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Nachricht vom 26.06.2013 - 00:43 Uhr    

Moschee in Neuwied eröffnet

Am Dienstag wurde die erste Neuwieder Moschee der Ahmadiyya Muslim Jamaat in der Matthias-Erzberger-Straße eröffnet. Das Oberhaupt Hadhrat Mirza Masroor Ahmad Khalifat-ul-Masih V nahm die Zeremonie vor.

Bevor es zur Moschee ging, stattete das Oberhaupt der Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) einen Besuch im Rathaus ab. Der Kalif wurde von Oberbürgermeister Nikolaus Roth vor dem Rathaus empfangen. Der Oberbürgermeister wies auf die für Neuwied wichtige Religionsfreiheit hin. „Die Religion stellt ein fundamentales Menschenrecht dar. Menschen können nur dort ihre Heimat bilden, wo sie auch ihren Glauben ausüben können“, meinte das Stadtoberhaupt.

Seine Heiligkeit dankte für die freundliche Aufnahme und sagte: „Mit Interesse habe ich gehört, dass sich hier in Neuwied viele Menschen gefunden haben, die sich in der Stadt wohlfühlen.“ Er unterstrich, dass die AMJ einen gemäßigten Islam vertritt. „Wir möchten, dass immer nur die Vorteile der Religionen dargestellt werden und nicht die anderen Religionen schlecht gemacht werden. Nur so ist ein gutes Zusammenleben der unterschiedlichen Religionen möglich“, war die klare Aussage des Kalifen.

Nach dem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt ging es zur Moschee. Dort war ein großes Zelt aufgebaut, indem die Eröffnungsfeierlichkeit stattfand. Der Bundesvorsitzende der Gemeinde Abdullah Uwe Wagishauser stellte die Moschee und die Neuwieder Gemeinde vor. Sie wurde 1985 von 17 Personen gegründet. Heute umfasst sie rund 160 Personen. Am 7. November 2009 wurde der Grundstein für die Moschee gelegt. Sie hat rund 500.000 Euro gekostet, hat eine Nutzfläche von 371 Quadratmeter, zwei Gebetshallen von je 70 Quadratmeter und ein zehn Meter hohes Minarett. Daneben gibt es ein Gästezimmer, ein Büro und eine Küche.

Oberbürgermeister Roth wünschte auch im Namen von Landrat Rainer Kaul, dass die Gemeinde in „ihrer Moschee glücklich ist und das sie dort ihren Glauben leben kann“.

Seine Heiligkeit ging in seiner Rede auf die deutsche Religionsfreiheit ein: „Es ist eine Gnade von Allah, dass unsere Mitglieder hier in Deutschland und in Neuwied die Freiheit haben, ihre Religion auszuleben. Wir sind Ihnen dafür dankbar. Für ein Ahmadiyya Muslim ist es eine Pflicht, dass er loyal zu dem Land ist, in dem er lebt.“

Im Anschluss an die Zeremonie pflanzten das Oberhaupt und der Oberbürgermeister jeweils einen Baum zum Zeichen der Verbundenheit. Wolfgang Tischler

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Kommentare zu: Moschee in Neuwied eröffnet

6 Kommentare

Nun zunächst einmal muss hier eines klargestellt werden. 1.Nicht alle Muslime sind Mitglied der Ahmadiyya Muslim Jamaat. Also sollte es nicht gleich verallgemeinert werden. 2. Die Ahmadiyya Muslim Jamaat hat nie etwas haben wollen, sondern bislang immer etwas gegeben, sei es diese Moschee (alles eigenfinanziert), Blutspenden, Reinigung von Strassen am Silvester, Reinigungsaktion "Sauberhaftes Hessen", Diskussions-/informationsrunden, Unterstützung bei der Einführung von Islamunterricht, Baumpflanzung, Spenden durch Wohltätigkeitsläufe und und und...Was die Moscheefrage und Sturheit angeht...Von Deutschland würde ich an dieser Stelle nicht reden, sondern eher von Städten bzw. den Bürgern. Aber wir machen uns hier selbst den Vorwurf, dass wir zu wenig Aufklärungsarbeit geleistet haben, denn die Menschen haben nun mal Ängste vor dem Fremden. Ich möchte Sie bitten einmal die Moschee aufzusuchen und sich selbst ein Bild vor Ort zu machen. Es wird jetzt sicherlich verstärkt mehr Veranstaltungen geben, denn bislang gab es immer Probleme mit geeigneten Räumlichkeiten.
#6 von Friedenstifter, am 02.07.2013 um 13:06 Uhr
Andere Länder haben damit nichts zu tun , ABER wenn irgendwo in Deutschland darüber diskutiert wird Moschee ja oder nein wird wieder direkt behauptet deutsche Sturheit,Deutschland sei nicht offen für multikulti bla bla bla ....
. Ihr wollt immer nur nehmen nehmen nehmen und aktzeptiert nie ein nein gerade wenn es un eure Religion geht.
Aber Deutschland muss selbst wissen was es sich antut !
#5 von Ich, am 02.07.2013 um 07:11 Uhr
Mir ist immer noch schleierhaft, wieso Kommentare geschrieben werden, in dem von anderen Ländern die Rede ist. Was haben andere Ländern damit zu tun, wenn deutsche Muslime in Deutschland eine Moschee errichten??
#4 von Friedenstifter, am 01.07.2013 um 17:56 Uhr
Genau! Gut das Deutschland so tolerant ist und das hier jede Religion ihr eigenes Bethaus bauen darf .
Wäre nur mal schön zu wissen was die Länder dazu sagen wenn die deutschen anfangen ihre katholischen oder evangelischen Kirchen zu bauen .
Wären bestimmt alle von begeistert oder ?
#3 von So anonym wie ihr auch , am 01.07.2013 um 07:00 Uhr
Die AMJ hat der Stadt einen Schatz geschenkt, den die Stadt mit großer Freude angenommen hat. Ich finde es großartig wie friedlich der Moscheebau in Neuwied fertiggestellt wurde. Neuwied, eine Stadt mit Tolenranz und großem Herz.
#2 von Friedenstifter, am 26.06.2013 um 12:09 Uhr
Ich finde toll, dass Neuwied so weltoffen ist und den Muslimen ein Moscheebau zuräumt. Erst wenn Moscheen aus den Hinterhöfen, Kellern und Garagen herauskommen und auf deutsch predigen, bietet man den wenigen Extremisten die Stirn. All das tut die Ahmadiyya Muslim Gemeinde.
#1 von Kein Name, am 26.06.2013 um 10:45 Uhr

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