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Pressemitteilung vom 20.07.2021    

Hochwasserkatastrophe: Handwerkskammer nimmt Hilfsangebote auf

Die Aktion "Handwerker helfen Handwerkern" ist direkt nach der Hochwasserkatastrophe entlang der Ahr gestartet und hat bundesweit eine Riesenresonanz ausgelöst. Die Handwerkskammer (HWK) Koblenz koordiniert über 400 Angebote aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland.

Auch die Handwerksbetriebe entlang der Ahr sind schwer von der Flutkatastrophe getroffen worden. (Fotos: HWK)

Koblenz/Ahrregion. "Nach vier Tagen haben wir über 400 Angebote aus ganz Deutschland und sogar aus dem Ausland, insbesondere Österreich, erhalten. Die Hilfsbereitschaft der Handwerker und auch vieler Privatpersonen im Sinne betroffener Handwerksbetriebe ist beeindruckend", fassen Ralf Hellrich und Kurt Krautscheid, Hauptgeschäftsführer und Präsident der Handwerkskammer (HwK) Koblenz in dieser ersten Phase der Hilfsmaßnahmen zusammen.

Von zentraler Bedeutung ist eine Bedarfsanalyse. „Die Nachfrage ändert sich von Tag zu Tag und noch ist es schwierig, die Angebote sinnvoll zusammen zu bringen“, nennt die HwK-Spitze die momentane Herausforderung.

„Dafür brauchen wir Informationen aus den Betrieben. Insofern bitten wir unsere Handwerker im Ahrtal, Kontakt aufzunehmen oder andere zu informieren, die uns dann kontaktieren.“ Die HwK ist in Bad Neuenahr-Ahrweiler mit der „Ahr-Akademie“ in der Wilhelmstraße 20 vertreten, in der weiterhin das Stromnetz und Internetverbindungen funktionieren. „Wir stellen unsere Arbeitsplätze dort den Handwerkern als Notbüro zur Verfügung. Die Akademie ist personell besetzt und unter 0261/ 398-309 erreichbar.“

Damit sichert die HwK auch einen „direkten Draht“ zur HwK-Betriebsberatung, die Geschädigten hilft oder eine Hilfestellung vermittelt. „Einige betroffene Unternehmen haben sich dort bereits gemeldet und wir gehen nun gemeinsam die nächsten Schritte. Viele Betriebe sind technisch nicht in der Lage, sich zu melden. Das müssen wir nun schnell in den Griff bekommen. Denn die Hilfsmaßnahmen können nur abgerufen werden, wenn wir schnell ein umfassendes Bild zu den Schäden in den Handwerksbetrieben haben“, macht die HwK deutlich.



„Es kommt jetzt sehr darauf an, die überwältigende Hilfsbereitschaft sinnvoll zu kanalisieren und diejenigen Institutionen damit zu betrauen, die jeweils das größte Knowhow und die beste Informationslage haben. Im Moment sind dies die Krisenstäbe der Kreisverwaltung und der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, daher leiten wir alle bei uns gemeldeten Unterstützungsangebote direkt auch dorthin weiter.

Außerdem wurde für Sachspenden oder Leihgaben für den betrieblichen Bedarf und Unterstützung in Form von Arbeitsleistung auf dem Internet-Portal der Kreishandwerkerschaft Ahrweiler die Rubrik „Handwerk hilft Handwerkern“ eingerichtet. Weiterhin ist die Telefonhotline der Handwerkskammer geschaltet, die Hilfsangebote anderer Betriebe und Ersuchen von betroffenen Handwerksunternehmen aufnimmt und Maßnahmen koordiniert.

0261/ 398-251 lautet die Telefonhotline, per E-Mail können Angebote und Anfragen unter hochwasserhilfe@hwk-koblenz.de eingereicht werden.
(Pressemitteilung HWK Koblenz)


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