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Nachricht vom 17.06.2021    

Der Skulpturenweg Reckenthal: Kunstwerke im Gelbachtal bei Montabaur

Von Katharina Kugelmeier

Eine Ausstellung unter freiem Himmel, so könnte man die Rundwanderung des Skulpturenwegs in Montabaur bezeichnen. Auf einer großen Runde mit knapp zehn Kilometern oder einer kleinen Runde mit knapp sieben Kilometern können Wandernde insgesamt 42 Kunstwerke am Wegesrand entdecken.

Holzschnitzereien aus heimischem Holz von internationalen Künstlern gestaltet, finden Wandernde auf dem Skulpturenweg Reckenthal bei Montabaur. Foto: VG Montabaur

Montabaur. Wandern und Kunst, zwei Bereiche, die nur selten eine gemeinsame Schnittmenge haben. Perfekt gelungen ist diese Kombination in Montabaur, wo insgesamt 42 Holzskulpturen internationaler Künstlerinnen und Künstler eine große und eine kleine Rundwanderung säumen. Während die Kunstschaffenden aus aller Welt kommen, ist das Holz der Skulpturen aus heimischen Regionen und stammt aus umliegenden Wäldern.

Start beider Rundwanderungen ist der Montabaurer Stadtteil Wirzenborn. Während der kleine Rundweg von Wirzenborn über Reckenthal führt, schließt die lange Strecke zusätzlich noch Bladernheim mit ein. Durch und über die Höhen des Gelbachthals und im Naturpark Nassau verlaufen beide Wege über die beliebte Flaniermeile mit Blick auf Schloss Montabaur. Und auch die Kunst lässt nicht lange auf sich warten, denn die erste Skulptur findet sich gleich am Parkplatz. Mit einem steilen Aufstieg beginnen dann beide Runden, die in weiten Teilen gleich sind, in Richtung der Grillhütte in Wirzenborn. Hat man den Aufstieg geschafft, geht es weiter über den asphaltierten Panoramaweg in Richtung Reckenthal. Neben den Kunstwerken sollte man hier auch den fantastischen Ausblick in Richtung Montabaur genießen, der auch Schloss Montabaur, das Wahrzeichen der Stadt, einschließt.

Foto: VG Montabaur

Vorbei am Wasserhaus führt der Weg über die Höhen des Gelbachtals. Bis zur Skulptur Nummer 8 ist der Weg der großen und kleinen Runde noch gleich. Entscheidet man sich für die kurze Strecke, biegt man an der Feldscheune links ab und folgt der Strecke durch Reckenthal. Die Kunstwerke 9 bis 13 liegen auf dem Teilstück der kurzen Runde, bevor die beiden Wege ab Skulptur 34 wieder zusammen zurück nach Wirzenborn verlaufen. Neben den Skulpturen ist auch das kleine Dorf Reckenthal absolut sehenswert. Mit seinen bezaubernden Fachwerkhäusern in der Dorfmitte und dem historischen Laufbrunnen lohnt sich auch ein kurzer Abstecher für alle, die sich für die lange Rundwanderung entscheiden. Kehrt man bei Skulptur 12 um und folgt anschließend der großen Strecke, versäumt man nur eine Skulptur, die Nummer 13. Diese könnte man jedoch mit einem zweiten Abstecher bei Figur 34 auch noch einschließen.

Foto: VG Montabaur

Bleibt man auf der langen Route, folgt auf Skulptur Nummer 8 als nächstes die Nummer 14. Immer weiter über die Höhen des Gelbachtals geht´s weiter bis zum „Sofa im Wald“, an welchem man links und wieder links in den Buchenwald abbiegt. Durch den Wald gelangt man nach Bladernheim und durch den Ort bis zum Gelbach, welchen wir über eine Brücke queren. An der nächsten Kreuzung links geht es dann in Richtung Wüstung Sespenroth in Richtung Reckenthal, wo dann auch die beiden Wege wieder zusammenlaufen. Über den Rad- und Wanderweg entlang des Gelbachs durch den Wald und vorbei an Fischteichen gelangt man die Auen des Eisenbachtals. Entlang der Felsenpassage und nach einer weiteren kurzen Steigung kommt man zurück nach Wirzenborn zum Ausgangspunkt der Strecke.



Der ursprünglich nicht als Rundweg geplante Skulpturenweg wurde erst nach einem vierten Symposium zu einem Rundweg erweitert, und aus den vorher 27 Skulpturen wurden 42. Da die neuen Kunstwerke teils weit auseinander standen, fand die für den Weg verantwortliche Simone Levy eine schnelle Lösung. Sie füllte kurzerhand die Lücken mit Spenden aus ihrem eigenen Atelier, weshalb neben den offiziellen Skulpturen auch etliche kleine Tierfiguren zu entdecken gibt.

Der Skulpturenweg oder auch die Skulpturenwege sind eine wirklich besondere Strecke. Man braucht weder besonderes Kunstverständnis noch viel Phantasie, um sich an den wirklich tollen Kunstwerken erfreuen zu können. Sowohl als Flyer als auch online findet man für alle Interessierte zusätzlich Informationen zu den einzelnen Skulpturen. Die gesamte Strecke ist mit Wegmarkierungen gut ausgewiesen, weshalb sie auch für ortsunkundige Wandernde gut zu finden ist. Kinderwagen sind auf der Strecke unproblematisch, Rollstuhlfahrer könnten mit den teils starken Steigungen Probleme haben.


Tour-Informationen:

Art: Rundweg
Schwierigkeit: mittel
Strecke: circa 10 km (kleine Runde mit 6,5 km)
Dauer: 3 Stunden (kleine Runde 2 Stunden)
Steigung: circa 150 Höhenmeter
Familiengeeignet: Ja
Beschildert: Ja
Beschaffenheit: kinderwagentauglich, durch Steigungen nur bedingt rollstuhlgeeignet
Besonderheit: Holzskulpturen Ausstellung
Startpunkt: Wanderparkplatz Wirzenborn (L313 Gelbachstraße, 56410 Montabaur-Wirzenborn)
Zielpunkt: wie Startpunkt

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