Werbung

Nachricht vom 26.04.2012 - 20:31 Uhr    

„Neue Notdienstnummer muss flächendeckend verfügbar sein!“

116 117 führt direkt zum Arzt mit Bereitschaftsdienst - CDU-Kreisverband fordert Handeln der Landesregierung

Neuwied. Die Kreis-CDU fordert die schnelle flächendeckende Verfügbarkeit der neuen Notdienstnummer 116 117. Erwin Rüddel, der Kreisvorsitzende, sagt: „Eine flächendeckende, wohnortnahe und bedarfsgerechte ambulante und stationäre medizinische sowie notärztliche Versorgung muss gerade in den ländlichen Räumen gewährleistet sein. Dazu gehört auch - und hier ist einmal mehr die amtierende rot-grüne Landesregierung gefordert - die schnellstmögliche flächendeckende Verfügbarkeit der neuen Notdienstnummer 116 117. Diese Forderung gewinnt umso mehr an Bedeutung unter dem Hinblick auf die demografische Entwicklung.“

Unter der 116 117 werden Patienten in dringenden, aber nicht lebensbedrohlichen Situationen an den ärztlichen Bereitschaftsdienst in ihrer Nähe weitergeleitet – entweder direkt zu einem diensthabenden Arzt oder zu einer Bereitschaftsdienst-Leitstelle. „Der ärztliche Bereitschaftsdienst wird von den Kassenärztlichen Vereinigungen gemeinsam mit den niedergelassenen Ärzten organisiert. Er ist nicht zu verwechseln mit dem Rettungsdienst, der weiterhin unter dem Notruf 112 erreichbar ist und der in lebensbedrohlichen Fällen Hilfe leistet, wie zum Beispiel bei Herzinfarkt oder Schlaganfall“, so der CDU-Kreisvorsitzende, der in Berlin als Berichterstatter seiner Fraktion für Patientenrechte und für Verbraucherschutz im Gesundheitswesen an der entsprechenden gesetzlichen Regelung mitgewirkt hat.

Bisher gab es deutschlandweit mehr als 1.000 verschiedene Rufnummern für den ärztlichen Bereitschaftsdienst, die teilweise sogar täglich wechselten.
Mit der 116 117 entfällt künftig aber die aufwendige Suche nach der richtigen
regionalen Rufnummer. Laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung ist die neue Bereit-schaftsnummer allerdings, wie in vielen ländlichen Regionen von
Rheinland-Pfalz, noch nicht überall zu erreichen.

Namens des CDU-Kreisvorstandes Neuwied fordert dessen Vorsitzender die Landes-regierung auf, dringend dafür Sorge zu tragen, dass die neue Notdienstnummer auch in den bislang noch nicht angeschlossenen rheinland-pfälzischen Regionen, wie den Landkreisen Neuwied und Altenkirchen, verfügbar ist.

Erwin Rüddel: „Grundsätzlich gilt, dass es mit der 116 117 für die Bürgerinnen und Bürger wesentlich einfacher wird, ambulante ärztlich Hilfe zu erhalten, wenn die
Praxen, etwa an Wochenenden, geschlossen sind. Damit verbessert sich der Service für Millionen Versicherte, die jedes Jahr den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst nutzen.“

Nach Rüddels Angaben behandelt der ärztliche Bereitschaftsdienst jährlich rund 3,9 Millionen Patienten. Deutschland ist das erste EU-Land, das die einheitliche Rufnummer für den ärztlichen Bereitschaftsdienst einführt. Die übrigen Staaten der Europäischen Union – so Rüddel - würden nach und nach folgen.

Der CDU-Kreisvorstand sprach sich auch dafür aus, eine flächendeckende Krankenhausversorgung sicherzustellen. „Wir brauchen Leistungszentren mit hoher Spezialisierung, aber auch eine wohnortnahe Basisversorgung“, so Rüddel. Er fordert
deshalb die gesundheitliche Versorgung sektorenübergreifend zu gestalten und zu sichern. Dazu seien die Krankenhäuser zu stärken.

„Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen durch den Ärztemangel und den damit verbundenen eklatanten Kostensteigerungen müssen die den Krankenhäusern zusätzlich auferlegten Belastungen zurückgenommen werden. Die Refinanzierung der Personalkosten muss gesichert werden“, bekräftigte Erwin Rüddel.

---
Jetzt Fan der NR-Kurier.de Lokalausgabe Neuwied auf Facebook werden!


Kommentare zu: „Neue Notdienstnummer muss flächendeckend verfügbar sein!“

Es sind leider keine Kommentare vorhanden


Aktuelle Artikel aus der Region


„Das Beispiel nützt allein“ Wanderausstellung zum Jubiläumsjahr

Neuwied. Im Jahr 2018 jährte sich der Geburtstag von Friedrich Wilhelm Raiffeisen zum 200. Mal. Im Rahmen der Jubiläumskampagne ...

Wolfsmanagementplan für den Westerwald vorgestellt

St. Katharinen. Landrat Achim Hallerbach freute sich „über dir sehr große Resonanz“ auf unsere Informationsveranstaltung ...

Sicherheits-Tour mit eigenen E-Bikes in Unkel

Unkel. Der Senioren- und Behindertenbeirat der Verbandsgemeinde Unkel lädt auf Grund dessen zu einer Sicherheits-Tour mit ...

Weg im Waschbachtal nach großem Hangrutsch gesperrt

Neuwied. „Zwischen 120 bis 150 Kubikmeter Erde sind abgerutscht“, erklärt Thomas Riehl von den SBN, die für die Unterhaltung ...

Park-and-ride-Platz am Bahnhof Neuwied wird vergrößert

Neuwied. 2009 erlebte der Park-and-ride-Platz (P+R) an der Augustastraße seine Eröffnung. Doch schon bald wurde klar, dass ...

Kreiswasserwerk - Pumpwerk Melsbach wird generalsaniert

Melsbach. Im Bereich der Wasserversorgung wird dies am Beispiel der Pumpstation in Melsbach deutlich: Das im Gründungszeitraum ...

Weitere Artikel


Karate-Club Puderbach erneut größter Verein im Landesverband

Die aktuelle Platzierung lautet wie folgt (Platzierung im Vorjahr in Klammern): 1. Karate-Club Puderbach (1.), 2. Kaiserslautern ...

Eltern sollen abstimmen: Betreuungsgeld oder Kita?

Sie meint: „Die Mittel, die für das Betreuungsgeld ausgegeben würden, fehlen für den dringend benötigten Ausbau der Kita-Plätze ...

Experten-Telefon zum Welt-Asthma-Tag

Neuwied. Die DAK-Gesundheit Neuwied schaltet aus Anlass des Welt-Asthma-Tags eine medizinische Telefon-Hotline. Unter dem ...

Märkerwaldschule bekommt neue Fahrräder

Deshalb findet mit der Radfahrausbildung eine umfassende Verkehrserziehung in der Grundschule statt. Dabei geht es geht nicht ...

Helfer vor Ort gesucht

Auch bei vielen anderen Notfällen kann durch schnelles Eingreifen Menschenleben gerettet werden. In mindestens 15 Minuten ...

Pide - was ist das?

Trotz allem weist die Speisekarte viele Variationsmöglichkeiten auf. Die Gerichte können alle mit nach Hause oder mit an ...

Werbung