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Nachricht vom 24.01.2018 - 11:05 Uhr    

Die Neuwieder Bären erwartet ein heißer Gegner

Der EHC „Die Bären" 2016 kehrt am Sonntag dorthin zurück, wo Anfang Januar die noch junge und so erfolgreiche Amtszeit von Trainer Daniel Benske (fünf Siege aus sechs Partien) begann. Die Neuwieder Eishockey-Spieler sind nach dem spielfreien Freitag ab 18 Uhr in der Regionalliga West bei den Lauterbacher Luchsen zu Gast. „Die haben im letzten Spiel gegen uns eine bis dahin ihrer besten Saisonleistungen gebracht", erinnert sich der EHC-Coach an den umkämpften 7:5-Erfolg der Bären.

Bären-Neuzugang Daniel Pering (blaues Trikot) hat in den Partien gegen Diez-Limburg und Neuss bereits bewiesen, dass er mit seiner soliden Spielweise eine Verstärkung für die Neuwieder Abwehr ist. Foto: Verein

Neuwied. Im Nachhinein lässt sich sagen, dass die Leistung der Hessen keine Eintagsfliege war. Sie bündeln auf der Zielgeraden der Hauptrunde alle Kräfte, haben neun ihrer 19 Punkte in den vergangenen fünf Begegnungen geholt, trotz 1:4-Rückstand nach einer Viertelstunde in Hamm noch gewonnen (8:5), gegen Tabellenführer EG Diez-Limburg (3:7) bis zur 55. Minute nur mit 3:4 hinten gelegen – und das obwohl jeweils nur elf Feldspieler zur Verfügung standen. „Die Lauterbacher sind eine unangenehme Mannschaft, die ähnlich wie Neuss am Sonntag aus einer stabilen Defensive kommt. Wir müssen die Verteidiger taktisch etwas anders anlaufen und mehr Pressing ausüben", erklärt Benske. In diesen Bereichen sei er beim 3:1-Sieg am Sonntag über seinen Ex-Verein „nur 90 bis 95 Prozent zufrieden" gewesen.

Zu denjenigen, die „anders anlaufen" sollen, zählen anders als am zurückliegenden Wochenende wieder die kompletten vorderen Angriffsreihen, nachdem im Derby gegen Diez-Limburg Torjäger Martin Brabec und am Sonntag gegen Neuss Moritz Schug jeweils nach Spieldauerdisziplinarstrafen gesperrt waren. Aussetzen muss diesmal Abwehr-Routinier Andreas Wichterich. „Wir spielen körperbetontes Eishockey und müssen uns bei den Strafen natürlich zunächst einmal an die eigene Nase fassen. Aber ob wirklich jede große Strafe gegen uns angebracht ist, da habe ich meine Zweifel", sagt Benske, nach seiner aktiven und vor seiner Trainerlaufbahn selbst als Schiedsrichter aktiv, zu so mancher nicht nur in seinen Augen zweifelhaften Entscheidung der Unparteiischen.

„In Lauterbach müssen wir auf jeden Fall versuchen, von der Strafbank wegzubleiben." Das Powerplay der Luchse hat nicht zuletzt durch die Nachverpflichtungen des Deutsch-Tschechen Jan Hammerbauer und des US-Amerikaners Robert Sokol noch einmal an Qualität gewonnen. „Richtig gute, torgefährliche Leute", hat Benske längst erkannt. Die Zahlen sprechen für sich: Hammerbauer verbuchte gegen Diez-Limburg, Hamm und Dinslaken zehn, Sokol elf Scorerpunkte. Ihre Tore bringen die Vogelsbergler wieder ins Geschäft um die Play-off-Qualifikation. Vor ihrem Freitagspiel in Neuss haben die Lauterbacher nur einen Zähler Rückstand auf Rang acht. „Die haben nichts zu verschenken", rechnet der EHC-Coach am Sonntag erneut mit einem Gegner, der um jeden Quadratzentimeter Eis kämpft.

Der Kampf der Bären gilt weiterhin mindestens Platz drei. Sechs Zähler beträgt der Vorsprung bei einem mehr absolvierten Spiel auf die Ratinger Ice Aliens, die beim nächsten EHC-Heimspiel am Freitag, 2. Februar, im Icehouse auflaufen. „Wir schreiben auf Rang zwei noch lange nicht ab", merkt Manager Carsten Billigmann fünf Spieltage vor den Play-offs an. Die lange Zeit topplatzierten Herforder liegen nur noch vier Punkte vor Neuwied. „In Lauterbach wollen wir gewinnen, um an Herford dranzubleiben", kündigen Billigmann und Benske an.


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