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Nachricht vom 13.05.2021    

Don Carlos zieht ins Schlosstheater Neuwied

Von Eckhard Schwabe

Kunst ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Kultur, ohne Kunst ist und wird es still. In Zusammenarbeit zwischen dem Schlosstheater Neuwied, dem Neuwieder Künstler Elmar Hermann und der Firma ASAS wurde das Kunstwerk „Don Carlos“ geschaffen, das in der Zukunft das Foyer des jungen Neuwieder Schlosstheaters schmücken wird.

Fotos: Eckhard Schwabe und Elmar Hermann (2)

Neuwied. Das Junge Schlosstheater (JUSCH) ist die neue Studio Bühne der Landesbühne Rheinland-Pfalz, gleich neben dem Schlosstheater Neuwied. In diesem neuen Format sollen ganzjährig Kinder- und Jugendtheaterstücke produziert und gezeigt werden. Im Foyer mit kleiner Gastronomie wird zur Eröffnung das vom Neuwieder Künstler Ewald Hermann geschaffene Kunstwerk „Don Carlos“ Einzug halten.

Das Junge Schlosstheater soll Treffpunkt und soziales Zentrum sein und für eine Wechselwirkung sorgen, die Kunst und Theater gesamtgesellschaftlich zugänglich macht. Darstellende Kunst lebt vom Augenblick und dem gemeinsamen Erleben. Bildende Kunst hingegen ist in der Lage, auf Raum und Kontext zu reagieren. Für das Junge Schlosstheater ist ein künstlerischer Eingriff in die offene Struktur des Foyers geplant, weiß Lajos Wenzel, Intendant des Schlosstheaters zu berichten. „Man muss Chancen entdecken, wir möchten einen Kulturtreffpunkt in Neuwied für alle Interessierte etablieren“, so Wenzel im Gespräch mit den Kurieren.

Wie kam es zum Kunstwerk Don Carlos?


Ausgangspunkt zum neu geschaffenen Kunstwerk war ein Foto von einer „Don Carlos“-Aufführung im Schlosstheater Neuwied. Zur Entstehung erklärt Künstler Elmar Hermann: „Die ausgewählte Szene zeigt einen Konflikt zwischen Don Carlos und seinem Vater König Phillip. Während der Vater sehr traditionell orientiert ist, strebt Don Carlos nach neuen Ideen. Wie bei einer ganzen Reihe anderer Skulpturen aus den letzten Jahren, wird die angespannte Atmosphäre zwischen den Figuren skulptural rekonstruiert.“ Kunst lässt viel Raum zur Interpretation, so auch dieses neue Kunstwerk. Dazu Lajos Wenzel: „Neben den Aufführungen möchten wir eine künstlerische Stätte schaffen, Kunst in all ihren Facetten begreifbar machen.“

Aus dem Raum zwischen den Profilen wurde am Computer eine dreidimensionale Form entwickelt, die anschließend mit großzügiger Unterstützung der in Neuwied ansässigen Firma ASAŞ aus Aluminium produziert wurde. „ASAS gründete 2015 das Unternehmen ASAŞART, um künstlerische Projekte zu fördern und zu realisieren“, berichtet Fred Häring von ASAS.

Dank dieser Unterstützung sei es möglich gewesen, eine hochglanzpolierte Skulptur, die rund 800 Kilogramm wiegt, in der Türkei herzustellen zu lassen, um sie anschließend nach Neuwied zu transportieren, hieß es seitens aller Beteiligten. Von Juni bis September wird die neu geschaffene Skulptur vor dem Schlosstheater in Neuwied zu sehen sein, bevor sie zur Eröffnung des Jungen Schlosstheaters ins dortige Foyer einziehen wird.
Eckhard Schwabe


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