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Nachricht vom 22.03.2017    

Bauarbeiten zwischen Sayn und Stromberg verzögern sich

Seit Sommer 2016 ist die L 306 zwischen den Bendorfer Stadtteilen Sayn und Stromberg wegen einer Baustelle gesperrt. Nach etwas mehr als der Hälfte der geplanten Bauzeit hat der NR-Kurier nachgefragt: Die Fertigstellung verzögert sich.

Hier sind die Hangrutsche zu sehen. Fotos: Uwe Schumann

Bendorf. Die L306 zwischen Sayn und Stromberg war schon seit längerem in einem schlechten Zustand, sodass ein Ausbau dringend notwendig wurde. Die Straße ist auch recht schmal. So kam es im Begegnungsverkehr oftmals zu gefährlichen Situationen. Die Straße ist so schmal, dass der Verkehr nicht durch eine Ampelsteuerung an der Baustelle vorbeigeleitet werden kann. So Entschied man sich für die Sperrung des 1,4 Kilometer langen Abschnitts zwischen Ortsausgang Sayn und der Zufahrt zu dem Touristenparkplatz der Burg Sayn.

Der Zeitraum der Vollsperrung beträgt wegen der aufwändigen Arbeiten, die für die Verbreiterung der Fahrbahn und die neuen Schutzeinrichtungen (und Leitplanken und Schutz vor Steinschlag) der L306 erforderlich sind, circa zwölf Monate. Die Bauarbeiten sollen bei planmäßigem Verlauf im Juli 2017 abgeschlossen werden. Begonnen wurde am 18. Juli 2016 zunächst mit dem Abbau der Leitplanken oberhalb der Sayner Hütte sowie Holzungs- und Rodungsarbeiten auf der Hangseite. Die Straße wird nach Abschluss der täglichen Arbeit nicht für den Verkehr freigegeben und bleibt weiterhin gesperrt, da die Gefahr besteht, dass Fahrzeuge aufgrund der fehlenden Sicherheitseinrichtungen und Absturzsicherungen verunfallen. Der Verkehr wird über Isenburg beziehungsweise die A48 bis Höhr-Grenzhausen und Nauort umgeleitet.

Nachdem im Sommer die alte Fahrbahn der Landesstraße ausgebaut wurde, kam ab September ein Großbohrgerät zum Einsatz, das hinter den vorhandenen Stützwänden insgesamt 180 senkrechte Verstärkungen mit einem Durchmesser von 90 Zentimeter und einer Tiefe von bis zu zehn Metern im Erdreich hergestellt hat. Die gesamte Konstruktion wird zukünftig sowohl die Lasten des Straßenverkehrs aufnehmen, als auch zur Stabilisierung des gesamten Hanges beitragen. Gleichzeitig wurde ein anstehender Fels beseitigt, um die Fahrbahn der neuen Landesstraße breiter bauen zu können.



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Bis Mitte Januar befanden sich die Arbeiten im Zeitplan, so das LBM. Mitte Januar wurden die Bauarbeiten jedoch unterbrochen. „Bis Mitte Januar 2017 befand sich die Baumaßnahme im vorgesehenen Zeitplan. Durch die niedrigen Temperaturen mit den folgenden Frost-Tau-Wechseln gab es in dem erosionsempfindlichen Gestein am Wochenende des 14./ 15. Januar einen Hangrutsch. Daher musste die eigentlich für die geplanten Felssicherungsarbeiten an der neuen L 306 beauftragte Firma zunächst die Sicherungsarbeiten an diesem gerutschten Bereich ausführen, um weitere Nachrutschungen zu verhindern. Diese Sofortmaßnahmen wurden, um die vorgesehene Fertigstellung Ende Juli 2017 nicht zu gefährden, seit Anfang Februar auch in Wochenend- und Nachtarbeit ausgeführt. Es zeichnete sich dann zunächst ab, dass hiermit eine Verschiebung der Fertigstellung soweit vermieden werden kann.“

Jedoch gab es Ende Februar noch zwei weitere Hangrutsche, deren Sicherung vorrangig mit Hochdruck betrieben wird. „Selbst mit der ausgeführten Nachtarbeit ist es aber nicht möglich, den durch die Rutschungen insgesamt entstandenen Zeitverzug komplett wieder aufzuholen, da momentan nur die Felssicherungsfirma im Baufeld arbeiten kann. Erst nach Beendigung deren Arbeiten ist es wieder möglich, am eigentlichen Straßenbau der L 306 weiterzumachen. „Derzeit gehen wir davon aus, dass durch die beschriebenen Umstände ein Zeitverzug von einigen Wochen eintreten wird. Somit verschieben sich die Fertigstellung des Gesamtprojektes und damit die Verkehrsfreigabe der L 306 voraussichtlich in den Spätsommer“. meint der LBM. Uwe Schumann


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