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Fahrzeug für die Bad Honnefer Kinderfeuerwehr und den Einsatz
Alles, was ein Feuerwehr-Kleinbus als Standard haben muss, gibt es und er ist natürlich leuchtend rot mit dem Schriftzug „Feuerwehr“ auf der Kühlerhaube sowie Blaulicht und Sirene. Das Besondere ist, dass die sechs Sitze im Innenraum hinter der Fahrerkabine und einer der Vordersitze mit Kindersitzen ausgestattet sind.
Das Fahrzeug für die Feuerdrachen, die Kinderfeuerwehr der Stadt Bad Honnef, mit Otto Neuhoff (rechts), Erstem Beigeordneten Holger Heuser (Mitte) und Leiter der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bad Honnef Frank Brodeßer (links). Foto: Stadt Bad HonnefBad Honnef. Im Kofferraum ist genug Platz, um zusätzlich ausreichend Gepäck oder Sicherheitsausrüstung mitzunehmen. Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Bad Honnef kann damit auch die ganz jungen Mitglieder der Bad Honnefer Kinderfeuerwehr, die Feuerdrachen, mitnehmen oder nach entsprechendem Umbau zum Einsatz fahren.

Stadtbrandinspektor und Leiter der Bad Honnefer Wehr Frank Brodeßer ist sicher, dass dadurch die Attraktivität der Kinderfeuerwehr noch einmal steigt und damit auch die Chance, dass sich für die drei Feuerwehreinheiten Bad Honnef, Rhöndorf und Aegidienberg mehr Nachwuchs meldet, der sich dann auch im Erwachsenenalter ehrenamtlich und mit voller Kraft für die Feuerwehr einsetzen möchte.

Finanziert wurde das Fahrzeug zu 80 Prozent vom Land Nordrhein-Westfalen und zu 20 Prozent von der Stadt. Die Anschaffung mit den entsprechenden Ausschreibungen ging zügig. Der Wagen ist ein günstiges Vorführmodell, so dass die übliche lange Lieferzeit wegfiel.

Die Corona-Pandemie war auch für die Abläufe bei der Kinderfeuerwehr ein großer Einschnitt. Die Betreuerin Simone Zapla erstellt ein Hygiene-Konzept, so dass zu hoffen ist, dass der Betrieb regelmäßiger weitergehen kann. 16 Feuerdrachen im Alter von sieben bis zehn Jahren gibt es. Danach kann in die Jugendfeuerwehr gewechselt werden, die das Fahrzeug auch nutzen wird. Für die Mitglieder der Kinderfeuerwehr steht der Spaß im Vordergrund. Die Betreuerinnen Steffi Deich, Nadine Kurtenbach, Astrid Renz und Simone Zapla organisieren kleine Einsatzfahrten mit Blaulicht ohne Sirene. „Wasser marsch“ darf es durchaus mal heißen. Kleine Kniffe, um beispielsweise schnell ins Auto einsteigen zu können, werden gezeigt. Ausflüge und Zeltlager sind geplant. Später in der Jugendfeuerwehr wird die Ausbildung präzisiert.

Wenn sich noch ehrenamtliche Betreuende melden und sich auch Räume finden lassen, können mehr Kinder von der Warteliste, die derzeit geführt wird, in die aktive Kinderfeuerwehr aufgenommen werden. Für Betreuende gibt es kein spezielles Anforderungsprofil. Sie sollten im besten Fall einen pädagogischen Hintergrund oder den Jugendgruppenleiterschein (Jugendleiter/-in Card) und ein Faible für die Feuerwehr haben. Eine Betreuung sollte dauerhaft und einmal im Monat möglich sein. Vor allem in Aegidienberg fehlt die Betreuung für eine eventuelle zweite Gruppe.

Für Bürgermeister Otto Neuhoff steht fest, dass es positiv war, dass das Land Nordrhein-Westfalen den Kleinbus finanziert hatte, denn dann könne sich auch die Stadt Bad Honnef ein solches Fahrzeug leisten. (PM)

Nachricht vom 24.08.2020 www.nr-kurier.de