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Nachricht vom 17.11.2012 - 21:11 Uhr    

Medaille für den Lebensretter

Jörg Gattenlöhner holte Frau aus brennendem Zimmer – In Hamburg rettete er vor Jahren eine Ertrinkende

Unkel. Das Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur Rheinland-Pfalz hat Jörg Gattenlöhner aus Unkel mit der Rettungsmedaille geehrt. Gattenlöhner hat einer Rentnerin in einem brennenden Zimmer das Leben gerettet.

Bei der Medaillenüberreichung im Rathaus von Unkel (von links): Kreisbeigeordneter Achim Hallerbach, Gerhard Hausen, Jörg Gattenlöhner, Heike Raab und Karsten Fehr. Foto: mo

Die Auszeichnung überreichte die rheinland-pfälzische Staatssekretärin Heike Raab in der Verbandsgemeinde-Verwaltung von Unkel. Am Karnevalssonntag dieses Jahres rettete der 44-Jährige ein Leben: Als er morgens am St. Pantaleon-Seniorenzentrum in Unkel vorbeijoggte, bemerkte er Brandrauch, der aus einem der Zimmer drang.

Daraufhin informierte er schnell die Mitarbeiter der Senioreneinrichtung, machte sich dann auf die Suche nach dem brennenden Apartment und rettet die dort wohnende 88-jährige Sabine Krüger aus ihrer verrauchten Wohnung.

„Für dieses entschlossene, umsichtige und mutige Handeln wird Jörg Gattenlöhner mit der vom Ministerpräsidenten Kurt Beck verliehenen Rettungsmedaille des Landes ausgezeichnet“, sagte Raab, als sie dem Unkeler Medaille und Urkunde in Anwesenheit seiner Familie, Tanja Pantke sowie den beiden Söhnen Finn und Ben, feierlich überreichte. Gattenlöhner sei ein Vorbild für viele andere Menschen. Er habe das Richtige in der Situation getan. „Durch Ihr schnelles Handeln haben Sie ein Menschenleben gerettet und möglicherweise auch viele andere Menschenleben in dem Seniorenzentrum.“ Die Rettungsmedaille sei eine ganz besondere Auszeichnung, werde sie doch höchstens ein bis zwei Mal im Jahr verliehen.

Sichtlich bewegt nahm Gattenlöhner die Medaille entgegen. „Eigentlich war das nicht meine gewohnte Laufstrecke. Als ich den Rauch sah, dachte ich zunächst an eine angebrannte Pfanne auf einem Herd.“ Doch dann meinte er, ein „Hilfe“ gehört zu haben. „Um ein Held zu sein, bedarf es eigentlich nicht viel“, sagte er bescheiden. Bereits vor zehn Jahren hatte er schon einmal jemandem das Leben gerettet: In Hamburg rettete er eine Frau vor dem Ertrinken.

Zu den ersten Gratulanten zählten der 1. Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach, Unkels Verbandsbürgermeister Karsten Fehr sowie Unkels Stadtbürgermeister Gerhard Hausen, die bei der Verleihung der Medaille dabei waren. (mo)


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