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Unkeler sollen ihre Straßenbäume vor dem Vertrocknen retten
Die Kulturstadt Unkel weist viele grüne Bereiche auf, an ihren Straßen finden sich reichlich Bäume und die haben Durst. Der Regen der vergangenen Monate reicht bei weitem nicht aus, die Mitarbeiter des Bau- und Betriebshofs kommen mit dem Bewässern kaum nach. Nun appelliert die Stadt an ihre Bürgerinnen und Bürger: Bitte greift zur Gießkanne!
Foto: Thomas Herschbach 
Unkel. Sie sind kaum zu übersehen – die Folgen von Hitze und Trockenheit. Viele Bäume, haben bereits gelblich-braunes Laub bekommen und ihre Blätter zum Teil schon abgeworfen, da ihnen das Wasser fehlt. Die Krone licht, das feine Astwerk schon hinausgefallen. Es gibt schon einige Klimaopfer unter den Stadtbäumen, weil es in den vergangenen Jahren deutlich zu trocken war.

Vor allem Straßenbäume, die außer der unmittelbaren Sonneneinwirkung auch noch die Wärmeeinstrahlung aufgeheizter Fahrbahnoberflächen und von Gebäuden auszuhalten haben, geraten bei ausbleibendem Regen schneller in eine Stresssituation. Dies gilt unter anderem für die Bäume an Kamener Straße und Siebengebirgsstraße.

Der Klimawandel mit vielen zu trockenen Tagen ist nur einer der vielen Stressfaktoren, denen Stadtbäume ausgesetzt sind. „Im Vergleich zum Bedarf haben die Mengen an Niederschlag der der vergangenen Wochen bei weitem nicht ausgereicht, um den Boden bis in tiefere Schichten zu durchfeuchten“, so Gerhard Hausen und fährt fort: „Gerade Straßenbäume bleiben auf zusätzliche Wasserzufuhr angewiesen“.

Die Kulturstadt Unkel sorgt auch selbst für die Bewässerung. Regelmäßig setzt der Bau- und Betriebshof seinen Traktor mit einem 2.000 Liter fassenden Tank in Bewegung. Der wird mehrfach vollgepumpt und zu den städtischen Grünflächen gezogen wird. Doch diese insgesamt 6.000 Liter sind im Angesicht der jetzt brüllenden Hitze ein Tropfen auf den heißen Stein.

Daher bittet der Unkeler Stadtchef die Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung: „Vor allem die noch jungen Straßenbäume freuen sich über jede Gießkanne Wasser. Es reicht schon, wenigstens zwei Mal in der Woche zu gießen“.

Wenn aber schon das lebenswichtige Nass verteilt wird, dann sollte dies möglichst großzügig geschehen – fünf bis sechs Gartengießkannen sollten es schon sein. Dabei empfiehlt es sich, zunächst auf aufgefangenes Oberflächenwasser, etwa von Dachabläufen, zurückzugreifen.
Nachricht vom 30.07.2020 www.nr-kurier.de