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Nachricht vom 29.07.2021    

Feuerwehr auf dem aktuellen Stand der Technik

Von Klaus Köhnen

Bereits am 7. Juli (2021) konnte die Freiwillige Feuerwehr Horhausen einen neuen Gerätewagen Messtechnik (GW-Mess) in Empfang nehmen. Das Fahrzeug ist die Ersatzbeschaffung für das Anfang der 1990er Jahre in Horhausen stationierte Messfahrzeug Gefahrgut, das den aktuellen Anforderungen nicht mehr entspricht.

Die Freiwillige Feuerwehr Horhausen konnte einen neuen Gerätewagen Messtechnik (GW-Mess) in Empfang nehmen. Fotos: kkö

Horhausen/Region. Hauptaufgabe des GW-Mess ist im Einsatzfall das Detektieren von Gefahrstoffen. Hierfür werden verschiedene Geräte zum Messen, Feststellen und Bestimmen von Gefahrgütern, wie beispielsweise atomarer Strahlung oder chemischer Stoffe, mitgeführt. Neben der Messtechnik sind auf dem Fahrzeug unter anderem Atemschutzgeräte, Werkzeuge zur Probenentnahme sowie Prüfröhrchen zum Nachweis von Gasen untergebracht.

Aufgebaut wurde das Fahrzeug auf einem Allrad-Fahrgestell von Mercedes-Benz mit vollautomatischem Schaltgetriebe. Beim Feuerwehrtechnischen Aufbau wurde sich für einen Kofferaufbau entschieden. Der Koffer ist im vorderen Drittel geteilt und bietet dort einen Arbeitsplatz zur Stoffrecherche. Mithilfe von Internetanbindung, einem Laptop und Fachliteratur kann so das Gefahrgut an der Einsatzstelle bestimmt werden. Der Arbeitsplatz kann durch eine Tür vom hinteren Teil des Koffers betreten werden. Dieser beinhaltet die Beladung, welche in Schubladen und Regalen zugänglich ist.

Das Fahrzeug gehört zum Gefahrstoffzug des Landkreises Altenkirchen und wird im Rahmen des Gefahrstoffzugkonzeptes kreisweit zu Einsätzen mit Gefahrgut alarmiert. Dadurch liegt die Beschaffung und Unterhaltung eines GW-Mess im Aufgabengebietes des Landkreises.

Zwei Teileinheiten des Gefahrstoffzugs am Standort Horhausen
Neben dem Gerätewagen Messtechnik ist am Standort Horhausen auch der Gerätewagen Gefahrgut “GW-G” des Landkreises Altenkirchen stationiert. Der Gerätewagen Gefahrgut verfügt über umfangreiches Material, welches bei Einsätzen mit Gefahrgut benötigt wird. Neben Pumpen und Schläuchen für Gefahrgut zählen unter anderem Auffangbehälter für mehrere tausend Liter Flüssigkeit, Abdichtmaterial, Chemikalienschutzanzüge und nicht funken reißendes Werkzeug zur Beladung. Dieses Spezialwerkzeug kann auch in Bereichen eingesetzt werden, in denen Explosionsgefahr besteht. Das Fahrzeug dient zum Transport der Einsatzmittel zum Einsatzort und wird ebenfalls im ganzen Landkreis eingesetzt.




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Der Gefahrstoffzug des Landkreises Altenkirchen
Der Gefahrstoffzug des Landkreises Altenkirchen ist ein Verbund aus Fahrzeugen, welcher bei Einsatzlagen mit Gefahrgütern sämtlicher Art alarmiert wird. Die Fahrzeuge des Gefahrstoffzugs sind bei Feuerwehren, verteilt über das gesamte Kreisgebiet stationiert und stellen durch die dezentrale Verteilung ein zeitnahes Eintreffen, Erkunden und Einleiten von wirksamer Hilfe im Schadensfall sicher.

Unterteilt sind die Einheiten im Landkreis in einen nördlichen und einen südlichen Gefahrstoffzug. Diese beiden Einheiten ergänzen sich bei größeren Einsatzlagen. In beiden Zügen werden sogenannte Teileinheiten vorgehalten. Diese Teileinheiten bestehen aus Mitgliedern der Einsatzabteilung, welche neben dem Feuerwehrdienst eine Zusatzausbildung für den Gefahrstoffzug durchlaufen haben. Im Einsatzfall werden die Fahrzeuge durch Angehörige der Teileinheiten besetzt, sodass sich an der Einsatzstelle Fachkräfte aus dem gesamten Kreisgebiet mit spezieller Ausrüstung einfinden. Gemeinsame Übungen der Teileinheiten sorgen für ein abgestimmtes und organisiertes Handeln an der Einsatzstelle und stellen so den Einsatzerfolg sicher. (pm/kkö)


Mehr dazu:   Blaulicht  
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