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Nachricht vom 27.05.2021    

Kontrovers: Einbahnstraßenregelung in Berliner Straße Bad Honnef

Die Stadt Bad Honnef gemeinsam mit Abwasserwerk und Bad Honnef AG bauen die Berliner Straße im Bad Honnefer Stadtteil Selhof zwischen Menzenberger Straße und Brunnenstraße aus.

Thomas Zander (links), Sprecher der Initiative für die Einbahnstraßenregelung in der Berliner Straße, übergibt Bürgermeister Otto Neuhoff die Unterschriftenliste – rechts daneben: Erster Beigeordneter Holger Heuser und Marion Kamper (Anwohnerin der Berliner Straße). Foto: Stadt Bad Honnef

Bad Honnef. Die Ausbauplanung und Straßenverkehrsregelungen wurden in verschiedenen Varianten im Einzelgespräch und in einer Bürgerdialogveranstaltung mit den Anliegern der Berliner Straße besprochen. Der Ausschuss für Umwelt, Mobilität, Klimaschutz und Wald hatte am 22. April 2021 einstimmig bei zwei Enthaltungen die dritte Variante beschlossen. Diese wird allerdings zunächst ohne die vorgeschlagene verkehrsrechtliche Regelung, eine Einbahnstraße einzurichten, ausgeführt. Der Ausbau der Straße kann ohne die Festlegung der Verkehrsführung erfolgen, die abschließend vorgenommen werden wird.

Zwei Bürgerinitiativen haben sich mit Unterschriftenlisten jeweils für und gegen die Einbahnstraßenregelung zusammengefunden.

Die Bürgerinitiative der Anwohnenden der Berliner Straße hat aktuell 60 Unterschriften für die talwärts gerichtete Einbahnstraßenregelung im Rathaus an Bürgermeister Otto Neuhoff abgegeben. Bürgermeister Otto Neuhoff: „Im Vorfeld haben mehrere Dialogrunden stattgefunden. Es gibt unterschiedliche Sichtweisen auf die von den unmittelbaren Anwohnenden präferierten ‚Einbahnstraßenregelung‘. Ich bedanke mich für die von allen Seiten durchweg konstruktiv geführte Diskussion.“ Seine persönliche Präferenz sei es - vorbehaltlich der noch ausstehenden Prüfungen durch die RSVG und Polizei -, ein Pilotprojekt mit Einbahnstraßenregelung zu starten.

Die Bürger der Berliner Straße wünschen sich, trotz der engen Verhältnisse in Selhof eine höhere Verkehrssicherheit, die durch die Einbahnstraßenreglung in Verbindung mit einer Geschwindigkeitsreduzierung und versetztes Parken erreicht werden könne. Die Kleinbuslinie habe bei Gegenverkehr kaum Ausweichmöglichkeiten. Sie erwarten bei Gegenverkehr Schäden an der Gebäudesubstanz der anliegenden Häuser und Lärmemissionen. Thomas Zander, Sprecher der Initiative, bedankte sich ausdrücklich für den Dialog. Seine Wahrnehmung sei, dass die Bürger der Initiative von der Verwaltung gehört und wahrgenommen werden.

Gegen die Einbahnstraßenregelung im Straßenabschnitt wenden sich die Anwohnenden der unteren Karl-Simrock-Straße und Brunnenstraße. Sie hatten vor der Sitzung des Ausschusses im vergangenen Monat um die 60 Unterschriften abgegeben, weil sie durch die Einbahnstraßenregelung mehr Verkehrsbelastungen in der unteren Karl-Simrock-Straße und der südlichen Brunnenstraße befürchten sowie eine durch Umwege verursachte höhere Co2-Belastung im Stadtteil.

Die Entscheidung für oder gegen die Einbahnstraßenregelung wird durch ein Prüf- und Beteiligungsverfahren mit der Verkehrsgesellschaft RSVG und Polizei untermauert werden. Eine Verkehrszählung ist bereits im Vorhinein erfolgt, um Vergleichswerte für eine weitere nachträgliche Verkehrszählung zu generieren. Die Daten und Ergebnisse werden dem Ausschuss für seine Entscheidung vorgelegt.

Die Gesamtmaßnahme in der Berliner Straße umfasst die Erneuerungen der Straße mit allen Teileinrichtungen, der Mischwasserkanalisation sowie der Gas-, Wasser- und Stromleitungen einschließlich der Hausanschlussleitungen.




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