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Nachricht vom 20.05.2021    

Welttag der Biene: zehn insektenfreundliche Pflanzen

Am 20. Mai ist Welttag der Biene. Seit einigen Jahren beobachten Forschende eine überproportionale Sterblichkeit bei Bienenvölkern, die einen großen Einfluss auf das Ökosystem haben. Dabei geht es weniger um die bekannte Honigbiene, sondern eher um Wildbienen-Völker.

Die zehn beliebtesten Bienenpflanzen. Grafik: Heimwerker.de

Berlin/Region. Wollen Sie den umtriebigen Immen zum Weltbienentag – und auch sonst – etwas Gutes tun? Dann versuchen Sie es doch einmal mit diesen bienenfreundlichen Pflanzen für Balkon und Garten! Die Redaktion des Haus- und Garten-Portals Heimwerker.de hat die beliebtesten zusammengestellt, die die kleinen Summer in Ihren Garten oder auf Ihren Balkon locken – Ihr Beitrag gegen das Bienensterben. Bonus: Mit Aussaatkalender!

Die Top fünf der Google-Anfragen sind Rosmarin, Lavendel, Thymian, Sonnenblume, und Salbei.

Die beliebtesten zehn bienenfreundlichen Pflanzen im Einzelportrait:
Auf Platz 1: Der Rosmarin
Das würzige Küchenkraut, dessen aus dem Lateinischen stammender Name übersetzt poetisch “Tau des Meeres” bedeutet, machen sich bekanntermaßen gut in der Küche, kommen aber auch in der Naturheilkunde bei Kopfschmerzen und Nervenproblemen in Form von Tee oder Tinktur zum Einsatz. Der duftende Rosmarin möchte als mediterranes Kraut gerne sonnig und warm, aber auch geschützt stehen. Der Boden darf gerne ein wenig sandig sein. Besonders gerne steht er neben anderen südlichen Gewächsen wie Lavendel oder Thymian, insbesondere bei einer Pflanzung in der Kräuterspirale. Im Topf sollte die Pflanze regelmäßig, aber mäßig gegossen werden. Trockenheit verträgt sie problemlos, nur Staunässe sollte auf jeden Fall vermieden werden, denn darauf kann sie sehr empfindlich reagieren.

Auf Platz 2: Der Lavendel
Die wunderschönen lila Blüten der provencalischen Strauchpflanze lassen noch auf dem kleinsten Balkon mediterranes Flair aufkommen und sind auch bei den fleißigen Bienchen überaus beliebt. Wollen Sie den Bienen besonders entgegenkommen, sollten Sie Echten Lavendel (Lavandula angustifolia oder Lavandula officinalis oder Lavandula vera) pflanzen, da dieser besonders viel Nektar bereithält. Noch ein Vorteil: Die im Garten meist weniger gern gesehenen Wespen hält die stark duftende Pflanze fern. Aufgrund seiner südländischen Heimat hat der Halbstrauch kein Problem mit Trockenheit und gedeiht auch auf sandigem Boden. Der Standort sollte entsprechend auch sonnig und warm sein, der Boden eher nährstoffarm. Gerade im Winter sollte der Boden nicht zu nass sein, da der Lavendel sonst zu Frostempfindlichkeit neigt.

Auf Platz 3: Der Thymian
Das beliebte Küchenkraut bietet den Bienen mit seinen hübschen rosafarbenen, violetten und weißen Blütenteppichen besonders viel Nektar. Der Halbstrauch ist nicht pflegeintensiv, sollte aber einmal jährlich zurückgeschnitten werden, da er sonst zu sehr verholzen könnte. Die Aussaatzeit ist im Mai, Pflanzzeit von März bis Juni. Ernten kann man ihn das ganze Jahr. Als Heilpflanze kann der vielseitige Thymian bei Erkältungen und Atemwegserkrankungen eingesetzt werden, da er schleimlösend und antibakteriell wirkt. Aus den Blättern lässt sich ein wohltuender Tee oder auch Hustensirup bereiten.

