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Nachricht vom 05.08.2021    

Resto Pesto: Kartoffelpüree kann mehr

Die Erntezeit für frische heimische Kartoffeln ist in vollem Gange. Doch nach dem Kauf treiben sie oft schneller aus, als man sie verwerten kann. Dann stellt sich die Frage: Ausschneiden oder Wegwerfen?

Kartoffelturm. Foto: privat

Linkenbach. Solange die Triebe nicht mehr als etwa fünf Zentimeter lang sind, ist die Knolle noch genießbar. Zudem sollte sie noch nicht weich sein. Da die Triebe das giftige Solanin enthalten, müssen diese großzügig entfernt werden.

Was tun, falls die Triebe schon zu lang sind? Wer einen freien Platz im Beet hat, kann die ausgekeimten Knollen mit vier bis fünf handbreit Abstand voneinander in die Erde setzen und später eigene Kartoffeln ernten. Eine pfiffige und sehenswerte Alternative ist ein selbst gebauter Kartoffelturm aus Restholz, Drahtresten oder aufeinandergestapelten Autoreifen – mit einer einfachen Online-Suche findet sich eine Vielzahl von Bauanleitungen.

Um ein unerwünschtes Keimen zu verhindern, lagert man die Kartoffeln am besten bei absoluter Dunkelheit und einer Temperatur von rund 10 °C. Wer zum Beispiel einen geeigneten Keller hat, kann dort die Kartoffeln für mehrere Monate lagern. Wer diese Möglichkeit nicht hat, sollte zumindest auf Schutz vor Licht und bei der Einkaufs- und Essensplanung auf die zeitnahe Verwertung der Knollen achten.

Kartoffelbrei ist ein beliebter Klassiker, über die benötigte Menge an Butter (viel oder sehr viel?) streiten sich die Experten. Bleibt ein Rest, hält sich dieser nur kurz im Kühlschrank und bleibt geschmacklich deutlich hinter der frisch zubereiteten Version zurück. Die Lösung: Gnocchi aus Püreeresten und Kartoffelflocken, wie sie für Instant-Kartoffelpüree verwendet werden.



Gnocchi aus Püreeresten
Zutaten:
460 g Kartoffelpüree
100 g getrocknete Kartoffelflocken (Instant-Kartoffelpüree)
2 Eier, verquirlt
½ TL gemahlene Muskatnuss
1 Prise Salz
50 g Mehl, plus ein wenig mehr zum Verarbeiten

Zubereitung:
Das fertige Kartoffelpüree mit den Kartoffelflocken mischen, dann mit Eiern, Muskatnuss und Salz vermengen.
Mehl hinzugeben und mit den Händen zu einem weichen Teig kneten.

Den Teig in vier Teile aufteilen und zu zwei Zentimeter dicken Rollen formen. Je zwei Zentimeter lange Stücke abschneiden und in Mehl wälzen, sodass sie rundum bestäubt sind. 15 Minuten kalt stellen.

Die Gnocchi in einem Topf mit kochendem, leicht gesalzenem Wasser ein bis zwei Minuten garen, bis alle an die Oberfläche steigen. Mit einer Schaumkelle aus dem Wasser nehmen.

Dazu passt eine frisch gekochte Tomatensauce. Resto Pesto ist eine Initiative gegen Lebensmittelverschwendung der Abfallwirtschaft Landkreis Neuwied in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung Neuwied.


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