel

Das Wettkampfformat, das am Samstag im Bad Emser Silberaustadion Anwendung fand, wird in der heimischen Leichtathletik in den nächsten Wochen häufiger berücksichtigt. Die Corona-Pandemie hat ihre Spuren im Veranstaltungskalender hinterlassen, sodass etliche Rheinland-Pfalz-Meisterschaften mit separater Rheinlandwertung ausgetragen werden – genauso, wie man es aus der Hallensaison kennt.

Marie Zerwes. Foto: Verein

Neuwied. Die LG Rhein-Wied hatte mit ihrem großen Aufgebot von 22 Athleten der Aktiven- und der U18-Klasse nicht nur in der Breite gute Ergebnisse vorzuweisen, auch in der Spitze räumten die Athleten aus Andernach, Neuwied, Oberlahnstein und Koblenz ab. Sieben Landes- und elf Verbandstitel zeigen, dass sie im Training vieles richtig gemacht haben. Insgesamt gewannen sie bei Top-Bedingungen 14 (Rheinland-Pfalz-Wertung) beziehungsweise 23 (Rheinlandwertung) Medaillen.

Jugend U18: Im Sprint war Sina Ehrhardt auf allen Ebenen das Maß der Dinge. An die DM-Teilnehmerin kam weder über 100 Meter (12,66 Sekunden im Vorlauf, 12,72 Sekunden im Endlauf) noch über die halbe Stadionrunde (25,71 Sekunden) jemand heran. Deutliche Vorsprünge über beide Distanzen zeigen ihre Überlegenheit. Obendrein lief sie die 200 Meter erstmals unter 26 Sekunden – und das deutlich. Über diese Strecke schaffte es auch Miriam Rühle in 27,59 Sekunden als Rheinland-Pfalz-Dritte und Rheinland-Zweite aufs Podium.

Zum erfolgreichen Abschneiden der Sprinter trug auch die Rheinland-Dritte über 100 Meter Cecile Merl (13,74 Sekunden) bei. Längere Strecken mögen Irina Fischbach, die über die harte 400-Meter-Hürden-Distanz das Maß der Dinge war (1:08,07 Minute) und Robin Pluymackers. Erst unter der Woche lief er im südhessischen Pfungstadt persönliche Bestzeit über 800 Meter, die er mit seiner Siegerzeit von Bad Ems nun bestätigte (2:01,72 Minuten, in Pfungstadt waren es 2:01,48). Eine gute Bilanz verbuchte auch Eric Kreuter. Seine guten Leistungen vergoldete er mit dem LVR-Titel auf der Stadionrunde (Zweiter in der Rheinland-Pfalz-Wertung, 53,54 Sekunden). Die einzige Rhein-Wiederin, die für die Sprungdisziplinen meldete, war Marie Zerwes. Sie steigerte sich im Hoch- auf 1,62 Meter und im Weitsprung auf 5,14 Meter. Als Lohn dafür erhielt sie Hochsprung-Bronze (landesweit und im Verband) sowie Weitsprung-Bronze im LVR. Zu mehr fehlten jeweils nur Winzigkeiten: So erreichten im Hochsprung die Erste und Zweite das gleiche Ergebnis, allerdings mit weniger Fehlversuchen auf dem Weg dahin.

Männer/Frauen: Die Süddeutsche Meisterin über 100 Meter Hürden ist auch in Rheinland-Pfalz die Nummer eins. Viktoria Müller erfüllte ihre Favoritenrolle mit einer Siegerzeit von 13,86 Sekunden und machte obendrein deutlich, dass sie auch ohne Hürden einiges draufhat. 12,37 Sekunden hatten den LVR-Titel (Rheinland-Pfalz-Wertung: Platz 2) zur Folge. Überlegen mit einem Vorsprung von über vier Metern beherrschte Leon Schwöbel die Kugelstoß-Konkurrenz. Sein bester Versuch landete bei 18,58 Metern.



Kai Kazmirek hat als Weltklasse-Zehnkämpfer schon beinahe die komplette Bandbreite der Leichtathletik kennengelernt. In Bad Ems feierte er trotzdem eine Premiere, indem er sich erstmals über die 400 Meter Hürden probierte und in 55,32 Sekunden gewann. Gleich in seinem ersten Jahr in der Männerklasse sicherte sich Erik Putz einen Titel. Er benötigte für die 1500 Meter eine Zeit von 4:22,47 Minuten. Aus dem Rheinland war keiner schneller, in der Rheinland-Pfalz-Wertung musste er nur zwei Konkurrenten ziehen lassen.

Für einen Dreifachsieg auf Rheinland-Ebene sorgten die 5000-Meter-Langstreckler im rot-weißen Dress. Tim Waldstädt (16:21,76 Minuten, gleichbedeutend mit Rheinland-Pfalz-Bronze) gewann vor Thierry van Riesen (16:35,73) und Phil Lembach (16:56,27). Im Generationenduell mit der international erfolgreichen Senioren-Athletin Jennifer Gartmann sicherte sich Anesa Suta 400-Meter-Hürden-Silber im Rheinland und Bronze in der Landes-Auswertung. Sie erreichte das Ziel nach 1:14,69 Minute. Weitere Podestplätze unter den Rheinländern belegten Marek Weißenfels (Dritter über 400 Meter, 53,91 Sekunden), Carolina Menrath (Dritte über 800 Meter, 2:22,15 Minuten), Nina Lorenz (Dritte über 200 Meter, 27,50 Sekunden), sowie Justin Lösch als Zweiter mit dem Diskus (33,82 Meter) und dem Speer (47,38 Meter).

Die weiteren Ergebnisse der Rhein-Wied-Athleten:
Männer, 5000 Meter: Thomas Gilberg 17:42,78 Minuten (7. RLP-Wertung, 5. LVR-Wertung), Manuel Becker 18:13,46 Minuten (8. RLP-Wertung, 6. LVR-Wertung).

Weibliche Jugend U18, 100 Meter: Miriam Rühle 13,70 Sekunden im Vorlauf (7. RLP-Wertung, 4. LVR-Wertung); Judith Haderlein 14,23 Sekunden im Vorlauf (12. RLP-Wertung, 8. LVR-Wertung); 200 Meter: Judith Haderlein 28,92 Sekunden (8. RLP-Wertung, 7. LVR-Wertung).

Männliche Jugend U18, 200 Meter: Eric Kreuter 24,17 Sekunden (5. RLP-Wertung, 4. LVR-Wertung).



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