Werbung

Nachricht vom 07.07.2021    

Kreisverwaltung: Pressesprecher Jürgen Opgenoorth tritt in Ruhestand

Für viele Menschen und vor allem für die Vertreter der Medien war Jürgen Opgenoorth mehr als 30 Jahre lang das Gesicht der Neuwieder Kreisverwaltung. Jetzt tritt der Pressesprecher in den Ruhestand.

Jürgen Opgenoorth, hier vorn in der Mitte neben seiner Ehefrau Birgit, ist im Ruhestand. Ihn verabschiedeten (von links) Erster Kreis-Beigeordneter Michael Mahlert, Roentgenmuseums-Direktor Bernd Willscheid, Kreis-Beigeordneter Werner Wittlich, Büroleiterin Diana Wonka, Philipp Stuntz vom Personalrat und Landrat Achim Hallerbach. Fotos: Kreisverwaltung/privat

Kreis Neuwied. Der Ruhestand ist „wirklich wohlverdient“, wie Landrat Achim Hallerbach beim Überreichen der Dankesurkunde deutlich machte. „Es war eine sehr gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit über viele Jahre“, betonte er und erinnerte an „viele tolle Geschichten und Projekte“. Die Kreisverwaltung, so Hallerbach, sei ein Dienstleister, der seine Dienstleistungen auch nach außen verkaufen muss. „Und das haben sie hervorragend gemacht“, sagte er.

„Ich habe mich immer herzlich willkommen gefühlt und bin gern zur Arbeit gegangen“, gab Opgenoorth zurück und erinnerte sich schmunzelnd an seine erste Begegnung mit dem heutigen Behördenchef: „Damals wurde er mir beim Lokalanzeiger als die große CDU-Nachwuchshoffnung präsentiert“, erzählte er. Beim Lokalanzeiger übrigens, weil der in Koblenz geborene Mann mit dem niederländisch klingenden Nachnamen keine klassische Verwaltungsausbildung absolviert hat.

Vielmehr studierte er zunächst Bauingenieurwesen und dann Englisch und Geographie auf Lehramt. Während seiner Zeit an der Hochschule begann er parallel als fester freier Mitarbeiter für die Rhein-Zeitung zu schreiben und trat schließlich 1985 eine Stelle als Redakteur beim Lokalanzeiger „Rhein-Wied-Kurier“ an. Zwei Jahre später war er zum Bereichsredaktionsleiter aufgestiegen, ehe er am 1.7.1989 als Pressereferent zur Kreisverwaltung wechselte. „Ich war schon ein wenig der Exot am Ende des Flurs“, erinnerte er sich mit einem Lächeln und berichtete, dass er damals der erste „echte“ Pressereferent des Hauses war. Vor ihm habe das Günter Kutscher „nebenbei“ gemacht. Und so konnte sich Opgenoorth selbst seinen Bereich aufbauen.

„Nebenbei“ ist Pressearbeit für eine Kreisverwaltung schon lange nicht mehr möglich. Denn viel hat sich verändert. „Ich weiß noch, dass es eine große Errungenschaft war, als wir Fax-Sammelnummern bekamen und nur noch eine Taste für zehn Empfänger drücken mussten“, blickte er zurück. Ähnlich wie die Technik habe sich auch die Einstellung im Hause zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit weiterentwickelt. „Da war ein unheimlicher Wandel feststellbar. Als ich anfing war die erste Reaktion auf eine Anfrage bei vielen Abteilungsleitern noch: ,Wer will das wissen und warum?‘“, erinnerte Opgenoorth. Mittlerweile hingegen sei ein Bewusstsein vorhanden, dass man den deutlich gestiegenen Informationsanspruch der Bevölkerung auch offensiv befriedigen muss.



NR-Kurier Newsletter: So sind Sie immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Eine Veränderung, die auch Philipp Stuntz vom Personalrat bemerkt hat. „Rückblickend fällt auf, dass die Tätigkeit des Pressesprechers im Lauf der Jahre einem kontinuierlichen Wandel unterzogen war, der in der jüngeren Vergangenheit noch einmal deutlich an Fahrt zugelegt hat. Und mit der enormen Steigerung des Informationsbedürfnisses muss eine vermeintlich träge Behörde erst einmal Schritt halten“, sagte er und hielt fest, dass es der Kreisverwaltung in seinen Augen mittlerweile gelänge, „die verschiedenen Kanäle mit ausreichend Futter“ zu versorgen. „Das ist sicherlich auch ein Verdienst von Jürgen Opgenoorth, der stets den Spagat geschafft hat, dass sowohl die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung als auch die Redakteurinnen und Redakteure in den Medienhäusern gern mit ihm zusammengearbeitet haben.“

Opgenoorth will, so berichtete er selbst, künftig eher mit beziehungsweise für Sohn und Tochter arbeiten, denen er schon während der vergangenen Urlaubswochen viel bei ihren privaten Bauprojekten geholfen hat. Er will sich aber auch seinen beiden Enkeltöchtern verstärkt widmen, mit dem Wohnmobil unterwegs sein und sich mit seinen Hobbies wie Musik und Fotografie beschäftigen. „Er wird schon das ein oder andere vermissen, vor allem seine Kollegen. Aber langweilig wird ihm nicht“, war seine Frau Birgit sicher.


