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Politik
Erwin Rüddel: Bessere personelle Ausstattung für Gesundheitsamt Neuwied
„In der Corona-Krise kommt den Gesundheitsämtern, auch im Kreis Neuwied, eine wichtige Rolle zu: Sie müssen Kontakte nachverfolgen und Tests anordnen. Bis dato waren die Behörden vielfach unterbesetzt. Dies soll sich nun ändern. Der Bund und die Länder wollen als Konsequenz aus der anhaltenden Corona-Pandemie bis Ende 2022 mindestens 5.000 neue und unbefristete Vollzeitstellen im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) schaffen“, erklärt der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel.
Erwin Rüddel informierte sich beim Gesundheitsamt in Neuwied. (Foto: Reinhard Vanderfuhr / Büro Rüddel)
Neuwied. Bis Ende 2021 soll es in einem ersten Schritt mindestens 1.500 Stellen für Ärzte, weiteres Fachpersonal sowie Verwaltungsmitarbeiter geben. Bis Ende 2022 sollen es dann mindestens 3.500 weitere Stellen sein. 90 Prozent der neuen Stellen werden in den unteren Gesundheitsbehörden und örtlichen Gesundheitsämtern angesiedelt. Rüddel merkt dabei gleichfalls an, dass die Stärkung des ÖGD nicht nur wichtig sei um einer Ausnahmesituation wie Corona begegnen zu können, sondern darüber hinaus auch, um wieder Präventionsaufgaben wie Schulimpfungen zu übernehmen.

„Zugleich geht es um eine bessere Digitalisierung der Gesundheitsämter und -behörden sowie darum, die Arbeit im ÖGD attraktiver zu machen durch bessere Bezahlung und die Schaffung zukunftsfähiger Strukturen. Die Gesundheitsämter spielen etwa beim Verfolgen von Infektionsketten, ebenso bei Anordnungen von Tests und Quarantäne eine wesentliche Rolle“, konkretisiert Erwin Rüddel auch als Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag.

In der Bundesrepublik Deutschland gibt es nach dem amtlichen Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamtes derzeit 294 Landkreise und 107 kreisfreie Städte. Somit müssten rein rechnerisch auf den Kreis Neuwied 12,5 neue Stellen entfallen.



Nachricht vom 08.09.2020 www.nr-kurier.de