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Nachricht vom 22.11.2017 - 16:54 Uhr    

Neuwieder Elisabeth-Tag im Zeichen der Synodenumsetzung

„Ehrenamt im Sinne der Synode – Schritte in die Zukunft wagen“ hat das Thema des Referats von Weihbischof Franz Josef Gebert am traditionellen Elisabeth-Tag am 21. November gelautet. Er sprach als Bischofsvikar für die Caritas und als Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes Trier zu den Gästen im Berufsbildungswerk in Heimbach-Weis.

Foto: pr

Neuwied. Der Elisabeth-Tag sei immer ein Punkt des Reflektierens und des Innehaltens, begrüßte der Vorsitzende des Caritasverbands Rhein-Wied-Sieg, Werner Hammes, die Besucherinnen und Besucher. „Es gilt festzuhalten, es bedarf des Ehrenamts in allen Bereichen. Bei der ehrenamtlichen Arbeit in den sozial-gesellschaftlichen Feldern Integration, Arbeitslosigkeit und Altersarmut erkennt man gelebte Menschlichkeit“, erklärte Hammes. Derzeit gibt es 170 Menschen im Caritasverband Rhein-Wied-Sieg, die ehrenamtlich aktiv sind. Im Schnitt sind sie zwischen 65 und 70 Jahren alt. Hammes äußerte seine Sorgen im Blick auf die Zukunft: „Die Jugend ist interessiert, aber sie engagieren sich eher projektbezogen.“

Weihbischof Gebert gab zu, er habe dafür auch keine Patentlösung. „Viele wollen sich nicht mehr auf Jahre festlegen.“ Jugendliche setzten sich punktuell ein und „sind dann auch sehr, sehr engagiert“, lobte Gebert. Es gehe darum, sie für eine mehrjährige Tätigkeit zu begeistern. Doch das Ehrenamt dürfe nicht einengen. „Junge Leute brauchen etwas zum Anfassen und Action. Aber sie fragen auch nach dem Sinn ihres Einsatzes“, betonte er.

Wenn es um die Zukunft des Ehrenamts gehe, müsse der Blick auch auf die Bistums-synode gerichtet werden. „Eines der Schwerpunktziele der Synode ist die ‚Diakonische Kirchenentwicklung‘. Das meint, dass in allen Strukturen kirchlichen Lebens und der Seelsorge der caritative Auftrag stärker werden muss“, berichtete Gebert. „Wir müssen keine Angst vor großen Räumen haben, sondern es gibt überall Knoten-punkte. Das kann ein Chor, eine Caritasgruppe oder eine Einzelperson sein, das müssen keine kirchlichen Gebäude sein“, erklärte er, aber man müsse auch bereit sein, sich von manchem zu trennen. „Wir dürfen die Realität nicht leugnen: Wir werden zu einer Minderheit, wir werden von vielen nicht mehr gehört“, sagte der Weihbischof.

„Durch die Taufe und durch die Firmung sind wir berufen und bevollmächtigt, das Evangelium von Jesus Christus zu verkünden, indem wir aufmerksam durch die Welt gehen“, appellierte Gebert. Ehrenamtliche seien dabei keineswegs Hilfsarbeiter.

Es gebe unendlich viel Engagement, das im Verborgenen geschehe. Es müsse nur sichtbar werden. „Ich danke Ihnen für Ihr Engagement. Sie leben ihr Charisma“, richtete sich Gebert an die Anwesenden. Ein Ehrenamt zu übernehmen, sei keine Selbstverständlichkeit. „Beim Ehrenamt ist der einzige Lohn die gesellschaftliche Anerkennung.“ Engagement dürfe darüber hinaus auch Freude bereiten, auch wenn es manchmal mühsam und fordernd sei. An diesem Nachmittag wurden 16 langjährige ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geehrt, die in der Tagesstätte „Schöppche“ in Neuwied und im Seniorenbesuchsdienst in Linz tätig sind.

Der 9. Neuwieder Elisabeth-Tag wurde vom Caritasverband Rhein-Wied-Sieg, den Fachverbänden Kreuzbund, Malteser Hilfsdienst und dem Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer Neuwied veranstaltet. Musikalisch begleitet wurde der Nachmittag vom Caritas-Chor aus Betzdorf. Bernd Wagener, Vorsitzender des Caritasrates, sprach zu Beginn der Veranstaltung einen geistlichen Impuls.


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