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Nachricht vom 12.12.2017 - 18:15 Uhr    

Weihnachtsausflug des Windhagener HVV zur Burg Satzvey

Der diesjährige Weihnachtsausflug des Windhagener Heimat- & Verschönerungsvereins als schon traditionelle Jahresabschlusstour führte die Vereinsmitglieder, verstärkt durch ein Dutzend Mitglieder der Stockhausener Dorfgemeinschaft auf den romantischen Weihnachtsmarkt der Burg Satzvey bei Mechernich in der Eifel.

Fotos: Achim Bruns.

Windhagen. Zuvor jedoch führte der 1. Vorsitzende des HVV Dr. Thomas Stumpf die Ausflügler zur Bruder Klaus Kapelle bei Wachendorf. Hier erläuterte eine der Mitbegründerinnen dieser aus privater Initiative gebauten Kapelle die Entstehungsgeschichte dieser eigenwilligen Konstruktion des Schweizer Architekten Peter Zumthor. Man fühlte sich dem Schutzpatron der Landjugend und des Landvolks, dem mittelalterlichen Schweizer Mystiker und Eremiten Bruder Klaus (Nikolaus von Flüe, 1417 – 1487) besonders verbunden und beschloss, ihm eine Feldkapelle zu errichten. Bei scharfem Wind und Schneetreiben des zweiten Adventssonntags wanderte man vom Busparkplatz über Feldwege zur Kapelle, die eher den Eindruck eines Wachturms als eines Gotteshauses erweckt. Absolut sehenswert ist das Innere dieser in Eigenarbeit errichteten Kapelle, ein Ort der absoluten Stille und frommen Einkehr.

Nach der Rückwanderung zum Busparkplatz war man froh, sich im warmen Bus aufwärmen zu können, bevor es auf den Weihnachtsmarkt der Burg Satzvey ging. Dieser rund um die kleine mittelalterliche Wasserburg aufgebaute Weihnachtsmarkt lässt wirklich keine Wünsche offen. Ein heißer Glühwein, Met oder Eierpunsch waren jetzt genau richtig und die Gruppe verteilte sich ziemlich schnell auf dem Gelände der Burg, um die umfangreichen Angebote des Weihnachtsmarkts zu erkunden, zu essen und etwas zu trinken.

Zu Recht behaupten die Initiatoren dieses Markts, dass er einer der schönsten und romantischsten in der ganzen Eifel sei. Dort wurde die Weihnachtsgeschichte von Laiendarstellern in mittelalterlicher Weise in lateinischer Sprache aufgeführt und man konnte Maria und Josef mit ihrem Esel auf ihrer Suche nach einer Herberge folgen. Ein Proklamator übersetzte die lateinischen Texte in die mittelhochdeutsche Sprache der Stauferzeit. Die Burgbesichtigung, geführt durch einen stimmgewaltigen Burgführer, versetzte die Gruppe in längst vergangene Zeiten zurück und erläuterte die zahlreichen Titel und erstaunlich langen Namen der einstigen Besitzer dieser Burg. Da gab es schon mal bis zu zehn Vornamen vor dem dann ähnlich langen Adelstiteln.

Auch erfuhren die Windhagener, dass die jetzigen Besitzer die Burg noch in den oberen Geschossen bewohnen. Die Gruppe beschloss nach der Burgführung weiter auf dem Weihnachtsmarkt zu bleiben, zumal sich das Wetter inzwischen wesentlich gebessert hatte und sogar die Sonne kurz zum Vorschein kam. Auf der Heimfahrt zurück nach Windhagen stimmte Thomas Stumpf Weihnachts- und Wanderlieder an und gab zusammen mit dem Kassierer Hans-Georg Dulisch lustige oder auch besinnliche Weihnachtsgeschichten zum Besten. Einig waren sich alle, trotz widrigen Wetters an einem wunderschönen Ausflug teilgenommen zu haben.

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