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Nachricht vom 09.08.2020
Politik
FDP nominiert Sabine Henning zur Landtags-Kandidatin
Es herrschte große Einigkeit bei der Wahlkreisversammlung in der Wiedparkhalle. Die Politik braucht auf Landesebene wieder mehr Pragmatiker und weniger Lebensläufe mit reiner Politikerfahrung. Sabine Henning freut sich über ein Traumergebnis und startet in den Wahlkampf. Sie will sich noch stärker für den Wahlkreis einsetzen und die Herausforderungen in der Region stärker in Mainz herausstellen.
Kreisvorsitzender Buda (links) gratuliert Henning und Amberg zur Wahl. Fotos: FDPNeustadt/Wied. Die Freien Demokraten im Kreisverband Neuwied haben ihre Wahlkreisversammlung für den Wahlkreis 03 (VG Asbach, VG Bad Hönningen, VG Linz am Rhein, VG Rengsdorf-Waldbreitbach, VG Unkel) am vergangenen Samstag in der Wiedparkhalle in Neustadt/Wied durchgeführt. Nachdem im Vorfeld bereits die Vorstände der Amtsverbände Ihre Unterstützung für Sabine Henning ausgedrückt hatten, wurde sie unabhängig vom Plenum vorgeschlagen.

Sabine Henning, aktuell wohnhaft in Dattenberg, stellte sich mit einer sympathischen, authentischen und sehr motivierten Rede den Delegierten vor. Hennings Lebenslauf untermauert den Anspruch der Liberalen im Kreis, mehr politisch engagierte Pragmatiker in die Parlamente zu bringen. Nach der Ausbildung zur Immobilienkauffrau wechselte sie ins Bankgewerbe. Von der Kundenberatung wechselte Sie dabei nach kurzer Zeit in den Vertrieb. Diesem Beruf geht sie bis heute mit viel Freude nach, gerade die Arbeit mit unterschiedlichsten Menschen ermöglicht ihr, einen guten Einblick in den Querschnitt unserer Gesellschaft zu bekommen.

Zwischenzeitlich hat Sabine Henning mit ihrem Mann ein Restaurant geführt, was ihr erste Erfahrungen der Selbständigkeit vermittelte. Als Allrounderin kann man sie spätestens mit der aktuellen, parallel zum Job durchgeführten Ausbildung zur Podologin erkennen. „An diesem Beruf schätze ich sehr, dass es mir nochmal deutlich mehr Einblick in unser Gesundheitssystem gegeben hat. Man hat meist mit Pflegebedürftigen zu tun und ich sehe was gut oder auch schlecht läuft direkt vor Ort. Das hat mir jetzt schon sehr meinen Horizont erweitert was das Thema Pflege und Gesundheit angeht“, führt Henning aus.

Henning ist kein Freund von Stillstand und hinterfragte sich nach dem Ausscheiden der FDP aus dem Bundestag 2013, wie eine Liberale Partei nicht mehr genug Stimmen erhalten kann. In ihr reifte der Entschluss, Verantwortung für ihre Heimat und die Menschen in der Verbandsgemeinde Linz am Rhein, wo Henning geboren wurde und ihr ganzes Leben verbracht hat, übernehmen zu wollen, sodass sie der Partei 2014 beitrat. Höhepunkt ihres bisherigen Engagements ist der Einzug in den Verbandsgemeinderat Linz am Rhein im Zuge der Kommunalwahl 2019. Ihr Talent als Quereinsteigerin erkannte auch schnell die FDP, die sie in das bundesweite Förderprogramm „Frauen in der Politik“ aufnahm.

Ihre Motivation für die Kandidatur beschrieb sie wie folgt: „Für mein Empfinden ist unsere Region unterrepräsentiert in Mainz. Aus dem Landtag heraus können wir unsere Region weiter stärken und Projekte, die hier umgesetzt werden, noch besser voranbringen. Mir persönlich liegt eine Rheinbrücke am Herzen. Ebenso sind für mich der ordentliche Ausbau der Kitaplätze, die Ärztliche Versorgung auf dem Land, die Stärkung des Tourismus und eine starke Wirtschaft wichtig“.

Der anschließende Wahlgang brachte Henning ein Traumergebnis: Einstimmig ohne Gegenstimmen sowie Enthaltungen kann sie gestärkt durch das Votum der Mitglieder in den Wahlkampf um das Direktmandat durchstarten.

Kein Kandidat ohne Ersatzkandidat. Philipp Amberg, wohnhaft in Linz am Rhein, wurde von den Delegierten nominiert. Er zeigte sich bei seiner Vorstellung engagiert, ehrgeizig und authentisch. Amberg ist seit 2019 im Stadtrat Linz am Rhein für die FDP aktiv. Der gelernte Hotelfachmann und Familienvater aufgewachsen im Familienbetrieb seiner Eltern am Niederrhein, konnte dank seines Berufs mehrjährige Stationen im Ausland (Österreich und USA) umfassende Einblicke über den üblichen Tellerrand gewinnen. Aktuell ist er als Vertriebsleiter einer Internationalen Hotelkette tätig. „Ich unterstützte die Kandidatur von Sabine Henning zu 100 Prozent und bin überzeugt, dass sie eine großartige Vertreterin der Bürgerinnen und Bürger des Wahlkreis 03 in Mainz ist. Wenn es aber notwendig ist, übernehme ich gerne die Verantwortung“, führte er in seiner Vorstellung aus. Nach dem anschließenden Wahlgang konnte sich auch Amberg über ein herausragendes Ergebnis freuen, mit 100 Prozent der abgegebenen Stimmen wurde auch er einstimmig gewählt.

Alexander Buda, Kreisvorsitzender FDP Neuwied, zeigte sich in seiner abschließenden Rede zuversichtlich und top motiviert. Er baut dabei auf die Dynamik im Kreisverband in Folge der Kommunalwahl 2019, die durchweg positive Ergebnisse lieferte und viele neue Mandatsträger in die Räte brachte. „Es ist Kraft im Laden, was mich zuversichtlich macht, dass wir im kommenden Jahr bei den Wahlen erfolgreich sein werden“, führte er aus.

Buda wurde deutlich, „Deutschland braucht keine weiteren Politiker wie Kevin Kühnert oder andere aktuelle Beispiele, die vom Studium über Abgeordneten-Assistenten in unsere Parlamente einfallen, um dort ihre Fantasien ausleben zu können. Da sind wir schon besser aufgestellt“. Er ist überzeugt, dass sowohl Sabine Henning als auch Philipp Amberg mit beiden Beinen fest im Leben stehen und er ihnen abnimmt, für ein höheres Ziel zu kämpfen und nicht nur Politikkarriere machen zu wollen.
 
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