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Nachricht vom 13.03.2021    

Nicole nörgelt … über das Lächeln vor und nach dem Wahltag

Von Nicole

GLOSSE | Eigentlich wollte ich mir gestern auf dem Weg zum Wocheneinkauf mal den Spaß machen und nachzählen, wie oft mir vom Straßenrand in Überlebensgröße zugelächelt wird. Lustiges Wahlkampfplakate-Domino sozusagen.

Region. Allerdings war es nur die ersten Meter lustig, dann verschwammen mir die gebleckten Zähne, hochgezogenen Lippen und Unschuldsminen vor den Augen. Manchmal liegt zwischen Haifischgrinsen und Großer-Bruder-Schmunzeln nur ein Kameraklicken mehr oder weniger.

Haben Sie sich auch schon gefragt, ob diese freundlichen Gesichter von den strategisch designten Plakaten so selig lächeln, weil sie sich grade ausmalen, wie sie sich nach der Wahl die Taschen voll machen? Denken „die“ eh nur an den eigenen Vorteil, sobald die Wahllokale geschlossen haben und es wieder Jahre dauert, bis sie uns das nächste Mal ins Gesicht lächeln müssen?

Jaja, schon gut, das war jetzt übertrieben. Politiker sind auch nur Menschen und Politik ist – entschuldigen Sie die Wortwahl! – manchmal ein echter Scheißjob! Du kannst es keinem so richtig rechtmachen, irgendwer fühlt sich immer auf den Schlips getreten und selbst, wenn du deiner Linie treu bleibst und dafür einstehst, was du vor der Wahl versprochen hast, wird irgendwann der Moment kommen, in dem du dich mit einem Kompromiss zufriedengeben musst, und spätestens dann wird jemand schreien, dass du wahrscheinlich sogar zu doof bist, deinen eigenen Namen richtig zu schreiben.

Irgendeine Leiche im Keller? Werden Sie bloß kein Politiker! Irgendwer gräbt immer tief genug, und sei es nur aus Spaß an der Freude, jemanden – fast egal wen! – zu Fall zu bringen. Der Absturz von der umjubelten Lichtgestalt zur Schießbudenfigur auf der Abschussliste geht schneller als gedacht, das hat mancher einst gefeierte Politstar schon erleben müssen. Auch Politiker sind selten nur gut oder nur schlecht und mit Sicherheit sind sie keine unfehlbaren Altruisten, die keine Egos und keinen eigenen Vorteil kennen.



Ich gehe jede Wette ein: Nach der Wahl werden wir uns wieder verarscht fühlen, die einen früher, die anderen später. Und jetzt? Soll man deshalb aufhören zu wählen und sich am Wahltag mit einem „Bringt ja eh alles nichts!“ in den Schmollwinkel verziehen? Zum Parolen austauschen an die Biertheke gehen funktioniert ja gerade nicht. Zur Hölle, nein! Wer nicht wählen geht, hat gefälligst auch nicht zu meckern, was „die“ wieder alles verzapfen! Und das sagt die Nörgeltante vom Dienst...

Übrigens, falls Sie das Ergebnis meines Wahlplakate-Bingos interessiert: Ich habe bei 97 aufgehört zu zählen. Trotzdem: Gehen Sie zur Wahl! Geben Sie Ihre Stimme ab, wenn Sie das nicht schon längst per Brief getan haben. Und wenn es nur den Sinn hat, dass wir nach der Wahl nicht im braunen Schlamm versumpfen! Wie ging noch dieser Spruch, den ich neulich gelesen habe? „Wählen ist wie der Besuch beim Zahnarzt. Wenn man nicht hingeht, wird’s braun.“

In diesem Sinne, bleiben Sie gesund und machen Sie ihr Kreuzchen!
Ihre Nicole


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