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Nachricht vom 05.09.2021    

DGB Kreisverband Neuwied: Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus

DGB, OB Jan Einig, Amnesty International Neuwied, Katholische Arbeitnehmerbewegung Engers-Mülhofen und Liedermacher Manfred Pohlmann erinnerten an die Opfer des Faschismus. Konkret an den 1. September 1938 als Hitlers Wehrmacht in Polen einmarschierte und damit den 2. Weltkrieg auslöste.

Fotos: Jürgen Grab

Neuwied. „Dieser alljährliche Antikriegstag ist für uns als Gewerkschafter immer wieder ein wichtiger Grund, der Kriegsopfer und der Opfer von Gewalt und Terror zu gedenken, die sowohl in der Vergangenheit während des Hitler-Faschismus als auch in der Gegenwart in etlichen Ländern der Erde unter willkürlichen und bedrückenden Situationen leiden und sterben müssen. Für sie alle in Vergangenheit und Gegenwart wollen wir unsere Stimme erheben, um auf diese Weise nicht nur an deren persönliches Schicksal zu erinnern, sondern ebenso die Gedanken der Abrüstung, Entspannung und Gerechtigkeit zu erneuern. Deshalb nehmen wir als Gewerkschaften auch die nächste Bundesregierung in die Pflicht, dass diese klar Position bezieht für Abrüstung und Entspannung.

Denn es müssen alle vorhandenen Ressourcen in das Leben von Menschen und den Erhalt der Natur gesteckt werden und keinesfalls in die Rüstung und somit in Kämpfe und Zerstörung“, betonte die stellvertretende DGB-Kreisvorsitzende Alexandra Eidenberg bei der Veranstaltung am Mahnmal auf dem Neuwieder Graf-Friedrich-Platz. Sie bat darum, eine Schweigeminute einzulegen für all die Menschen, die unter Gewalt und Folter leiden müssen und für die, die während der Nazi-Diktatur sowie in anderen faschistischen und autoritären Systemen bedrängt und ermordet wurden.

Alexandra Eidenberg verdeutlichte ebenso wie der Gastredner an diesem 1. September, Oberbürgermeister Jan Einig, ihr allgemeingültiges Credo, dass es „nie wieder Krieg und niemals wieder Faschismus geben darf!“. Dabei erinnerte der Oberbürgermeister auch an die ansteigende Zahl rechter Gewalttaten und den wachsenden Antisemitismus, der von Niemandem in diesem Land geduldet werden sollte, „denn solche Anfänge rechten Gedankengutes und entsprechende Gewalttaten, auch was den wachsenden Antisemitismus anbelangt, darf in keinem Fall ohne wirkungsvollen Protest bleiben“, betonte Einig, der ausdrücklich darauf verwies, dass es nie wieder einen von Deutschland ausgehenden Krieg geben darf.

Günter Salz von der Katholischen Arbeitnehmerbewegung Engers-Mülhofen erinnerte zudem an das Leid russischer Soldaten und der dortigen Zivilbevölkerung und machte darauf aufmerksam, dass das russische Volk mit mehr als 30 Millionen Toten einen großen Teil der getöteten Menschen des 2. Weltkrieges hinnehmen musste. Die nachdenklichen, freiheitsliebenden und sich gegen Krieg und Gewalt wendenden Lieder des Bendorfer Liedermachers Manfred Pohlmann hinterließen bei den Anwesenden am Mahnmal, an dem auch ein Kranz niedergelegt wurde, durchaus emotionale Momente, die die Besucher anlässlich des Antikriegstages in besonderer Weise berührten.




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Manfred Kirsch von Amnesty International erinnerte konkret an den 1. September 1938, als Hitlers Wehrmacht in Polen einmarschierte und damit den 2. Weltkrieg auslöste, der dann eine unvorstellbare Zahl von Toten, Verwundeten und verbrannter Erde hervorbrachte. „Dies alles und die damit einhergehende Grausamkeit und das Leid, das dieser Krieg über die Menschheit brachte, zeigen sehr deutlich auf, wie wichtig es heute ist, ein deutliches Nein zu sagen, wenn rechtsreaktionäre Kräfte in Deutschland versuchen nach Einfluss und Macht in unserem Land zu greifen.“

Ebenso wie zuvor Alexandra Eidenberg wies auch Manfred Kirsch darauf hin, dass gerade in dieser Zeit sich herausstellt, wie unsinnig es ist, Konfliktlösungen mit militärischen Mitteln erreichen zu wollen. Vielmehr sollte es möglich sein durch friedliche Konfliktlösungen auch Länder wie Afghanistan zu befrieden. Weiter forderte Kirsch, dass der weltweite Kampf gegen Krieg, Terror und für Frieden, Freiheit und Menschenrechte kompromisslos und konsequent geführt werden muss.

„Was wir brauchen, das ist eine ständige Aufgabe, ist der tagtägliche Einsatz nicht nur der Gewerkschafter, sondern ebenso der gesamten Zivilgesellschaft für die Grundwerte unserer Gesellschaft, nämlich für Solidarität, Demokratie und Freiheit. Ebenso muss eine nachweisbare Verbesserung des Klimas und die Beseitigung der Armut hervorgebracht werden, um der Menschheit ein friedvolles Miteinander zu vermitteln, wobei solche Eigenschaften zweifellos für die Erhaltung eines innergesellschaftlichen Friedens in Deutschland und der Welt notwendig sind“, betonte Kirsch abschließend.
Jürgen Grab



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