Auf Platz 4: Die Sonnenblume
Die fröhlichen gelben Blüten der Sommerblume schlechthin begeistern Menschen ebenso wie die fleißigen Bienchen. Gerade die Gewöhnliche Sonnenblume (Helianthus annuus) bietet den Bienen in ihren riesigen Blüten viel Nektar und Pollen. Die Pflanzen müssen nicht allzu häufig gegossen werden und gedeihen am besten auf lehmigem oder sandigem Boden sowie – na klar – an vollsonnigen Standorten. Darüber hinaus liefert der Korbblütler im Herbst auch gleich noch seine leckeren Kerne zum Snacken oder zur Herstellung von Öl mit – und gute Laune gleich noch frei Haus dazu. Beachten Sie aber, dass die “klassische” Sonnenblume Helianthus annuus nicht winterhart ist. Staudenförmige Sonnenblumen-Arten wie z.B. Helianthus tuberosus sind mehrjährig. Die Wurzel der Tuberosus ist auch als Topinambur bekannt und bietet einen gesunden und diabetikerfreundlichen Kartoffel-Ersatz.



Auf Platz 5: Der Salbei
Die Bienen bedienen sich gern am Nektar seiner hübschen lila oder weißen Blüten. Besonders beliebt bei den kleinen Tierchen sind die Sorten Echter Salbei, Schopfsalbei und Muskatellersalbei. Wie seine anderen mediterranen Geschwister liebt auch diese Pflanze es warm und sonnig auf lehmigem oder sandigem Boden. Sie sollte nur mäßig gegossen werden und hält auch kürzere Trockenperioden aus. Staunässe dagegen ist ein No-Go für die Pflanze. Außerdem ist Salbei eine der bekanntesten Heilpflanzen; ihr lateinischer Name “Salvia” bedeutet wörtlich übersetzt “heilend”. Salbeitee ist von alters her als wirksames Hausmittel bei Rachenschmerzen bekannt und wirkt generell antiseptisch und entzündungshemmend. Gerade Schwangere sollten bei der Dosierung jedoch sehr vorsichtig sein, denn Salbei enthält den bei zu hohen Mengen toxischen Inhaltsstoff Thujon.

Auf Platz 6: Die Margerite
Die Wild- und Wiesenblumen mit den hübschen weißen Blüten sind sehr robust und pflegeleicht und gedeihen auf den allermeisten Böden ohne Probleme. Sie bevorzugen einen sonnigen Standort, die meisten Sorten kommen aber auch im Halbschatten zurecht.

Auf Platz 7: Oregano
Die rosaroten bis weißen Blüten erfreuen die Bienen von Juni bis Oktober mit ihrer nektarreichen Pracht. Das beliebte Gewürzkraut ist besonders aus der italienischen Küche bekannt und darf auf keiner Pizza fehlen. Als Heilpflanze kann der im Deutschen auch Dost genannte Oregano auch bei Magenbeschwerden oder Bronchitis zum Einsatz kommen.

Auf Platz 8: Koriander
Das würzige, petersilienähnliche Kraut kommt vor allem in der asiatischen Küche zum Einsatz und hat einen sehr intensiven und speziellen Geschmack, der durchaus polarisiert. Die Blätter und Samen haben eine appetitanregende und verdauungsfördernde Wirkung, Korianderöl wirkt antibakteriell und fungizid.

Auf Platz 9: Die Ringelblume
Die Pflanze sieht mit ihren leuchtend gelb- bis orangefarbenen Blüten wunderbar fröhlich aus und hat auch in der Verwendung als Heilpflanze lange Tradition, zum Beispiel für die Wundheilung in Salben. Der Dauerblüher steht am liebsten vollsonnig auf leicht lehmigen und nicht zu feuchten Böden, braucht ansonsten aber außer mäßigem Gießen kaum Pflege.

Auf Platz 10: Der Dill
Der frisch-würzig schmeckende Doldenblütler wird auch Gurkenkraut genannt und ist in Form von Tee und Samen auch als Heilkraut bei Magenproblemen geschätzt. Die kleinen gelben Blüten sind in flachen Dolden angeordnet und wirken so quasi wie ein Bienen-Magnet, auf dem sich die Tierchen gerne niederlassen. (PM)



Mehr zum Thema:    Naturschutz   
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