Kommentar unseres Chefredakteurs Wolfgang Tischler
Als der NR-Kurier in 2011 gegründet wurde, da wurden wir beim ersten Kontakt von Jürgen Opgenoorth in der Kreisverwaltung mit offenen Armen empfangen. Ich kann mich noch gut daran erinnern. Diese offene Art hat sich in all den zurückliegenden Jahren nicht geändert. Egal was und wann wir etwas angefragt haben, es gab immer eine Antwort. Wenn man sich bei Terminen traf, gab es viele nette und auch persönliche Gespräche und natürlich auch immer die erforderlichen Informationen.

Wir wünschen Jürgen Opgenoorth und seiner Frau Birgit in dem neuen Lebensabschnitt alles Gute. Unsere Wege werden sich sicherlich bei der einen oder anderen Veranstaltung kreuzen, darauf freue ich mich.


Lokales: Neuwied & Umgebung

Jetzt Fan der NR-Kurier.de Lokalausgabe Neuwied auf Facebook werden!

Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
 


Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus der Region


"Kirche im Grünen" am Naturerlebnispfad in Dürrholz

Dürrholz. Die Resonanz war entsprechend und so kamen annähernd 100 Personen, darunter sehr viele junge Familien mit ihren ...

Schloss Montabaur: das gelbe Wahrzeichen über den Dächern der Stadt

Montabaur. Ein echtes Wahrzeichen der Stadt Montabaur ist das gelbe, auf dem Schlossberg über der Stadt thronende Schloss ...

Rhein-Kaufhaus: Neue regionale Online-Einkaufsplattform in Bad Honnef

Bad Honnef. Gemeinsam mit strategischen Partnern – dem Einzelhandelsverband Bonn Rhein-Sieg-Euskirchen, der IHK Bonn/Rhein-Sieg ...

Freudentag in Nauort: Ländliche Hausarztpraxis eröffnet

Region. Nachdem bekannt geworden war, dass der bis dahin praktizierende Hausarzt Dr. Volker Kuch seine Praxis aus Altersgründen ...

Kita-Situation in Roßbach angespannt: Treffen von Landrat und Bürgermeisterkandidat

Roßbach. "Um dieses Problem zu lösen, werden wir schnellstmöglich zusätzliche Plätze schaffen. Durch diese umfangreichen ...

Linzer Husarencorps Grün-Weiss wählte neuen Vorstand

Linz. Sebastian Genz erwähnte zudem die im Geschäftsjahr durchgeführten Ehrungen, die nicht wie gewöhnlich im Rahmen der ...

Weitere Artikel


Plakataktion in Bad Honnef gestartet: Wahlhelfer gesucht

Bad Honnef. Der Slogan heißt „Sie müssen nicht jeden Sonntag für uns aus dem Bett springen“. Aber für Sonntag, 26. September, ...

Milchkönigin Vivian Ludwig besuchte Landesschule für Gehörlose und Schwerhörige

Neuwied. Es ist nicht zuletzt der pädagogischen Fachkraft und Kunstlehrerin der Einrichtung, Christa Kiessewetter, zu verdanken, ...

Tischler freigesprochen

Neuwied. Umso erstaunter, um nicht zu sagen, fassungslos traf man auf einen Vorsitzenden der Innung, Norbert Dinter und den ...

Westerwälder Rezepte: Kartoffel-Radieschen-Salat mit Frikadelle

Region. Der Kartoffel-Radieschen-Salat ist einfach herzustellen mit einer fertigen Knoblauchcreme. Frikadellen sind immer ...

Carl Loewe Musiktage in Unkel

Unkel. Unter dem Motto „Sommer am Rhein“ werden, dem Thema „Nordlichter" des rheinland-pfälzischen Kultursommers entsprechend, ...

Freiluft-Konzert: Italienischer Abend im Freibad am Aubach

Oberbieber. Das Duo „Rocco und Francesco“ musizierte zusammen 1996 bis 2008 auf großen Bühnen in verschiedenen Ländern mit ...

Werbung