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Nachricht vom 26.07.2021    

Einsatzkräfte aus dem Kreis Neuwied sind vorerst wieder zu Hause

Landrat Achim Hallerbach dankt Feuerwehrleuten für "fantastische Arbeit" - Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) Holger Kurz: "Bin stolz auf meine Mannschaft"

Kameraden des Löschzugs Neuwied-Irlich. Das Foto steht ausdrücklich stellvertretend für all die Feuerwehrleute, die gar nicht auf ein Bild passen würden. Fotos: Kreisverwaltung

Kreis Neuwied. Die Einsatzkräfte aus dem Kreis Neuwied sind wieder zu Hause. Am Freitag haben sie den von ihnen geleiteten Abschnitt in Bad Neuenahr-Ahrweiler an die in Windhagen stationierten Kollegen aus Schleswig-Holstein übergeben, am Sonntagnachmittag konnte Landrat Achim Hallerbach die letzten Feuerwehrkameradinnen und -kameraden aus dem Katastrophengebiet wieder zu Hause begrüßen. „Alle sind gesund und ohne körperlichen Verletzungen in ihre Feuerwehrhäuser eingezogen“, zeigte er sich erleichtert.

Angefangen mit einer Bitte um Unterstützung mit Sandsäcken in der frühen Flutnacht waren die Feuerwehrfrauen und -männer aus dem Kreis Neuwied insgesamt zwölf Tage lang in wechselnden Schichten ununterbrochen im Einsatz. "Ihr habt fantastische Arbeit geleistet. Ihr habt alle einen vorbildlichen, hervorragenden, professionellen und bärenstarken Dienst für die Menschen im Ahrtal geleistet", rief Landrat Achim Hallerbach den Ehrenamtlichen zu, als er am Sonntag gemeinsam mit Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) Holger Kurz, dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach, Hans-Werner Breithausen, und Wehrleiter Peter Schäfer das Einsatzleitfahrzeug (ELW2) des Kreises Neuwied als letzte zurückkehrende Einheit am Standort in Kurtscheid in Empfang nahm.

BKI Holger Kurz zeigte sich dabei "stolz aus seine Mannschaft". Gefühlt sei jede Feuerwehrfrau und jeder Feuerwehrmann im Katastrophengebiet gewesen. "Das war ein wahnsinniger Einsatz. Ich kann nur allen herzlichen danken, auch den vielen Leuten im Hintergrund. Da hat ein Rädchen ins nächste gegriffen", sagt er und macht deutlich, dass die Ruhepause nun vor allem für die psychologische Verarbeitung genutzt werden muss. "Viele haben schreckliche Bilder gesehen und hatten Erlebnisse, die sehr belasten. Dieser Einsatz muss in der Seele aufgearbeitet werden", formuliert er es. Teilweise geschehe das einfach über gemeinsame Gespräche bei Treffen in den Feuerwehrhäusern, aber auch professionelle Kräfte seien im Einsatz. "Wir werden sie nicht allein lassen. Mit Unterstützung unserer Notfallseelsorger und weiterer Fachkräfte erhalten sie bestmögliche Betreuung bei der Verarbeitung der erlebten Ereignisse", verspricht Landrat Achim Hallerbach, der weiß, dass dies seine Zeit und eine gute Betreuung braucht.




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Wann genau es für die Neuwieder Kräfte wieder zurück ins Krisengebiet geht, steht noch nicht fest. "Der Einsatz verlagert sich ein wenig. Jetzt ist nicht mehr in erster Linie die Feuerwehr gefragt. Aber wir werden sicher auch noch gebraucht und eingesetzt werden", sagt Kurz.
Die Einheiten der anderen Hilfsorganisationen aus dem Kreis Neuwied befinden sich ebenfalls in der Übergabe auf Nachfolgeeinheiten. Nun gilt es, wieder “Kraft zu tanken” sowie alle Fahrzeuge und die technische Ausstattung zu reinigen und wieder in die regionale Einsatzbereitschaft zu stellen. Und auch für unsere Einsatzkräfte steht die Nachbereitung nunmehr an. „Für eine weitere Unterstützung stehen unsere Wehren bei einer entsprechenden Anforderung selbstverständlich zur Verfügung“, macht Hallerbach deutlich.

Shuttlebusse bringen Helfer ins Krisengebiet
Organisiert von der Neuwieder Kreisverwaltung in Kooperation mit dem Busunternehmen Zickenheiner und von der „Becker Touristik GmbH“ sind zahlreiche Helfer am vergangenen Freitag und Samstag zum freiwilligen Einsatz ins Krisengebiet gefahren worden. Sie leisteten in Bad Neuenahr-Ahrweiler wertvolle Unterstützung, in dem sie vor allem halfen, private Wohnungen und Häuser von Schlamm und zerstörten Möbeln zu befreien. Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen des Abtransports der riesigen Müllberge, die Ratten anlocken und von denen Seuchengefahr ausgeht. Aufgrund dessen und einer zusätzlichen Warnung vor erneuten Starkregenfällen (die glücklicherweise dann aber ausblieben), erließ die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) des Landes eine Allgemeinverfügung, dass Individualverkehr ins Krisengebiet für Sonntag und Montag untersagt ist. Da lediglich Anwohner und offizielle Hilfskräfte als Ausnahmen genannt wurden, musste die Kreisverwaltung die für diesen Tag organisierten Fahrten nach Bad Neuenahr-Ahrweiler leider kurzfristig wieder absagen. Landrat Achim Hallerbach dankt allen Helfen ausdrücklich – den tatsächlichen und auch den verhinderten. (PM)


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