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Nachricht vom 29.06.2021    

Die „Wolfskinder“ sind bereit für die Schule

Bald ist es soweit. Die Vorschulgruppe „Wolfskinder“ der Kindertagesstätte Hummelnest in Linz-Roniger Hof freut sich schon auf ihren bevorstehenden Schuleintritt.

Die verschiedenen Stationen der Aufgaben. Fotos: Kita

Linz. Trotz Corona und der vielen Einschränkungen haben sich die Kinder ihre Freude nicht nehmen lassen, gemeinsam das letzte Kita-Jahr unvergesslich und lehrreich zu gestalten und auch in diesem Jahr ihre Vorschulprojekte zu starten. Im Rahmen der Kinderkonferenz wurden jede Menge spannende Themen ausgewählt und behandelt. Die Entdeckungsreise der „Wölfe“ führte zu den verschiedenen Berufsgruppen, wie Feuerwehr, Polizei und Tierarzt. Zahlreiche Fragen wie: „Was macht die Polizei/Feuerwehr?“, „Wie führt man einen Einsatz durch?“ „Wie setzt man einen Notruf ab?“ und viele weitere Fragen wurden gemeinsam von den Kindern durch gruppendynamische Aktivitäten und Rollenspielen beantwortet.

Dabei erfuhren die Kinder, dass Teamarbeit sehr wichtig ist und man nur so gemeinsam etwas schaffen kann. Demnächst erwartet die Kinder auch ein Besuch von der Linzer Polizei, wo sie sich einen Streifenwagen vom Nahen anschauen können.

Ein weiteres Highlight war der Besuch der Tierärztin, wo die Kinder die Gelegenheit hatten, sich Knochen von verschiedenen Haustieren wie die eines Hundes und Pferdes anzuschauen. Die Kinderaugen wurden erst recht größer, als eine Erzieherin ihren Hund in die Kita mitbrachte und die Kinder mithilfe eines Stethoskops sein Herz abhören durften.

Außerdem fand eine Gesprächsrunde statt, wo die Kinder zahlreiche Fragen stellen konnten, unter anderem: „Können Haustiere auch Corona bekommen?“. Zum Schluss erhielt jeder Teilnehmer eine Tüte samt Spritzen, Verbände et cetera. Sich einen Tag lang wie ein echter Tierarzt/Tierärztin fühlen zu können, war ganz schön aufregend.

Auch weitere Themen, wie der menschliche Körper, haben die Kinder gemeinsam erarbeitet. Der Wunsch, sich ein Skelett genauer anzuschauen, wurde von den pädagogischen Fachkräften des Vorschulteams gerne aufgenommen und so gab es erst einmal eine kleine Einführung in Form einer Bilderbuchbetrachtung, bevor es an den praktischen Teil ging und jedes Kind sein eigenes Skelett gestaltet hat.

Dabei wurden die verschiedenen Knochen und ihre Begriffe erlernt, und die Kinder erfuhren so, welche Funktionen die einzelnen Knochen haben und wo sich diese jeweils befinden. Zum Schluss wurde ein „Kino“ veranstaltet wo sich die „SchuKis“ einen Film über den Körper in kindlicher Darstellung angeschaut haben. Einige Kinder erklärten auch, dass nicht jeder Mensch Arme oder Beine besitzt und beispielsweise ihren Mund als Hilfe benutzen, um zu schreiben. So entstand schließlich die Idee für das nächste Angebot. Die Kinder wollten unbedingt erfahren, wie es ist, ohne eines bestimmten Körperteils zu leben oder nicht sehen oder hören zu können. Dazu wurde im Turnraum ein Parcours aufgebaut, den die Kinder durchlaufen mussten. Jedes der Kinder hatte eine „Beeinträchtigung“ und es war nicht gerade einfach, den Parcours zu begehen. Für die „Blinden“ war es eine besondere Herausforderung, denn diese mussten sich ganz alleine auf ihre anderen Sinne verlassen, wie das Hören und Tasten.



Doch zum Glück gab es Unterstützung von den anderen Teilnehmern. Trotz der körperlichen Einschränkung, haben es die Kinder mit Bravour gemeistert. Daraus schlossen sie eine sehr wichtige Erkenntnis, nämlich dass jeder einem Menschen mit Beeinträchtigung seine Hilfe anbieten kann, wenn dieser sie benötigt. Aber auch Verantwortung für andere übernehmen zu können, ist für ein Schulkind von wichtiger Bedeutung.

Auch während der Phase des eingeschränkten Regelbetriebes haben alle gemeinsam das Beste daraus gemacht, um den Kontakt zu den Wolfskindern aufrecht zu erhalten und die Vorschultreffen weiter fortgeführt. Dank der Kita App gab es wöchentlich verschiedene Aufgaben, die die Kinder zuhause gelöst und an die Kita zurückgeschickt haben, etwa durch Briefe, selbst gemalte Bilder oder E-Mail. Unter anderem hatten die Kinder die Aufgabe, eigenständig etwas einzukaufen und an der Kasse zu bezahlen oder auch Erkundungen im Wald zu machen. Auch andere lebenspraktische Tätigkeiten, wie das Benutzen eines Maßbandes und Abmessen von beliebigen Gegenständen bekamen die Kinder als Aufgabe gestellt. Die Vorschulkinder, die sich noch in der Einrichtung befanden, haben die Aufgaben dort gelöst.

Für jede gelöste Aufgabe gab es einen Stern. Zusammen mit dem Stern wurden die gelösten Aufgaben am Turnhallenfenster zur Darstellung für die Kinder und Eltern am Turnhallenfenster aufgehängt. Nach einer bestimmten Anzahl an gesammelten Sternen konnten sich die Kinder etwas wünschen, wie zum Beispiel das gemeinsame Kochen des Lieblingsessens oder kleinere Ausflüge, sofern dies noch unter den pandemischen Umständen möglich war.

Besonders erfreut sind die zukünftigen Schulkinder, dass der geplante Abschluss, wie erhofft, stattfinden kann. Die Kinder haben sich für die Lego Ausstellung in der Stadtgalerie Neuwied entschieden. Morgens geht es auch schon direkt mit einer gemütlichen Zugfahrt los. Nach der Ausstellung werden schließlich die Portfolio Mappen aus der gesamten Kita-Zeit überreicht, während sich die Kinder mit einer leckeren Pizza stärken.
(PM)



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