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Politik
Kreisausschuss Neuwied beschließt Corona-Soforthilfe
Der Neuwieder Kreisausschuss folgte in seiner jüngsten Sitzung einer Empfehlung des Ältestenrates, aus dem Corona-Soforthilfeprogramm für „kreisweit bedeutende Einrichtungen und Institutionen“ Mittel zur Verfügung zu stellen. Im Nachtragshaushaltsplan sollen nun gemäß einer Vorlage der Kreisverwaltung 245.000 Euro veranschlagt werden.
Neuwied. Landrat Achim Hallerbach legte dem Kreisausschuss eine Verwaltungsvorlage vor, welche sich in zwei Teilen gliedert. So sollen zum einen „kreisweit bedeutende Einrichtungen mit eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Sitz im Kreis Neuwied“ einmalig mit insgesamt 140.000 Euro unterstützt werden. Die Vereine Trotzdem-Lichtblick-Verein gegen sexuellen Missbrauch/ Frauennotruf und UTAMARA-Frauenbegegnungsstätte werden mit je 10.000 Euro bedacht. Ferner sind für den Zoo Neuwied 50.000 Euro, Schlosstheater Neuwied 20.000 Euro, Kreisvolkshochschule Neuwied 30.000 Euro und die Römerwelt in Rheinbrohl 20.000 Euro vorgesehen.

Mit weiteren 105.000 Euro werden Gebietskörperschaften im Kreis Neuwied für die Vorhaltung einer Corona-Ambulanz unterstützt. Hier sind für die Verbandsgemeinden Asbach, Bad Hönningen, Linz, Puderbach und Rengsdorf-Waldbreitbach jeweils 20.000 Euro und für die Verbandsgemeinde Unkel mit dem temporären Standort Rheinbreitbach 5.000 Euro vorgesehen.

Landrat Achim Hallerbach begrüßte die einstimmige politische Unterstützung und betonte: „Ich freue mich, dass wir mit diesen Maßnahmen wenigsten einem Teil unserer wichtigen Organisationen und Einrichtungen helfen können. Ihre Arbeit muss einfach unterstützt werden und darf nicht aufs Spiel gesetzt werden. Gerade bei den Hilfs- und Kulturorganisationen zählt zurzeit jeder Euro und ist mitunter überlebenswichtig!“ Ein besonderes Anliegen ist die Unterstützung der beiden Frauenhilfe-Einrichtungen UTAMARA und Trotzdem-Lichtblick, deren Hilfsangebote gerade in Zeiten der Pandemie von Frauen stark genutzt werden. Letztere Organisation hatte bereits angekündigt, dass sie ihre ambulante Arbeit nicht mehr gewährleisten könne, da zusätzliche finanzielle Einnahmequellen wie Veranstaltungen, Kollekten etc. in den vergangenen Monaten fehlten.

Nachricht vom 30.10.2020 www.nr-kurier.de