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Versammlung Zukunftsinitiative Neuwied fand großen Zuspruch

„Heute sind Sie dran – Wir werden uns zurückhalten. Jeder soll seine Ideen und Gedanken einbringen können.“ Mit diesen Worten begrüßte der Neuwieder Bürgermeister Jan Einig im Rahmen der zweiten Dialogphase der Zukunftsinitiative Neuwied seine Gäste. Am Abend des 16. Mais wurde sich erneut unter Einbezug der Öffentlichkeit im Heimathaus eingefunden, um bisherige Pläne offenzulegen und zur Besprechung mit den Bürgern bereitzustellen.
Versammlung Zukunftsinitiative Neuwied fand großen Zuspruch

Prof. Dr. Richard Reschl erläuterte beim ersten Rundgang die vorhergesehenen Planungen in den einzelnen Themenbereichen. Fotos: LJS

Neuwied. „Wir wollen diesen Prozess gemeinsam gehen, in welche Richtung sollen die Neuwieder marschieren?“ Im Anschluss an diese Frage reichte Einig das Mikrofon an Prof. Dr. Richard Reschl, den geschäftsführenden Gesellschafter von „Reschl Stadtentwicklung“ weiter, welcher den Ablauf des Abends erläuterte: Nach einem kurzen Rundgang durch die vier aufgebauten „Marktstände“, wie er sie schmunzelnd nannte, wurde den Anwesenden die Möglichkeit gegeben, bei den jeweiligen, für sie interessanten, Themengebieten stehenzubleiben, und ihre Gedanken dazu zu besprechen, sowie auf den eigens dafür angebrachten Plakaten zu notieren.

An jedem Stand würde ein Vertreter stehen, der für Diskussionen und neue Ideenfindungen offen war. Das Zwischenergebnis dieser Runde sollte am Ende ebenfalls nochmal zur Sprache gebracht und damit alle Ideen einer Antwort gewürdigt werden, so Reschl. Nach einer kurzen Zusammenfassung der vier grundlegenden Potenziale der Stadt (mit ihrem industriellen Erbe, den wachsenden Beschäftigungszahlen, dem besonderen landschaftlichen Umfeld und den großen baulichen und funktionalen Reserven) durch Roland Köhler, startete die geplante Beteiligung der Bürger an den einzelnen Ständen umgehend.

Die eifrige Mitsprache der Bevölkerung spiegelte sich auch in der Vielfalt der niedergeschriebenen Einfälle wider. Während im Themenbereich zum Städtebau und der Wohnbauentwicklung das Verlangen nach einem schönen Gesamtbild der Stadt (beispielsweise durch eine Gestaltungssatzung) hervorstach, wurde beim Stand der demografischen Entwicklung der Wunsch nach sozialer Durchmischung und einer Förderung der „Trendvereine“, wie den „Deichstadtbombers“ oder dem EHC Neuwied laut.

Prof. Dr. Richard Reschl war es in diesem Zusammenhang wichtig zu betonen, dass alle Vorschläge im Anschluss intern diskutiert und dann bei Bedarf in den Planungen ergänzt würden, so dass ein Jeder sich sicher sein könne, seine Idee ginge nicht verloren. So auch bei den Punkten, die auf den Plakaten der Bereiche Wirtschaft und Einzelhandel, oder Soziale Infrastruktur niedergeschrieben wurden. Hier ging es beispielsweise um den Wunsch nach einer Verringerung des Durchgangsverkehrs der Innenstadt, einer Vermehrung der Parkplatzmöglichkeiten, oder attraktiven Freizeitangeboten für die jugendliche Generation, um diese an den Standtort zu binden.

Jörg Steuler von der Stadtverwaltung Neuwied, welcher selbst an einem der Stände für Gespräche bereitstand, fasste den Abend und seinen Eindruck davon mit treffenden Worten zusammen: „Ich sehe es als sehr positiv, dass trotz des ersten Tages im Jahr mit wirklich schönem Wetter so viele anwesend waren, das zeugt von der Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt. Die konstruktiven Diskussionen waren sehr angenehm und es kamen doch viele Ideen zum Vorschein, die in der internen Gesprächsrunde, welche dem gleichen Ablauf folgte, noch nicht genannt wurden.“

Bei der, den Abend abschließenden, Besprechung der einzelnen Punkte, wurden alle Anliegen zur Sprache gebracht und mit konstruktiver Kritik versehen, so dass ein jeder anwesende Bürger beim Verlassen der Veranstaltung das Gefühl haben konnte, einen Teil zur Entwicklung der Stadt Neuwied beigetragen zu haben. LJS
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